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Seifertitz.
dolph von Habsburg angestellten Turniere zugelassen. — Schon imJahre 1165 war Balthasar v. Seidlitz des Herzogs Boleslaus des Lan-gen in Schlesien Rath. — Heinrich v. S. der ältere war 1298 eintapferer Kriegsoberster des Kaisers Albrecht I., und Tobias v. S. 1306oberster Kämmerer im Königreiche Böhmen. — Im Jahre 1499 warHans v. S. Landeshauptmann der Fürstenthiimer Schweidnitz undJauer. — Melchior v. S. war 1557 Hofrichter zu Schweidnitz. — Chri-stoph v. S., der um das Jahr 1640 lebte, vermachte seine reichhaltigeBiickersammlung der Bibliothek zu St. Maria Magdalena in Breslau. —Im Jahre 1714 war Kaspar v. S. königl. polnischer und kursächsischerGenerallieutenant. — Das älteste Stammhaus der v. S. in Schlesienist Schönfeld im Schweidnitzischen. Auch sind Koske, Rinnersdorf iinLiegnitzischen, Töppelwude im Münsterbergischen, Strelitz, Ilöni-gern, Briese, Simsdorf, Karoschke, Maliau, Leipe im Oelsischen,Schmolwitz, Gohlau im Breslauischen Ii. s. w., alte Besitzungen derv. S. — Die v. S. theilten sich in die Häuser Kapsdorf, Bielau,Schmitzdorf, Krina, Struse, Burkersdorf, Grünau, Schmelwitz, Kratz-kau, Geitendorf, Zuckel u.s.w. — Ferdinand Sigismund , FreiherrY. S. auf Gr. und Kl. Golau, Ilartinannsdorf u. s. w., war 1806 Chef-präsident der Oberamtsregiernng, des Consistorii und des Pupillencol-iegiums in Breslau. — Der Sohn desselben, Heinrich Ferdinand Sigis-mund , Freiherr v. S. und Gohlau, besitzt jetzt Schmelwitz. — KineLinie dieses Hauses schreibt sich noch in der Gegenwart Seidlitz-Kurtzhach. Sie hat sich in der Provinz Posen ansässig gemacht, undist heute noch daselbst begütert. Der Stammherr dieser Linie ist I'elcr,Freiherr v. Kurtzbach - Seidlitz. — Grocho, Pobelwitz und Schermei-sel sind alte Besitzungen derselben. Gegenwärtig besitzt Kojistaiitinv. S. und K. die Güter Srodka, Strzysmin und Orle bei Zirke. SeinSohn, Theodor v. S., besitzt Winiec, Chwalowo und Padniewko, undKarl v. S. ist Prem. - Lieutenant im 2. Garde-Landwehr-Uhlanenre-gimente zu Berlin. — Am Schlüsse dieser Nachrichten gedenken wirnocli des Mannes, welcher den Namen v. S. zu hohem unvergängi-chcm Ruhme gebracht hat, des Generals der Cavallerie, Chefs einesKürassierregiments, General - Inspecteurs der Cavallerie in Schlesien,Ritters des schwarzen Adlerordens, Drost zu Plotho, Krbherrn aufMinkowski in Schlesien und Schermeisel in der Provinz Posen, Frei-herrn Friedrich Wilhelm v. S. Iir war am 3. Febr. 1721 in Cleve ge-boren und starb am 8. Novbr. 1773 zu Oldau. Seine irdischen Üe-berreste ruhen unter einem Denkmal im Scldossgarten zu Minkowskibei Brieg. Varnhagen v. Ense hat ihn in neuester Zeit durch eineBiographie verherrlicht.
Die v. S. führen im silbernen Schilde drei rothe über einanderliegende Fische, und auf dem Helme zwischen zwei Biilfeihörnern, wo-von das rechts roth, das links silbern ist, zwei übers Kreuz gelegteLanzen mit einem silbernen und einem rothen Fähnlein. Die Helm-decken sind silbern und roth. M. s. Siebmacher, I. S. 56. Sinapius,1. S. 880 u. f. II. S. 997 u. f.
Seifertitz (Seyfertitz), die Freiherren von.
Ein altes freiherrliches Geschlecht, das in Preussen einheimischund von da aus auch in Sachsen ansässig geworden ist. Die Frei-herrenwürde erwarb Georg Hunibald v. S. am 9. Septbr. 1711 mittelstDiplom des Kurfürsten Friedrich August von Sachsen, als Reichsverweser.Stauchau, Weistrupp, Alsdorf und Glanbitz, sämmtlich im ehemaligenKurkreise gelegen, sind alte Besitzungen dieses Hauses. In der preuss.