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Spillcr — Stach.
Spiller, die Herren von.
Dieses altadelige Geschlecht hat in früheren Zeiten Hauschihl ge-lieissen, welchen Namen der Ahnherr desselben in einem Treben er-halten haben soll, in welchem der Kaiser in Gefahr war, von einem ge-harnischten Ritter getödtet zu werden , und wobei er dem an seinerSeite Kämpfenden zugerufen, er solle in das Schild hauen, welchesdieser gethan und den Feind getödtet habe. Später nannten sie sichnach ihrem Stammhause Spiller, im Fürstenthuine Jauer gelegen. Siezerfielen in die Linien Matzdorf und Schosdorf; ausserdem sind Jons-dorf, Langen-Oels , Steinbach, Stöckicht, Lauterseifen im Jauerschenu. s. w., alte Besitzungen dieser Familie. — Im 14. Jahrhundertekommen mehrere angesehene Ritter aus diesem Geschlechte an demHofe der Fürsten zu Liegnitz vor. — Christoph v. Spiller war imJahre 1549 f'ürstl. Stallmeister zu Liegnitz. — Joachim Heinrich v. S.war am Anfange des vorigen Jahrhunderts Landesältester der Fiir-stentliiimer Schweidnitz und Jauer. Er erscheint als der Letzte odereiner der Letzten seines Geschlechts.
Die v. S. führten im rothen Schilde eine weisse Lilie, und dar-unter eine weisse Rose, auf dem Helme einen weissen Mühlstein , dermit drei rothen und drei weissen Straussfedern besteckt ist. Die Helm-decken rotli und weiss. Siebmacher, I. S. (38.
Spittäl (Spittael), die Herren von.
Ein altes, vornehmes Geschlecht im Münsterschen. — Ein Majorv. Spittael, aus dem Münsterschen, stand 1792 in dem Regimente v.Grävenitz in Bayreuth und später im 3. Musketierbataillon desselbenRegiments, zuletzt v. Zweiffei. — Seine Tochter ist die Gemahlindes Herrn v. Bredow auf Wagenitz im Havellande. Eine Linie die-ses Hauses schreibt sich auch Spittael oder Spitahl zu Krechting.M. s. den Art. v. Spiessen.
Spitznas, die Herren von.
Dieses Geschlecht gehört zum ältesten Adel in Thüringen; Ritteraus demselben kommen im 11. Jahrhunderte vor. Eine Linie warauch im Magdeburgischen begütert. In der Armee haben mehrereEdelleute dieses Namens gedient. Ein v. Spitznas starb am 10. März1795 als Oberst und Commandern' der Feldjäger. Er war mit einervan der Velde vermählt. Ein Sohn aus dieser Ehe stand 180(3 im Jä-gerregimente und ist jetzt Major v. d. Armee, Ritter des Verdienst-ordens und des eisernen Kreuzes.
Die v. Spitznas führen ein schräg getheiltes schwarz und silbernesFeld, in letzterem stehen fünf schwarze Spitzen. Auf dem Helme dreiStraussfedern (schwarz, weiss, schwarz). Zedier, 39. Bd. S. 294.Brückner, 1. Th. 3. St. S. 227. Gaulle, I. Tb. S. 1750, V. Meding,1. Th. No. 817. Siebmacher, 1. Th. S. 168.
Stach, die Herren von.
Stach v. Golzheim ist der Name eines alten, im vorigen Jahr-hunderte noch reich begüterten, adeligen Geschlechts in der l'rovinz