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Rechenberg — Recke.
Schild ist durch einen Faden gelheilt, in der obern rothen Hälfte stehen zwei gekrönte goldene Löwenkü|>fe nebeneinander, die untere istsilbern ohne Bild. Auf dem Helme wiederholt sich der gekrönte Lö-wenkopf zwischen zwei rothen Büffelhörnern.
Rechenberg, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Sie haben einerlei Ursprung mit dem vornehmen Geschlechte derv. Haugwitz, und führen desshalb auch ein gleiches Stammwappen.Gulfradus v. Rechenberg kommt um das Jahr 1Ü12 als ein angesehe-ner Cavalier im Breslauischen vor. — Michael und Klaas v. R. be-fanden sich mit dem Herzoge Ludwig II. von Brieg im Jahre 1414auf dem Concil zu Costnitz. — Hans v. R. war im Anfange des 16.Jahrhunderts ein tapferer Kriegsheld; er ward im Jahre 1534 in denFreiherrnstand erhoben und starb ein Jahr darauf in Böhmen. —Emst v. R. war im Jahre 1556 königl. Appellationsrath zu Prag. —Kaspar, Freiherr v. R-, starb 1612 als kaiserl. Rath und Landeshaupt-mann der Fiirstentliiimer Schweidnitz und Jauer. — Die v. R. theil—ten sich nach und nach in ilie Häuser und Linien Windischbora, Klitsch-dorf, Wartenberg, Carolath, Schlawe, Primkenau, Sählisch und Pirschka.Ausser diesen Stammgütern sind Stranz, Göllnitz, Neuendorf, Rosen-thal, Borkersdorf, Lorenzdorf, Schönfeld im Bunzlau-Jauerschen, Pless-witz, Zukelnik, Jonsdorf im Schweidnitzschen, Zeise, Puschke, Neu-hammer, Eisenberg im Saganschen, u. s. w. alte Besitzungen diesesHauses. — Aus dem Hause Klitschdorf und Primkenau brachte Leo-pohl Friedrich die reichsgräfliche Würde im Jahre 1703 an sein Haus.Kr war am Ende des 17. Jahrhunderts Vice-Kainmerpräsident in Schle-sien. Noch gegenwärtig sind die Freiherrn v. Rechenberg in Schlesienbegütert. — Ein Freiherr v. R. ist gegenwärtig Landrath des Krei-ses Liebenwerda. — Ein Freiherr v. Rechenberg, zuletzt Major im7. Husarenregimente, erwarb sich bei Namur das eiserne Kreuz.
Das ursprüngliche Wappen der v. R. in Schlesien giebt Siebma-cher, I. S. 52. Es zeigt im rothen Schilde einen schwarzen Widder-kopf und auf dem Helme den Widder verkürzt.
Recke, tlie Grafen, Freiherren und Herren von der.
Zu dem ältesten Adel Deutschlands, und namentlich der ProvinzWestphalen gehörig, von wo sie sich nach Pommern, Kurland, Preus-sen und in andere östliche Provinzen gewendet haben, verliert sichihre Geschichte bis in das Dunkel der Vorzeit. Wenige Namen spre-chen so deutlich den edlen Ursprung aus, als dieser, da die altenDeutschen mit dem Namen Recke einen Hehlen oder tapfern Mannbezeichneten. Schon Karl der Grosse verlieh diesem Geschlechte dieKrone als Helmschmuck. Unter den Vorfahren der Familie, die sichin früheren Zeiten nach ihren Gütern Reck, dem eigentlichen Stamm-hanse in der Grafschaft Mark, Volmerstein, Hersen, Steinfurt, Wittenund Stockhausen schrieben, glänzen viele in den höchsten weltlichenund kirchlichen Würden. Vlieodor Adolph v. d. R. gelangte im Jahre1650 zum Bisthum Paderborn. — Ein anderer v. d. Reck war Bischofvon Dorpat. — Ein Ritter v. d. R. gelangte zu einer hohen Stelle beimdeutschen Orden, und ein vierter v. d. R. war Reichshofrathspräsident.Ein Freiherr v. d. IL erhielt am 14. Dec. 1709 vom Könige Friedrich f.ein Anerkennungsdiplom seiner altfreiherrlichen Würde. — Gerhardv. d. IL, Freiherr zu Witten, lebte im Jahro 1718 als königl. preuss.