Sallet — Salmuth. 143
Jescliütz, Zessel, Buselwitz, Poln. Wiirbitz, Laserwitz, Ramisclian,Brusewitz und Ruks im Oelsischen, Ober-Polysen, Arnsdorf, Kl. Paul-witz, Wanglawe, Belkawe im Wohlauischen, Dalbersdorf und Neugutim Wartenbergschen, Peterwitz im Troppauischen u. s. w. — Ausdem Hause Grossgraben erwarb ein Zweig in der Person des Kam-merherrn v. Saliscli ain 0. Novbr. 174 t die grätliclie Würde. — Kurlftriist , Graf v. Saliscli und Nassengriff, war königl. Gebeimer Justiz—ratli, herzog!, kurländischer Heg.-Präsident und Landeshauptmannzu Wartenberg, Herr auf Dalbersdorf und Neugut. Diese Güter ge-holten noch in neuester Zeit seiner Tochter, einer verwitlweten vonSichard. Dieser Geheime Justizrath wurde am 15. Octbr. 1780 inden Grafenstand erhoben. Ans dem Hause Grossgraben ist gegen-wärtig Kurl Heinrich Julius, Graf v. Saliscli und Grossgraben, herzogt,sachsen-gothaischer Oberhofmarschall und Mitgl. der königl. Akademiegemeinnütziger Wissenschaften zu Krfurt, W ittw. v. Emilie v. Studnitz. —Von den Herren v. S. besitzt jetzt der Landesälteste v. S. Nieder-Ellguthbei Gr. Strehlitz ; ein anderer Landesältester v. S. aber Jescliütz undBischdorf; ein dritter Landesältester v. S. Koschnewe bei Strehlitz.Auch bei Strehlen und bei Leobschiitz sind die v. Saliscli begütert.Ein Ast des Hauses gehört der katholischen Confession an.
Das ursprüngliche Wappen zeigt im gespaltenen Schilde im rech-ten silbernen Felde einen schwarzen Adlerflügel, im linken rothenFelde aber ein silbernes Hirschgeweih. Auf dem ungekrönten Helmestehen hinter zwei silbernen ovalen Schildern neun rolhe Fähnlein angoldenen Stangen, jedes mit einer silbernen Hose belegt. Die Helm-decken rechts silbern und schwarz, links silbern und rotli. Siebma-cher, I. S. 68.
Die beiden grätlichen Linien haben ein Mittelschild mit dempreuss. Adler den Wappenbildern ihres Hauses beigefügt. Das älteregräfliche Haus hat sein Wappen in vier Felder getheilt und damascirt,das Haus der Grafen Saliscli und Nassengriff aber hat das gespalteneSchild beibehalten. Beide gräfliche Wappen sind mit einer Grafen-krone und drei gekrönten Helmen besetzt. Auf den Helmen der älte-ren Linie sind die Salischschen Fahnen und Schilder beibehalten worden,und der mittlere trägt den Adlerfliigel und Griff. Die jüngere Linieführt den Adlerllügel und Fuss auf dem rechten, die Salischschen Fah-nen auf dem mittlem und ein weisses Hirschgeweih auf dem letztenHelme. M. s. Sinap., 1. S. 794 — 07. Gauhe, 1. S. 1470.
Sollet, die Herren von.
Edelleute dieses Namens kommen in Schlesien vor, namentlichum Frankenstein und Nimptsch. Ein v. Sallet war Ingenieuroffizierund starb als Capitain und Chef einer Pionniercompagnie 1814. Einjüngerer Bruder desselben stand 1806 im Regimente v. Malschitzkiund lebt gegenwärtig als Major a. D. in Frankenstein. Eine Schwe-ster dieser beiden v. Sallet ist Wittwe des vor einigen Jahren zuHirschberg verstorbenen Chefs eines einst sehr angesehenen Handels-hauses Daniel v. Buchs. In Preussen waren die v. Sallet im vorigenJahrhunderte begütert. Sie besassen hier die Güter Sorellen undatettenbruch.
S almutli (Salluiutli), die Freiherren und Herren von.
Diese adelige Familie stammt aus der Pfalz, von wo sie ins An-haltische und nach Preussen gekommen ist. Im 15. Jahrhunderte er-