Schwarzenau — Scliwcinichcn. 201
1) Die von Schwarz und Obersdorf (Oberdorf), die in Schlesien lindPolen ansässig waren und im silbernen Schilde drei rothe Rosen fuhren,
2) Die v. Schwarz in Thüringen. Einem Zweige dieser Familiegehörte im Anfange des vorigen Jahrhunderts der schöne Rittersitz Ho-henthurm bei Halte. — Friedrich Frans v. Schwarz, königl. preuss.Geh. Rath, war 1715 Herr auf Hohenthurm; sein Sohn, Karl Auijmtv. Schwarz, starb 17?? als Generallieutenant, ehemaliger Chef einesInfanterieregiments und Gouverneur von Neisse. Er war ein sehrbrauchbarer, tapferer, von König Friedrich IL sehr geschätzter Stabs-offizier. Sein Leben ist ausführlich beschrieben im Gen. inilit. Taschen-kalender. Berlin. Jahrg. 1780.
Sekwarzenau, die Freiherren von.
Joachim Lnduiiy , Freiherr v. Schwarzenau, war der Führer derStimmen mehrerer fürstlichen Häuser auf dem Reichstage zu Regens-burg. Auch König Friedrich II. ernannte ihn im Jahre 17(30 mit Bei-legung des Charakters eines Geheimen Kriegsratlies zu seinem Comi-tialgesandten, und im Jahre 1787 zum wirklichen Geheimen Staatsmi-nister. Er starb noch in demselben Jahre. Sein Solm , der Oberst v.Schwarzenau, der im Jahre 1S25 als ehem. Oberbrigadier der Gens-darmerie starb, war in Regensburg geboren. Er stand bis zum Jahre1806 in dem Kürassierregimente v. Reitzenstein. ■— Ein Sohn dessel-ben ist der Prem.-Lieut. im Garde - Kürassierregimente v. Schwar-zenau. Derselbe besitzt ein Gut an der Grenze der Neumark und derProvinz Posen.
Die Freiherren v. S. führen ein quadrirtes Wappen. Die Felder1 und 4 sind in Blau und Gold quer getheilt. Im 2ten und 3ten rothenFelde ein silbernes oben spitz zugehendes Blatt an einem Stiele. Die-ses Schild trägt zwei Helme, auf dem Isten steht ein gekrönter gol-dener Greif, auf dem 2ten ein Cardinalshut.
Seilwcder (dern), die Herren von.
Eine adelige Familie in Pommern, die noch zu Anfange diesesJahrhunderts daselbst begütert war; namentlich gehörten ihr die GüterTodenhagen und Datjow im Fürstenthume Camin. Ihr gehörte derOberst und Generaladjutant v. S., dessen Tochter die Grossmutterder Gebrüder v. Humboldt war, ferner der frühere Adjutant des Prin-zen Louis von Preussen, Ritter des Verdienstordens, Major v. Schwe-dern an, der 1806 im Regimente v. Kalkreuth diente, 1815 als Oberst-lieutenant aus dem activen Dienste schied, und 1827 gestorben ist.
Ein Fähnrich v. Schweder im Regimente v. Winning fiel 1800 auf demFelde der Ehre.
Diese Familie erhielt im vorigen Jahrhunderte eine Erneuern n«'ihres Adels. Sie führt im blauen Schilde oben zwei goldene Sterneund unter denselben einen goldenen Sparren. In dem letztern ist aufgrünem Hügel ein aufrecht stellender Hirsch. Auf dem gekröntenHelme wiederholt sich der Hirsch wachsend zwischen zwei Adlorllii-geln, die mit den Sternen belegt sind.
Scliwciniclien, die Herren von.
Ein altadeliges Geschlecht in Schlesien, dessen Stammhaus Schweinoder Schweinhaus bei Bolkenhayn liegt. Noch zu Anlange dieses Jahr-