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Pollmann — Ponickau.
in iler Lausitz, in den Marken und in Preussen verbreitet, und an-sehnliche Güter erworben. In der Niederlausitz, wo dieses adeligeGeschlecht zu besonders grossem Ansehen und hoher Macht gelangte,war Christoph P. um das Jahr 14.10 Landvoigt. In den in der Lau-sitz und der Mark Brandenburg gelegenen Herrschaften sind Stoberitzund Wilmersdorf, in Preussen aber Neidenburg, Proigden, Alienburg,Rauschken, Fredau, Rothgerken, Scheivitten, Langenau, Ober-Trau-peln, Usdau, Tauchren, Cremersdorf, Dansken, Schönwalde u. s. w.alte Besitzungen der v. P.
In der preussischen Armee sind zu höheren militairischen Würdengelangt:
Samuel v. P., von der preuss. Linie, welcher am 28. Januar 1746zu Meissen als königl. preuss. Generalmajor, Chef eines Infanteriere-giments, Dompropst zu Havelberg, Kitter des Johanniter- und desOrdens pour le merite, Drost zu Kranenburg und DuifFeld, Amtshaupt-mann zu Ziesar und Erbherr der Langenauschen Güter verstarb.
Johann Dietrich v. P., ebenfalls von der preuss. Linie, starb imJahre 1757 an seinen in der Schlacht bei Gr. Jägerndorf ehlenvoll er-haltenen Wunden als Major und Commandcur eines Grenadierbataillons.
Gegenwärtig ist Ernst Wilhelm v. P. auf Venedien in PreussenLandrath des Kreises Mohrungen.
Siebmacher giebt das Wappen der v. P., I. S. 163, unter denmeissnischen. Es zeigt im blauen Schilde einen, die Spitzen nach derrechten Seite kehrenden silbernen Adlerüügel, der mit einer rothenStrasse belegt ist. Aus dem Helme wächst ein blau gekleidetes Manns-bild mit silbernem Kragen, das mit einer rothen, mit einem Pfauen-schweife gezierten Mütze bedeckt ist. Die Decken sind silbern und blau,
Nachrichten über dieses alte Geschlecht iindet man in Gauhe, I.S. 1226 — 28. II. S. 891. Uechtritz, 1. 27. I. 51.
Pollmann, die Herren von.
Diese Familie v. Pollmann ist am 28. Juni 1740 vom Könige Frie-drich II. in den Adelstand erhoben worden.
Pomeiske, die Herren von.
Eine adelige Familie in Pommern, deren Stammhaus gl. N. imBiitowschen liegt. Ihr gehörte Nikolas Alexander v. Pomeiske an, derals königl. preuss. Generallieutenant, Chef eines Dragonerregiments,Ritter des Verdienstordens u. s. w., nach ruhmvoll geleisteten Dien-sten am 20. Mai 1785 starb und von Helene Sophie von Koschenbahrzwei Söhne hinterliess. Diese Familie führt im silbernen Felde undauf dem Helme einen grünen Ast. Brüggemann giebt dieses Wappennach Elzow im 11. Ilauptstück.
Ponickau, die Freiherren und Herren von.
Ein uraltes, einst sehr reiches und angesehenes adeliges Geschlechtin Sachsen, und namentlich in der Ober-Lausitz, dessen gleichnami-ges Stammhaus ein in der Nähe von Ortrand gelegenes Kirchdorf ist.Schon unter dem slavischen Heerführer Lecho soll diese Familie inPolen und Böhmen bekannt gewesen sein. In Schlesien hatte sich amEnde des vorigen Jahrhunderts ein Zweig niedergelassen, der das Rit-