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Rippen — Rittberg.
Rippen, die Herren von.
Den von Rippen gehörten in (1er Mitte des vorigen Jahrhundertsdie Güter Gablauken, Gr. Laut und Lüssinen in Preussen.
Ripperda, die Freiherren und Herren von.
Sie stammen ans Ostfriesland und haben sich von da auch in ver-schiedenen andern deutschen Provinzen, namentlich in Westphalen, Thü-ringen und in den Marken niedergelassen. Gegenwärtig ist der Majorv. d. A. und Ritter des eisernen Kreuzes von Hipperda Landrath desKreises Düren im Regierungsbezirke Aachen. Ein Oberstlieutenant v.Ripperda, jetzt a. D., erwarb sich 1S14 das eiserne Kreuz bei Lier inden Niederlanden. Das Wappen dieser Familie zeigt im goldenenSchilde einen schwarz gerüsteten Ritter auf schwarzem bäumendenRosse. Auf dem Ilehne steht der Hals und Kopf eines Esels zwischenzwei rothen Flügeln.
Rittberg, die Grafen von.
1) Die alten westphälisclien Reichsgrafen v. Rittberg oder Riet-berg , die im Jahre H>lj2 erloschen sind. Aus ihnen sind zwei I5i-schöfe von Osnabrück hervorgegangen, nämlich Konrad der ältere,der vom Jahre l2ö& bis 1295, und Konrad der jüngere, der um dasJahr 1500 diese hohe geistliche Würde bekleidete. Der letzte Grafv. Rittberg hinterliess zwei Töchter; die ältere vermählte sich mitErich, Grafen v. Hoya, später mit Simon, Grafen von der Lippe,die jüngere aber an den Grafen Enno von Ostfriesland. Des LetzterenEnkel, Graf Ferdinand Max von Ostfriesland und Rietberg, hinter-liess eine Tochter, Marie Ernestine, welche sich am 4. August 1699mit Maximilian Ulrich, Grafen v. Kaunitz, aus der mährischen Linie,vermählte, und die Herrschaft Rietberg mit der Stimme in der west-phälisclien Grafencurie ihrem Gemahl zubrachte. Ks entstand in die-ser Angelegenheit ein merkwürdiger Successionsstreit zwischen demHause Liechtenstein Gundaccarscher Linie und den Grafen v. Kau-nitz. Er wurde im Jahre 1726 mittelst Vergleichs dahin beigelegt, dassdie Grafschaft Rietberg dem Hause Kaunitz verblieb, das Haus Liech-tenstein aber als Mitbelehnter aufgenommen wurde. Der Landgraf vonHessen-Kassel, als Lehnsherr, genehmigte diesen Vergleich, ertheilteaber dem Hause Liechtenstein keine Mitbelelinung, sondern nur Even-tual-Belelmung. Im Jahre 1823 wurde von dem jetzigen Fürsten Aloysvon Kaunitz, ohne männliche Nachkommen, ein Theil der GrafschaftRietberg verkauft. Das Haus Liechtenstein machte nun von Neuemeinen Prozess anhängig, den das Haus Kaunitz bis jetzt in zwei In-stanzen gewonnen hat.
2) Die heutigen Grafen von Rittberg in Preussen und Mecklen-burg. Sie stammen aus der Ehe des letzten regierenden Grafen v.Rietberg, Johann, und dessen zweiter Gemahlin, Maria v. Sinzmann,und führten, da nach den damaligen Institutionen die Vermählung ei-nes regierenden Reichsgrafen mit einem Fräulein aus dem niederenAdel für ungleich erachtet wurde, durch eine in den Ehepacten derEltern schon gemachte Feststellung nur den Namen v. Rittberg. SieMessen sich in Preussen nieder. Gohel v. R., Erbherr auf Sassen-dorf, starb im Jahre 1693 und war mit Anna Maria v. Cubach ver-mählt, — Sein Sohn, Johann Remhert R., war mit Helene Elisa-