Rockhauscn — Röbel.
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Rock hausen, die Herren von.
Eine uralte, schon 1073 vorkommende thiiringsche adelige Fami-lie, deren Stammhaus zwischen Erfurt und Arnstadt im fiirstl. Schwarz-burgschen liegt, die aber auch bei Naumburg begütert war.
Rodbertus, die Herren von.
Eine adelige, in Pommern angesessene Familie; namentlich gehörteinem v. Kodbertus das Gut Gransebieth im Kreise Grimme.
Röbel, die Freiherren und Herren von.
Eine uralte adelige, gegenwärtig zum Theil freiherrliche Familie,die ursprünglich den Marken angehört, wo sie schon nach Vertreibungder Wenden erscheint, sicli aber auch in der Niederlausitz, Pommern,und in andern Provinzen ansässig gemacht hat. Sehr berühmt wurdeJoachim v. R., der um das Jahr 1515 geboren war und zur friedlän-dischen Linie gehörte; er war der Solin des Hans v. R. anf Friedlandund Buch, knrbrandenburg. Raths, und gelangte zu den höchsten mi-litairischen Würden in knrbrandenburg., kuisächsischen und zuletzt inkaiserlichen Diensten. In mehreren Sclilachten erwarb er sich Feld-herrnruhm, namentlich in der bei Sievershausen. Im Jahre 1572 be-suchte er als kaiserl. Feldmarschall seinen Bruder, der damals inSpandau commandirte. Bei diesem Besuche starb er im 57. Jahre sei-nes Alters, und sein Grabmal belindet sich in der dasigen Stadtkirche.Er war mit Hedwig v. Krummensee, aus dem Hause Landsberg, ver-mählt. Mehrere Söhne aus dieser Ehe pflanzten ihr Geschlecht fort. —Ludwig Philipp v. IL, ein Sohn Hans Joachims v. R., stand anfangsin sächsischen Diensten, wurde bei Pirna gefangen, trat in preuss.Dienste, gelangte zur Würde eines Generalmajors, Chefs eines Regi-ments und Ritters des Ordens pour le merite. Er starb am 21. Sept.1761 im Lager bei Katzenhäusern. — Ehrenreich v. Röbel gründeteim Jahre 1030 ein Stipendium für Studirende dieser Familie. — Am6. Novbr. 1741 erhob König Friedrich II. den Kammerherrn JohannTheophil v. R. in den Freiherrnstand. Die Familie theilt sich in zweiLinien, nämlich in die Hohen-Schönhausensche und in die friedtän-dische. — Gegenwärtig besitzt der Generalmajor v. d. A. Freiherr v.Röbel, vermählt mit einer v. Borcke, den Rittersitz Dumzin bei Cör-lin. — In den Marken besass dieses alte vornehme Geschlecht in der 'Mitte des vorigen Jahrhunderts bedeutende Güter, namentlich Gers-dorf, Hirschfeld, Wilmersdorf, Schöneich u. s. w. im Havelländischen,Schönhausen im Niederbarnimschen u. s. w.
Das ursprüngliche Familienwappen zeigt im blauen Schilde einengoldenen damascirten Schrägbalken und zwei goldene Sterne. Dasfreiherrliche Wappen ist quadrirt und mit einem Herzschilde versehen.Das Iste und 4te goldene Feld zeigt einen schwarzen, nur zur Hälftesichtbaren Adler, der den goldenen Stern auf dem Flügel trägt. DieFelder zwei und drei sind in der obern Hälfte silbern, in der unternschwarz und damascirt. Das Herzschild enthält den Röbelschen gol-denen damascirten Querbalken mit dem Sterne im blauen Felde. DasHauptschild ist von zwei geklönten Helmen bedeckt. Auf dem rech-ten ist ein schwarzer, mit dem Balken und dem Sterne belegter Ad-lerfliigel, auf dem linken ein oben silberner, unten schwarzer Adler-