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Schnlenlturg.
I. Kurl August Bernhard, grossherzogl. hessischer wirklicher Ge-heimerrath und Gesandte am königl. preuss. Hofe, geb. den 14. Jan.1752 and gest. den 9. August 1833. Er war mit Fräulein HenrietteVitzthum v. Eckstedt vermählt und hinterHess drei Söhne. Der älteste,Louis, vermählt mit Fräulein v. Köliehen-Bibran, aus dem Hause lleis-sig, lebt als verabschiedeter k. k. österreichischer Rittmeister auf sei-nen Gütern in Schlesien. Der zweite, Ernst, Kammerherr Sr. Maj.des Königs, dienstthuend bei Ihro K. H. Prinzessin Karl von Preussen.Der jüngste,' Karl, vermählt mit Fräulein v. Blumenthal aus demHause Warzin, ist königl. preuss. Assessor bei der Regierung zu Steltin.
II. Ernst Johann Friedrich, königl. preuss. General der Infanterie,geb. den 29. Novbr. 1753, gest. den 11. Febr. 1827. Er war vermähltmit Fräulein Theodore v. Schweinitz, aus dem Hause Braunau, undhinterliess zwei Söhne. Der älteste, Karl, ist königl. preuss. Lieut.im 10. Infanteriereg. Der jüngste, Emst, ist königl. preuss. Lieut.im 34. Infanterieregimente.
Das Wappen der Familie ist ein quadrirtes Schild, das mit einemschwarzen, von der obern Rechten zur untern Linken laufenden Schräg-balken belegt ist, so dass dieser das leere silberne Feld 1, und dasleere silberne Feld 4 durchschneidet; in dem 2. rothen Felde liegt einlinks schräg gestellter silberner Anker, und in dem 3. goldenen Feldeist ein blauer Adlerliügel mit einwärts gekehrten Sachsen dargestellt.Das Ganze ist mit einer freiherriiehen Krone bedeckt.
Seil Ulenburg, die Grafen von der.
Dieses vornehme Geschlecht, dessen Ursprung sich in das Dunkeldas Vorzeit verliert, und aus dem eine lange Reihe hochverdienterMänner hervorgegangen sind, lassen einige Schriftsteller aus Geldernstammen. Es soll mit den Sennonen, (He Kaiser Karl der Grosse ge-gen die Hunnen und Slaven schickte, nach der Mark Brandenburg ge-kommen sein, sich ursprünglich von Geldern geschrieben, das National-wappen, drei rothe Greifsklauen im silbernen Schilde, geführt und dasjetzt öde Scldoss Schulenburg, unweit Stapenbeck an der Jeetze, ge-baut haben. In der Mark Brandenburg besitzt es schon seit Jahrhun-derten das Erbküchenmeisteramt. Unter den Vorfahren dieses berühm-ten Geschlechts zählt man vier General - Feldmarschälle, 25 Generäle,3 Heermeister des Johanniterordens, 6 Staatsminister, 4 Bischöfe und48 Landeshauptleute. — Aus Urkunden geht hervor, dass 1 fernerv. d. Schulenburg der Stammvater des ganzen Geschlechts sei. Er starbim Jahre 1119 in dem ersten Kreuzzuge in Palästina zu Akron. —Seine Nachkommen wurden schon im Jahre 1204 mit dem StammguteBetzendorf, das noch jetzt in ihren Händen ist, belehnt. Ferner ka-men von den andern Besitzungen Appenburg im Jahre 1351, Hohen-wartensleben und Angern 1448, Altenhausen und Emden 1454 u. s. w.an das Haus. — Dietrich v. d. S., Bischof von Brandenburg, verwal-tete (Ueses hohe Kirchenamt von 1349 —1393. Er war zugleich einerder höchsten Staatsdiener Kaiser Karls IV. Nach und nach verbrei-tete sich das Geschlecht in vielen Linien und Häusern in der Altmark,im Magdeburgischen, Lüneburgischen, Braunschweigischen, in Pom-mern, in der Niederlausitz, in Schlesien, u. s. w. Ein Zweig Hesssich auch im Luxemburgischen nieder, erlangte daselbst die Erbmar-schallwürde, erwarb später in der Champagne das Schloss Montdejeu,und starb i. J. 1671 mit dem, unter dem Namen le Mareclial de Schulem-bourg de Montdejeu berühmt gewordenen franz. Marschall, Gouverneurvon Berry, Ritter des Ordens vom heil. Geiste, aus, welcher in kinder-