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Schöning.
August Pcler Friedrich Sigismund v. S., geb. am 1?. März 1780,königl. Geheimer Regierungsrath, Landrath und Director des PyritzerKreises, Ritter hoher Orden, Herr auf Ueckerhof, hluscherin, Suckowund Schöningsburg.
Karl Christoph Georg Leopold v. S., Bruder des Vorigen, Majora. D., Ritter des eisernen Kreuzes, vermählt mit Veronica v. Sydow,deren Tochter, Francisco , Gemahlin des Majoratsherrn v. Flemmingzu Bassenthin in Pommern ist. Zwei Söhne, Karl und August, stu-diren in Berlin.
III. Ans dem Aste oder Hause Pumptow - Tamsel war der be-rühmte Generalfeldmarschall, wirklicher Geheimer Staats- und Gehei-mer Kriegsrath, Obercoinmandant aller sächsischen Festungen und Rit-ter hoher Orden, Hans Adam v. S., geb. am 1. Octbr. 1041 zu Tam-sel, einer der merkwürdigsten Männer seiner Zeit, der zuerst durchseine Reisen , seinen Streifzug auf den Galeeren des Maltheserordens,durch seine dem Hause Kurbrandenburg geleisteten Dienste als Feld-herr, in Pommern, auf Rügen, am Rhein, in Ungarn, wo erdenOberbefehl der brandenburgischen Hülfstruppen hatte und sich hohenKriegsruhm, die besondere Anerkennung des Kaisers, namentlich durchseinen Antheil an der Belagerung, dem Sturme und der Eroberungvon Ofen i. J. 1086 erwarb; am Rhein gewann der Feldmarschall v.S.am 3. März 1689 das Treiben bei Ordingen. Noch in demselben Jahreverwechselte der General v. S. den knrfürstl. brandenburg. Dienst mitdem kurfürstl. sächsischen, in dem er zu den oben angegebenen Win-den gelangte. Er starb am 28. August 1696 zu Dresden und hinter-liess mehrere Söhne, von denen der dritte, Hans Ludwig v. S., königl.polnischer Oberst und Kammerherr, die väterlichen Güter ererbte.Seine Gemahlin, Juliane Charlotte, Grälin v. Dönhoff, gebar ihm nureine Tochter, Eleonore Luise, die sich im Jahre 1723 mit dem General-lieutenant v. Wreech vermählte, und ihre Güter lielen an ihre Toch-ter, Friederike Sophie, die sie ihrem Gemahle, den? Grafen Stanislausv. Dönhoff, zubrachte. Die übrigen Söhne des Feldmarschalls starbensämmtlich in der Jugend; einer von ihnen, Karl, war als Domherrzu Halberstadt eingeschrieben. Auf diese Weise ist der dritte Astoder das Haus Pumptow-Tamsel erloschen. Das thatenreiche Lebendes Generalfeldmarschalls v. S. hat der Hofmarschall v. Schöning imLaufe dieses Jahres, mit vielen Specialien zur brandenburg. Kriegs-geschichte bereichert, in Berlin bei Liideritz, in Druck gegeben.
IV. Aus dem Hause Schönrade - Blumenfelde gingen als tüchtigeMänner hervor: der Oberst und der General Christoph Friedrich, Va-ter und Sohn, v. Schöning auf Schönrade, von denen namentlich derErste grosse Kriegserfahrung besass. Des Letztem zweiter Sohn,Karl v. Schöning, liel als einer der tapfern Streiter bei Haynau inder Eigenschaft eines Majors und Commandeurs der Garde-Caval-lerie 1813.
Das Wappen der v. S. in Pommern und in der Neumark zeigtan der linken Seite des silbernen Schildes ein grünes Gebüsch , auswelchem ein rother achtendiger Edelhirsch hervorspringt. DasselbeBild wiederholt sich auf dem gekrönten Turnierhelme. Die Deckensind silbern und roth.
Man sehe über diese Familie hauptsächlich Geschichtliche Nach-richten von dem Geschlechte v. Schöning und dessen Gütern. Ber-lin, 1830. Ausserdem vergl. v. Hagen, Beschreibung des Geschl. d. V.Ucbtenhagen, Tab. V. Micraelius, VI. Buch, S. 373 u. f. Gauhe, I.S. 1628. 11. S. 1052 — 56. Das Wappen giebt Siebmacher, V. S. 160.v. Aleding beschreibt es I. No. 778.