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4 (1842) P - Z
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Truclisess.

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fortblüht und zu hohen Ehrenstellen gelangt ist. Badingen, Himmel-pfort und Ribbeck in der Mittelmark, Bredereiche, Rautenberg, Ste-gelitz u. s. w. in der Uckermark, sind alte Besitzungen der edlen Her-ren von Trott. Kurfürst Friedrich III. belehnte Friedrich Wedigv. T. mit dem Kloster Himmelpfort. Adam v. T. war Herr auf Ba-dingen. Geortl Friedrich v. T. auf Badingen u. s. w. war kurbrand.General, Gouverneur von Berlin und Peitz. Er starb am 3. Mai 1666auf der Reise von Berlin nach Peitz plötzlich. Ein Capitain v.T. stehtjetzt im 31. Infanterieregimente.

Die v. Trott führen einen roth und silbern geschachteten Haus-giebel im blauen Felde, und auf dem Helme zwei blaue, mit dem be-zeichneten Hausgiebel belegte Adlerfüigel. Die Decken sind silbernund roth. Dieses Wappen ist daher ganz verschieden von dem der v.Trotha. M. s. d. Art.

Truclisess, die Grafen von.

Rumelius, Herzog von Schwaben, soll einem Ritter Gebhardt dasSchloss Waldburg geschenkt und ihn zu seinem Truclisess gemachthaben. Seine Nachkommen nannten sich Grafen zu Thann und Truch-sesse zu Waldburg, später aber nur Truchsesse und Freiherren zuWaldburg. Der Erste, welcher sich Truclisess nannte, war Werner,der im 11. Jahrhunderte lebte. Der gemeinschaftliche Stammvater al-ler noch blühenden Linien und Aeste dieses vornehmen Geschlechts istJohann, Freiherr v. T., der im Jahre 1413 starb. Seine beiden Söhnestifteten die Jacobinische und die Georgische Hauptlinie. Hierher ge-hört nur die zweite Branche der erstem theils wegen ihrer Besitzun-gen in Preussen, theils weil eine Reihe um den Staat verdienter Män-ner aus derselben hervorgegangen sind. Sie nennt sich nach ihremFamiliensitze Truclisess-Waldburg-Capustigal. Mit den Enkeln desStifters der Jacobinischen Linie, Wilhelm und Friedrich, theilte siesich nämlich in zwei Aeste, wovon der erstere im Jahre 1772 den 9.Juli mit Franz Eusebius, Fürstbischof zu Schieinsee, ausging. SeineGüter fielen an die Linie Zeil-Zeil. Von dem letztern oder Frie-drichschen Aste erhielt Wolf Heinrich vom Könige Friedrich Wil-helm 1. von Preussen die Grafenwürde, und Wolf Christoph, bran-denburg. General (in. s. w. unten), wurde wegen seiner beim Ent-sätze von Wien bewiesenen Tapferkeit vom Kaiser Leopold I. in denReichsgrafenstand erhoben.

In dem brandenburg-preussischen Heere sind zu hohen Würdengelangt:

Wolf Christoph Truclisess, Graf von Waldburg, der als kur-brandenburg. Generalmajor, Gouverneur von Pillau, Hauptmann desAmts Balga und Herr v. Rautenburg am 26. Jan. 1688 starb. Wiewir oben erwähnten, ward er am l.'i. März 1686 in den Reichsgrafen-stand erhoben. Kurfürst Friedrich III. bestätigte diese Erhebung sei-nen Nachkommen den 7. Septbr. 1700.

Joachim Heinrich, Graf T.-W., starb 1718 den 14. Octbr. als Ge-nerallieutenant, Chef eines Bataillons zu Fuss und Amtshauptmann zuAngerbnrg.

Friedrich Wunibald Sebastian , Graf T.-W., gelangte zur Würdeeines Generallieutenants, Chefs eines Regiments zu Fuss, Ritters desschwarzen Adler- und Johanniterordens, designirten Comtliurs zu La-gow u. s. w. Er war der Sohn des Vorigen, und starb den Heldentodam 4. Juni 1745 in der Schlacht bei Hohenfriedberg.