Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
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Printz Prittwitz.

Krokow, aus dem Hause Bolilscliau in Westpreussen. Im Jahre 1786wurde ein Graf v. Przebendowski, zu Danzig, königl. Kammerlierr.

Die v. P., so wie die Prebendowski und die v. Wilmsdorf, führenals gemeinschaftliches Wappen einen braunen Fuchs im rothen Schilde,der einen Reichsapfel zwischen den Zähnen hält. Auf dem Helme wie-derholt sich der Fuchs verkürzt.

Sie gehören der Provinz Schlesien an, wo Falkenau im Fiirsten-tkume Neisse ihr Stammhaus ist, ursprünglich aber scheinen sie ausBöhmen zu stammen, indem sie sich nach dem im saatzer Kreise ge-legenen Schloss und Städtchen Buchau, Freiherren Printz v. Buchauschreiben. Daniel, P. v. Buchau, geb. am 14. Septbr. 1546 zuLöwenberg in Schlesien, gelangte zu liolien Würden am Hofe der Kai-ser Maximilian II. und Rudolph II. und wurde zweimal als Ambassa-deur zum Czar nach Moskau geschickt. Kr starb am 12. Octbr. 1608zu Breslau. Sein Sohn, Johann, war im Jahre 1642 Statthalterder schwedischen Besitzungen in Amerika. Adam Leopold v. Printzund Buchau, Herr auf Kiihschmalz bei Grottkau, Landeshauptmanndes Fürstenthums Neisse, brachte im Jahre 1668 die freiherrlicheWürde auf sein Haus. Ausser Kiihschmalz sind auch Peterscheide,Pilwesche, Tschiltz, sämmtlich bei Neisse gelegen, alte Besitzungender v. Printz und Buchau. Kühschmalz war noch in den neuesten Zei-ten ein Besitz der Familie, und zwar gehörte im Jahre 1830 Ober-Kühsclimalz dem Baron Johann v. P., und Nieder-Kiihschmalz demBaron Ferdinand v. P. Eine Linie dieses Hauses hatte sich schonim 16. Jahrhunderte in die Pfalz gewendet und ausgebreitet; sie nanntesich daselbst v. Printzen. Aus derselben stammte Johann Friedrich v.Printzen, der im Jahre 1691 als kurbrandenburg. Generalmajor, Chefeines Regiments zu Pferde u. s. w., starb. Ein Sohn desselben warLudwig Marquard , Freiherr v. Pr., der im Jahre 1725 am 8. Novbr.als wirklicher Geheimer Staatsminister und Ritter des schwarzen Ad-lerordens starb. Im Jahre 1806 standen in dem Regimente v. Auer-Dragoner zwei Brüder v. Printz; der ältere schied im Jahre 1824 alsOberst und Adjutant beim Gouvernement in Königsberg aus dem acti-ven Dienste, der jüngere starb als Major im 5. Kiirassierregimente imJahre 1818.

Die v. P. führen im weissen Schilde einen gekrönten aufgerichte-ten golden und roth geschachteten Löwen, und auf dem Helme vierbrennende Fackeln, die übers Kreuz gelegt sind. Die Helmdeckensind golden und roth. M. s. Siebmacher, II. S. 50. Sinapius, II.S. 403. Naso in Phoenice S. 160. Conradi Sil. togata.

Die v. Prittwitz, früher auch v. Brettwitz, Breitwitz und Breide-wiss geschrieben, gehören zu dem ältesten Adel in Schlesien. Siesol-len von einem slavischen Soldaten, Namens Holub, auf deutsch Täu-ber, abstammen, der ein sehr berühmter Schachspieler war. Der Siegim Schachspiele, den er über eine Mohrenkönigin davontrug, hat dieVeranlassung zu dem Namen Brettwitz (klug oder erfahren und witzigim Brettspiel) und zu dem Wappen gegeben, welches noch heute dieFamilie führt. Sie liess sich schon um das Jahr 1103 in Polen undSchlesien nieder. Um das Jahr 1316 kommt zuerst ein Hoggerus

Printz, die Freiherren von.

Prittwitz, die Herren von.