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Schmidt,
Seilinidt, die Herren von.
In <len diesseitigen Staaten sind viele adelige Familien dieses Na-mens, die tlieils dem altern Adel angehören, theils in neuerer Zeiterst geadelt worden sind. Zu dem altern Adel gehören die v. Schmidtauf Altenstadt, die v. Johann Fahricius abstammen, der im Jahre 1064wegen seiner im Tiirkenkriege bewiesenen Tapferkeit vom Kaiser Ma-ximilian II. einen Wappenbrief erhielt, und Kaiser Rudolph II. erhobim Jahre 1577 die Söhne des erwähnten Johann Fahricius in den Rit-terstand, Ein Nachkomme von ihnen, Johann Georg Schmidt v. Al-tenstadt, erhielt am 23- Febr. 1713 vom Kaiser Karl VI. ein Erneue-rungsdiplom, — Dieser Familie gehörte der im Jahre 1814 verstor-bene königl. preuss. Major v. Schmidt an, der früher in der 2. war,schauer Fiisilierbrigade stand. Noch gegenwärtig stehen Mitgliederdieser Familie in der Armee, M, s. Biedermann, Tab. (50 — 62. Hil-ter v. Lang, 534.
Unter dem schlesischen Adel kommen im 17. Jahrhunderte c'ieSchmidt v, Schmiedefeld vor, die im briegschen Fiirstenthume begü-tert waren. Sinapius, IL S. 972. Zedier, 35. S. 362. Gauhe, I. S. 5)7.
Im Magdeburgischen kommen die Schmidt v. Schmidtseck um dasJahr 1650 vor. Gauhe, I. S. 557. Zedier, 35. S. 362.
In Bommern war eine Familie v. Schmidt, die schon im voiigcnJahrhunderte wieder erloschen war. Brüggemann, 1. Th. 9. llauptst.
Eine im vorigen Jahrhunderte in den Adelstand erhobene Familiev. S. führt im silbernen Schilde eine rothe Strasse, die mit einem be-sondere kleinen blauen Schilde belegt ist, worin ein schwarzer Schmie-dehammer liegt. Derselbe wiederholt sich zwischen zwei schwarzenAdlerflügeln auf dem Helme.
Im preuss. Ileere haben verschiedene Edelleute dieses Ramensmit grosser Auszeichnung gedient. Vorzüglich nennen wir unter die-sen den Generallieutenant v. d. A. II. 0. v. Schmidt zu Berlin, dereine lange Reihe von Jahren mit ununterbrochener Thätigkeit im ko-nigl. Artilleriecorps diente, sich bei allen Gelegenheiten als einen ebenso tapferen, als kenntnissreichen Führer seiner Waffe bewährte, uidmit vielen wohlverdienten Orden geschmückt, im Jahre 1824 als Ga-nerallieutenant in den Densionsstand trat, nachdem er zuletzt Inspic-teur der ersten Artillerie - Inspection gewesen war. Den IVIilitair — Ver-dienstorden erhielt der würdige General nach der Rückkehr von eherSendung nach Konstantinopel im Jahre 1792, und für die Schiach'beiLeipzig wurde ihm derselbe Orden mit Eichenlaub geschmückt verlie-hen, das eiserne Kreuz 1. Classe hat er sich ebenfalls bei Leipzig' er-vvorben. Der König Friedrich Wilhelm II. hat ihm am 2. Märs 1792ein Adelsdiplom verliehen. Sein Wappen besteht in einem blauenSchilde, worin ein schwarzer gekrönter Adler auf grünem Hü^el, dereinen Wurfspiess in den Krallen des linken Fusses hält. Neoen die-sem steht ein silberner Halbmond, und in der Nähe des Schnabels eingoldener Stern. Auf dem gekrönten Helme steht der Kopf aines rothgekleideten Türken zwischen einem Palmenzweige und einer goldenenund silbernen Fahne. — Ein Generalmajor v. Schmidt a. P. trägt denMilitair-Verdienstorden (erworben im Jahre 1794 bei Inowlotz) unddas eiserne Kreuz 1. Classe (erworben bei Joinvilliers). — Im activenDienste steht gegenwärtig der Generalmajor und Commandern' der 2-Landwehrbrigade in Danzig, Ritter mehrerer Orden, namentlich deseisernen Kreuzes I. Classe (erworben im Jahre 1814 vor Arnheim inden Niederlanden). — Bei dem preuss. Forstwesen ist gegenwärtigein v. Schmidt Forstinspector zu Gumbinnen, ein anderer Rendant beider Forsteasse zu Berlin.