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Spiegel.
Vaters Schwester:
Sophie, geb. den 17. Septbr. 1763, Stiftsdame in Gerresheim.
Das ursprüngliche Familienwappen zeigt einen rothen, gekrönten,rechts schreitenden Hahn im silbernen Felde; derselbe wiederholt sichwachsend uud mit ausgebreiteten Flügeln, von denen jeder mit demganzen Wappenschilde belegt ist, auf dem gekrönten Helme.
Das grälliche Wappen ist quadrirt. Die Fehler 1 und 4 zeigendas Stammwappen, die goldenen Felder 2 und 3 sind mit drei rothenWecken (oben zwei, unten eine) belegt. Das Schild trägt eine neun -perlige Grafenkrone; über derselben sind zwei gekrönte Helme ange-bracht. Der erste Hehn ist der ursprünglich v. Speesche, über demzweiten schwebt zwischen zwei rothen Adlerlliigeln das 2te Wappen-feld mit den Wecken belegt.
Spiegel, die Grafen, Freiherren und Herren von.
1) Die v. Spiegel gehören zum uralten und vornehmsten Adelin Niedersachsen. Schon um das Jahr 1195 starb Wiltcldnd Spiegelzu Bekelsen als gefürsteter Abt zu Corvey. — Seit Jahrhundertentheilen sie sich in die Linien Bekelsen und Desenberg oder Diesen-berg. Die erstere verwaltete das Erbmarschall-, die letztere das Erb-schenkenamt im Stifte Paderborn. — Heinrich Spiegel zu Desenbergging im Jahre 1368 als Bischof zu Paderborn mit Tode ab. — Phi-lipp Konrail Spiegel zu Desenberg war 1709 Domdechant und bischöf-licher Sacellanus zu Osnabrück. — Johann Karl S. lebte um dieselbeZeit als fürstl. hessen-casselscher Oberstallmeister. — Kaspar S. lebteum das Jahr 1718. Er war Generallieutenant und Oberjägermeister.— In demselben Zeiträume war Klaas Dietrich zu Desenberg hessen-darmstädtischer Generalmajor und Commandant von Giesen. — Gos-win Anton Spiegel zu Desenberg-Canstein war im Jahre 1739 Domherrzu Münster, und Kaspar Otto Hermann Joseph S. aus demselben HauseDomherr zu Hildesheim. — Im Jahre 1792 lebte Frans Wilhelm,Freiherr S. zu D., als königl. preuss. Kammerpräsident und Domherrzu Hildesheim und Münster; Clemens Philipp, Freiherr v. S. zu D.,als Domherr zu Paderborn ; er starb als ehemaliger Archidiakonus undGeheimer Rath am 20. Juni 1813, und Ferdinand v. S. und Cansteinals Domherr zu Osnabrück und Münster. — Der Bruder des heuti-gen Grafen Kaspar Philipp, Graf Ferdinand August v. Spiegel zum D.Canstein, geb. den 25. Decbr. 1764, gelangte zu der hohen geistlichenWürde eines Erzbischofs von Cöln, Legats des apostolischen Stuhlesund königl. preuss. wirklichen Geheimen Raths. Er starb am 2- Au-gust 1835. — Die Schwester desselben, Alexandrine, geb. 1772, wardes vormaligen hochadeligen Stifts zu Borgborst Pröpstin. — DerBruder und das gegenwärtige Haupt der grällichen Familie ist GrafKaspar Philipp Spiegel zum Diesenberg-Hanxleden, Herr der Herr-schaften Canstein, Ober- und Niederklingenburg, Hanxleden und Be-ringhausen, geb. den 8. August 1776, k. k. Kämmerer, wirklicher Ge-heimer Rath, Ilofrath , ausserordentlicher Gesandter und bevollmäch-tigter Minister am königl. baierschen Ilofe. Er ist mit Marie Chri-stine Ghislena, geb. Freiin v. Bartenstein, vermählt, aus welcher Ehezwei Söhne und eine Tochter leben.
2) Eine gleichnamige adelige Familie in Schlesien, welcher dieGüter Gr. und Kl. Gaffron gehörten. Aus derselben war Melchior v.Spiegel im Jahre 1664 Landhofrichter und Landesältester im Fiirsten-thume Wohlau.