Pastar — Putbus.
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rvsche Wappen zeigt in der obern silbernen Hälfte einen lialben schwar-zen Adler mit goldenem Schnabel und rother Zunge. In der unternblauen Hälfte ist ein goldener Sparren angebracht; in den obern Win-keln dieses Feldes liegen zwei silberne Muscheln, zwischen dem Spar-ren aber in der untern Hälfte des Schildes ein achteckiger silberner? Stern. Aus dem, mit einer neunperligen Krone bedeckten Helmewächst ein goldener Lowe; auch sind zwei goldene Löwen zu Schild-haltern gewählt. Die Decken rechts schwarz und silbern , links blauund golden.
Pastar, die Herren von.
Man vergleiche nnsern Artikel v. Holsten, II. I5d. S. 427. Briig-gemann giebt im lsten Bande, lltem Hauptstücke, nach Klzow als Wap-penbihl dieses Geschlechts drei doppelte blaue Lilien im silbernenFelde an.
Putbns, die Fürsten und Grafen von.
Unter den jetzigen Geschlechtern auf der Insel Rügen nimmt,wegen seiner Besitzungen, das Haus Putbus den ersten Platz ein. Esleitet seinen Ursprung von den alten rügianischen Fürsten ab, undverehrt als seinen Stammvater den Stoislav, jüngsten Prinzen des Für-sten Ratze auf Rügen, der im Jahre 1140 starb. Mach einem Ver-gleiche vom Jahre 1249 wurde dem Borant von Jaromar II. das SchlossPutbus mit 15 Dörfern, die Grafschaft Streye, die Halbinsel Jasmund,u. s. w. abgetreten. Seine Nachkommen schrieben sich erst Herrenzu Gadebuschk, und später zu Putbus. Im Jahre 1390 hatte diesGeschlecht so bedeutenden Grundbesitz, dass es den dritten Theilder ganzen Insel besass; es haben sich aber die Besitzungen seitder Zeit vermehrt, und das Hans besass im Jahre 1818 118 Dör-fer. In den ältesten Zeiten kommen sie als Herren zu Putbns vor,später als Dynasten und Freiherren. Im Jahre 1483 theilten sich diey. P. in zwei Linien, nämlich in die dänische oder pridborische, undin die riigianische oder woldemarsche. Als die letztere im Jahre 1702mit Ernst Ludwig 11., der in Kurland starb, erloschen war, kam diedänische oder pridborische in den Besitz des reichen Krbtheils aufRügen. Aus dieser Linie wurde Malte, Freiherr von Einsiedelsburgund Kiorup in Dänemark am 13. Decbr. 1727 vom Kaiser Karl Vi.mit seinen Nachkommen in den Reichsgrafenstand erhoben. — EinEnkel des Erhobenen, Graf Malte II., der am 8. Februar 1787 starberlangte die, jenem im Jahre 1728 verliehene Erblandmarschallswiirdevon Neuvorpommern und Rügen. — Der Sohn des Grafen Malte If.Wilhelm Malte, erhielt am 25. Mai 1807 für sich und seine Nach-folger im Majorat vom Könige Gustav IV. Adolph die schwedischeFürstenwürde, und im Jahre 1815, als Schwedisch - Pommern an dieKrone Preussen gekommen war, von Sr. jetzt regierenden Majestäteine Bestätigung mit dem I'rädicat Durchlaucht. — Die jetzt leben-den Glieder des Hauses sind :
Fürst Wilhelm Malle, Besitzer der Fideicommissherrschaften Put-bus, Spyker, so wie der Güter Streu, Silvitz, Dartz, Siggermow, u. s. w.aut der Insel Rügen, General - Gouverneur und Erblandmarschall vonNeu-Vorpommern und Rügen, Mitglied des Staatsraths, Generallieu-tenant, Kanzler der Universität Greifswalde und Kammerherr, geb.; den 1. August 1783, vermählt seit dem 16. August 1806 mit Luisev. Zedlitz Adels-Lex. IV. 5