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4 (1842) P - Z
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Poscr,

Tradition ein heldenmüthiger Soldat Namens Skuljow gewesen sein,der unter der Regierung des polnischen Fürsten Cracus einen grossenDrachen dadurch getüdtet Iiahe, dass er auf denselben ein mit Feuerund Schwefel gefülltes Kalbfell warf, wodurch der Drache in Flam-men gerieth und zerborst. Kiner von seinen Nachkommen erhielt un-ter Boleslaus, dem ersten Könige in l'olen, vom Kaiser Otto die gräf-liche Würde. Hin Sohn des ersten Grafen v. Skarbie, Otto, wurdeums Jahr 1083 Bischof zu Krakau. Wie und durch welche Bege-benheit Johann Skarbka v. Gora den Namen Habdank erhielt und derGründer seines Geschlechts wurde, haben wir in dem Artikel Habdankerwähnt. Das Stammhaus der v. l'osadowski in Schlesien ist Po-stelwitz, auf polnisch l'osadowa genannt, im Oelsischen gelegen. Siekommen anfangs auch unter dem Namen v. Postehvitz vor, und erstam Anfange des 16. Jahrhunderts nannten sie sich nach ihrem GuteY. Posadowski. Der lirste, welcher unter diesem Namen vorkommt,war Johann v. Posadowski, der im Jahre 1532 Landeshauptmann derFiirstenthiimer Oppeln und Ratibor wurde. Später theilte sich die Fa-milie in mehrere Linien, namentlich in die Häuser Lampersdorf undConstadt im Oelsischen, Rohrau, Schönfeld und Karisch im Briegschen.Ausserdem erwarben die v. P. noch Galwitz und Zantoch im Oelsi-schen, Gross-Schweinern, Eckersdorf, Neu-Vorwerk, Eichberg, Mach-nitz, Brinica u. s. w. Hans Ernst v. Posadowski, Herr auf Eckers-dorf, kaiserl. Rath und Landeshauptmann des Fürstenthums Brieg,wurde am 26. Mai 1705 mit dem Zunamen v. Postelwitz in den Frei-herrnstand erhoben. Einer seiner Nachkommen, Karl Friedrich,Freiherr v. Posadowski, erhielt für sich und die Nachkommen seinesältesten Sohnes im Jahre 1743, den 20. Januar, die preuss. Grafen-würde mit dem Zusätze v. Wehner. In der preuss. Armee sind zuhohen Würden gelangt: der in den Grafenstand erhobene Karl Frie-drich v. P., welcher am 7. April 1747 zu Wrietzen an der Oder alskünigl. preuss. Generallieutenant, Chef eines Dragonerregiments, Rit-ter des schwarzen Adler- und des Militair-Verdienstordens u. s. w.,starb. Christ. Wilhelm Sigismund, Freiherr v. P., starb ebenfalls alsGenerallieutenalit, Chef eines Dragonerregiments und Ritter des Or-dens pour le merite, zu Ende des vorigen Jahrhunderts. Das gräf-liche Haus steht gegenwärtig auf zwei Augen, nämlich auf Karl, Grafv. Posadowski - Wehner auf Blottnitz in Oberschlesien, vermählt 1) miteiner v. Beyer, 2) mit einer Grälin Bethusi.

Sinapius beschreibt das Wappen folgendermassen: Das ursprüng-liche Wappen der v. P. zeigt im silbernen Schilde ein doppeltes an-einanderhängendes blaues V (besser ist die Bezeichnung eines eckiggeschobenen Querbalkens), und auf dem Helme einen gekrönten wach-senden silbernen Löwen. Die Decken sind silbern und blau. M. s.Siebmacher, II. S. 47.

Die Freiherren v. P. führen oder führten zwei Helme, nämlichden oben beschriebenen, und auf dem zweiten ein silbernes wachsen-des Boss.

Dem gräflichen Wappen ist noch ein mittlerer Ilelm hinzugefügt,auf dem der gekrönte preuss. Adler steht. M. s. Sinapius, I. S. 721.Biogr. Lex. aller Helden u. Militairpers. S. 106 u. f.

Poscr, die Herren von.

Die Familie v. Poser gehört zu dem ältesten Adel in Schlesien,und ist mit den vornehmsten Familien daselbst verwandt. Die nochgegenwärtig in verschiedenen Zweigen in Schlesien blühenden v. Po-