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4 (1842) P - Z
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Retzow Reusclicnbcrg.

Retzow, die Herren von.

In dem Amte Werdenhagen im Grossherzogthume Mecklenburg-Schwerin liegt ein Stammhaus gleiches Namens der v. R. Ein ande-res Rittergut Ret/.ow, seit Jahrhunderten ein Kigenthum der Familie,liegt im Havellande der Mark Brandenburg. Auch besass die FamilieNeubellin im Kreise Jericliow des Herzogthums Magdeburg. Sie kom-men in alten Urkunden auch unter den Namen Redsow vor. Gomarvon Redsow, ein angesehener Ritter, lebte um das Jahr 1293. II r olfFriedrich v. Retzow starb am 5. Nov. 1758 zu Schweidnitz als künigl.Generallieutenant, Commandeur der Grenadier-Garde, Intendant derkünigl. Armee, Amtshauptmann zu Schlanstädt und Oschersleben, Erb-herr auf Metelow. Ein tapferer und sehr uneigennütziger, vom gan-zen Heere verehrter Mann. Mit Charlotte Louise v. Röseler vermählt,hatte er mehrere Kinder erzeugt. Ein Neife desselben hat sicli durchein geistreiches Werk über den siebenjährigen Krieg (jedoch ohne Nen-nung seines Namens) als Schriftsteller verdient gemacht. Gegenwärtigist Wolf Friedrich v. lt. Majoratsherr auf Metelow. Die Wittwedes Feldmarschalls Grafen Kleist von Nollendorf ist eine geb. v. Re-tzow. Ein v. R. war im Jahre 1806 Landrath des Kreises Lipnoin Ostpreussen.

Die v. R. in der Mark Brandenburg führen im rothen Felde zweigegeneinander gekehrte blaue Monde, zwischen denen zwei fünfspitzigeblaue Sterne über einander stehen. Auf dem Helme sind drei mitden Spitzen in die Höhe gekehrte, neben einander aufgerichtete blauePfeile angebracht.

Die v. R. in Mecklenburg, welche schon zu Ende des 17. Jahr-hunderts mit Joachim Emst v. lt. ausgestorben sind, führten im Schildedrei Pfeilspitzen und auf dem Helme drei Straussfedern.

Rcusclienberg, die Freiherren und Herren von.

Sie gehören dem Herzogthmne Jülich an und bliiheten in vielenLinien auf beiden Seiten des Niederrheins, wo noch mehrere Ritter-güter den Namen Reuschenberg führen. Von den alten Besitzungender Familie nennen wir Setterich, Eycks, Rurich, Overbach, Hase-wort, Holtrop u. s. w. Die ordentliche Stammreihe beginnt mit Cunov, Reuschenberg, der um das Jahr 1451 lebte, und mit der Erbtoeh-ter Nesa v. Setterich vermählt war. Edmund v. R. unterzeichnetemit seinem Bruder im Jahre 1538 die Erbfolge des cleveschen Her-zogs Wilhelm im Herzogthume Geldern. Johann v. IL, jülichscherMarschall und Kanzler, wohnte mit seinem Sohne, Edmund v. R., demjiilichschen Hochzeitsturniere bei. Die freiherrliche Würde brachteein anderer Johann v. IL, Kaiser Ferdinand Hl. Kriegsrath, Feld-marschall u. s. w., der dem Kaiserhause im dreissigjährigen Kriegewichtige Dienste geleistet hatte, an sein Haus.

Die Freiherren v. 11. führen ein quadrirtes Wappen; im 1. und 4.silbernen Felde ist ein schwarzer Querbalken, worauf drei schwarzeVögel stehen, angebracht; im-2. und 3. schwarzen Felde zeigt sichein silberner Löwe. Das Schild ist mit zwei gekrönten Helmen be-setzt. Der rechte trägt ein silbernes Windspiel mit schwarzem Ilals-bande und Ringe, der linke einen silbernen wachsenden gekröntenLöwen, in der rechten Pranke ein Schwert, in der linken den Reichs-apfel haltend. Die Helmdecken sind schwarz und silbern. AI. s. Ko-bens , IL S. 236 u, f.