Rödern.
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Diese v. 1?. fiiliren im grünen Schilde einen silbernen Dänin mitzwei unbelaubten und drei belaubten Aesten, und auf dem Helme zweischwarze Adlerliügel und zwischen denselben einen schwebenden sil-bernen Stern.
M. s. Allgemeines geneal. Handbuch, I. S. 748 — 50. Neue genea-log. Nachrichten 1777. 'S. 192 u. f. Spener, II. Opera herald, p. 575.Sinap., I. S. 12t u. s. f. 11. S. 187 u. s. f. Tromler, Sammlung derHistor. vom Voigtlande, S. 184. Zedier, 32. S. 258.
Rödern, die Grafen von.
Sie haben mit den Grafen v. Kolowrat einerlei Ursprung, dahersie auch wie diese ein Kad im Wappen führen. Sie sind im 12. Jahr-hunderte aus dem Voigtlande und Meissen nach Schlesien gekommenund haben sich hier ansässig gemacht. Schon auf den Turnieren zuGöttingen im Jahre 1119, zu Zürich im Jahre 1105 erschienen Kitteraus diesem Geschlechte. — Als im Jahre 1207 eine Anzahl Deutscherdem Orden in Preussen zu Hülfe kam, führte sie ein v. Köder an. —Im Jahre 1294 kommt ein v. K. als Minister des Herzogs Heinrichdes Dicken zu Breslau vor. — Dietrich und Johann v. K. zogen mitdem Markgrafen Bernhard von Baden zu dem Concil zu Costnitz imJahre 1414. — Friedrich v. R., Freiherr zu Friedland, Tost, Peiss-kretschem und Kuppersdorf, starb im Jahre 1564 als kaiserl. Rath underster königl. Kammerpräsident. — Melchior, Freiherr v. K., warkais. Rath, Kriegsraths-Präsident, Generalfeldmarschall und Comman-dant zu Raab. Er starb im Jahre 1000 und liegt zu Friedland begra-ben. In Schlesien ist eins ihrer ältesten Stammgüter das RittergutWaltersdorf im Fiirstenthume Jauer. Ferner sind Friedland und Rup-persdorf, so wie auch ICrappitz, alte Güter der Familie. Ausserdemsind Seidenberg, Rechenberg, Gr. Strehlitz, Friedersdorf, Stradum,Kornitz, Doberschdorf, die Herrschaften Spremberg, Malmitz, Kun-zendorf, Kraschen, Siegersdorf, Probsthayn, Scharfenort, Schönfeldu. s. w. alte Familienbesitzungen. Im Jahre 1669 wurde eine Liniein den Reichsgrafenstand erhoben. Die Grafen v. R. theilten sichspäter in zwei Linien , nämlich in die ältere oder oberschlesische zuKrappitz und Hohlstein, und in die jüngere oder niederschlesische zuMalmitz und Kotzenau. Die letztere erlosch im Mannsstamme am 8.Febr. 1760 mit Karl Albert, Grafen v. R., königl. preuss. GeheimenStaatsminister und Oberamts-Regierungspräsidenten zu Glogau, unddie Güter Gr. Kotzenau und Malmitz gelangten an dessen Schwester-sohn, Wilhelm Christoph Gottlob, Burggrafen zu Dohna-Schlodien. —Karl Gustav, Reichsgraf v. K. auf Krappitz u. s. w., geboren am 12.Septbr. 1691, war Oberpräsident der Oberamtsregierung in Schlesien,und wurde 1746 wirklicher Geheimer Staatsrath, 1755 aber auf seinAnsuchen der Dienste entlassen und starb 1779. — Heinrich Adolph,Graf v. R., aus demselben Hause, ein Oheim des Vorigen, war kö-nigl. preuss. Ober-Amtsregierungs- und Ober-ConsistorialpräSident inOppeln, und starb am 28. Octbr. 1759. — Der eben erwähnte GrafKarl Gustav v. R. hatte mit seiner Gemahlin, Johanna Eleonora,Gräfin v. Prösing, den Erdmann Karl, Grafen v. R., Herrn auf Hohl-stein, geb. am 13. Juni 1715, erzeugt, der sich mit Friederike Vi-ctoria, Freiin v. Schmettau, vermählte, und der Grossvater und Ur-grossvater fast aller in Schlesien lebenden Grafen v. 11. wurde; denner hatte sechs Söhne, die ihr Geschlecht weiter fortgepllanzt haben. —Einer seiner Enkel hatte sich in Preussen ansässig gemacht (in. s.weiter unten).