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Spannlicim
Sparre.
wächst eine, eine rothe Rose haltende, Bärentatze, auf dem mittlemliegt ein roth und silberner Bund, und darauf ein gekrönter schwarzerAdlerhals. Auf dem 3ten liegt ein roth und goldener Bund, der mitzwei silbernen AdlerfUigeln besetzt ist. Auf jedem Flügel liegt eingoldener Schrägbalken, mit drei goldenen Ringen belegt. Zwischendiesen schwebt ein einzelner goldener Ring. Die Decken rechts rothund silbern, links roth und golden.
Spannlicim, Freiherr von.
Der König Friedrich I. erhob im Jahre 170*2 den wirklichen Ge-heimen Rath und Ambassadeur in Paris und später in London, Eze-chiel Spannheim, in den Freiherrnstand. Er war aus der Pfalz gebür-tig, wurde Professor zu Genf, dann Hofmeister des Kurprinzen Karlv. d. Pfalz, kurpfälzischer Gesandte in Rom, im Haag und in London.Im Jahre 1679 trat er in die Dienste des Kurfürsten Fried. Willi, vonBrandenburg. Sein Tod erfolgte zu London am 7. Novbr. 1710. Seinevortreffliche Bibliothek kaufte König Friedrich I., sie bildete seitdemeinen nicht unwichtigen Bestandteil der königl. Bibliothek zu Berlin.Das ihm beigelegte Wappen besteht aus einem ovalen, gespaltenenSchilde. Im rechten goldenen Felde steht ein halber rother Adler, dielinke silberne Seite ist mit vier gegen die Mitte zu laufenden schräggezogenen blauen Spitzen belegt. Das Schild wird von einer Frei-herrnkrone bedeckt. Klapproth, S. 370.
Sparre, die Grafen und Herren von.
Durch 700 Jahre blühte in den Marken die aus Schweden in diediesseitigen Lande gekommene Familie der v. Sparr, aus welcher derkaiserl. Generalfeldzeugmeister Georg Ernst (venu, mit einer v. Bredow)vom Kais. Ferdinand III. im J. 1654 in den Grafenstand erhoben wurde;diese Erhebung ward von brandenb. Seite am 2*2. Jan. 1672 anerkannt.Bei uns kommt zuerst Christoph Sparr um das Jahr 1550 als kurbran-denburgischer Oberhofmarschail vor. — Rudolph v. Sparre bekleidetenoch um das Jahr 1630 die Würde eines obersten Kanzlers beim Kur-fürsten von Cöln. — Georg Ernst , der kaiser. Feldzeugmeister, wel-cher, wie wir schon anführten, die Reichsgrafenwürde an sein Hausbrachte, wurde der Stifter der böhmischen Linie dieses Hauses. —Bei uns ist das Geschlecht zu hohem Ruhme gelangt durch Otto Chri-stoph, Freiherrn v. S., der als Generalfeldmarschall, Geheimer Kriegs-rath, Obergouverneur der kurmärkischen, hinterpommerschen und hal-berstädtischen Festungen, Oberster zu Ross und zu Fuss u. s. w., am9. Mai 1668 starb. In Berlin besass der Feldmarschall das ehemaligeHaus der Bischöfe von Lebus. Sein Bildniss ist in dem gegenwärti-gen königl. Postgebäude in Stein gehauen. — Von den frühem Be-sitzungen des Hauses nennen wir nur Trampe, Prenden, Lanke, Utz-dorf und Lichtersfelde. In der Uckermark besassen sie Greifenberg,Günthersberg und Steinhöfel. Sie sind jetzt sämmtlick in andern Hän-den , und es leben nur noch wenige Mitglieder dieses alten hochbe-rühmten Hauses. — In Pommern besitzt eine Gräfin v. Sparr einenAntheil des Gutes Schönwitz. Bei dem Leibkarabinierregimente standein Major, Graf v. Sparr, der im Jahre 1813 a. D. gestorben ist. Erwar aus der Uckermark. — Bei dem Dragonerregimente v. Brüsewitzstand 1806 ein Graf v. S., der im Jahre 1815 Lieutenant eines Gar-nisonbataillons war, und, soviel uns bekannt ist, beim Zollwesen eine