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2 (1887) Wappentafel 210 - 384 nebst Text ; E - K
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zweite Linie stiftete Lorenz (Martins Bruder), Starost vonLomza. Dessen Nachkomme im 5. Gliede Dominik hattezwei Söhne, von denen jeder einen Zweig stiftete. Der desälteren Michael (f 1798) erhielt am 5. Juli 1843 in Persondes Stanislaus Felix den Russischen Grafenstand; der desAnton (f 1798) in Person der Descendenz des Simon K.(f 1828) dessen kinderlos 1842 gestorbener Bruder Josephbereits 1814 Kais. Französischer comte de l'Empire ge-worden war am 26. Januar 1876 gleichfalls den Russi-schen Grafenstand. Ein Galizisches Grafenstandsdiplomvom 15. September 1781 für Michael und Bruder Antonexistirt nicht. Der Rabe, im Schilde auf dem goldenenKreuzchen stehend, hält im Schnabel den Ring mit Dia-mantstein.

Kottulirisky. Das bei Koehne I, 63 abgebildeteWappen der Linie nach dem Preussischen Diplom d. d.Berlin 13. September 1748 gehört nicht hierher, da dieseLinie erloschen ist. Die goldene blutig abgeschnittene undblutspritzende Adlersklaue soll das »Wappen Topacz« (?)sein; der Anker ist silbern. Die Abbildung bei Siebm.Suppl. VI, S. 6 ist incorrect.

Kotzebue. Ueber die Erhebung dieser DeutschenFamilie in den Russischen Grafenstand und das Wappencfr. Klingspor, Baltisches Wappenbuch.

Koziebrodzki, des Wappens » Bolesta«*). AltesMasovisches, 1373 bereits erwähntes Geschlecht, Martin K.,welcher nach dem heutigen Galizien übergesiedelt, ehem.Starost von Ilchöwiec und k. k. Justiztribunalrath zu Lem-berg, erhielt das Diplom. Der naturfarbene Habicht hatgoldene Schellen an den Beinen, das Kreuzchen ist hiersilbern.

Krasicki. Das Geschlecht hat seinen Namen vomGu te Krasice, welches Barbara Orzechowska ihrem GemahlJacob Siecinski einbrachte. Dessen Sohn Stanislaus,Kastellan von Przemysl, gründete Stadt und Scliloss Kra-siczyn und nahm davon den Namen K. v. Krasiczyn an;der Name v. Siecin wurde erst später wieder aufgenommenund der Name Krasiczyn seit dem 17. Saec., wo diese Be-sitzung in andere Hände Ubergegangen war, weggelassen.Der Sohn des obengenannten Stanislaus, Gründers von Kra-siczyn: Georg (f 1645), Panierherr von Halicz, erlangte am1. Juli 1631 den Reichsgrafenstand. Eine seiner Ascenden-ten Karl Alexander, Kastellan von Chelm, f 1747 aufFürstenthum ICoszyz, hatte 4 Söhne. Von diesen gründeteJosef (f 1712) die II. Linie, Johann (f 1752) die I. Liniein Galizien, welche in Person seines Sohnes Anton das Be-stätigungsdiplom de 1787 erhielt; der dritte Sohn Vincenzstiftete die jüngste blühende Linie, welche in Russland 1844als Gräflich anerkannt ist; des vierten Sohnes Descendenzerlosch Anfangs dieses Jahrhunderts. Die Stammreihe im

*) Die Descriptiv-Bezeichnung »Jastrzebiec« ist viel später ent-standen ; Bolesta war ursprünglich ein Hufeisen, auf dem Helme einHabicht. Die Inhaber des Wappens müssten sich des Namens »Bo-leszczyc« (nicht Bolesta) bedienen.

Goth. Handbuch und bei Kneschke ist von GenerationIV total falsch. Den Fürstenhut nahm zuerst GeorgCasimir, Landkämmerer, ein Sohn des Reichsgrafen Georgan, nachdem er das Fürstenthum Koszyc geerbt hatte;er starb kinderlos und der Erbe des Fürstenthums GrafKarl Alexander desgleichen. Somit ist zur Führung desFürstenhutes momentan absolut kein Grund mehr vorhan-den. Die von der Familie geführte Devise: »Amor patriaenostra lex« ist nicht diplomgemäss. Im Diplom de 1631 istkein Wappen verliehen, das von 1787 bei uns diplom-mässig richtig gegeben. Das Büffelhorn und die Hirschstangesind naturfarben. Die Familie gehört zum Stamm Rogala,stammt aus Kleinpolen und ist ihr ältester bekannter Ahn-herr Jaköb Siecinski auf Siecin und Murzynöw.

Krasinski. Altes Masovisches Geschlecht des Stam-mes Slepowron. Der Ahnherr war Slawko auf Krasne,welcher 1388 lebte. Sein Ascendent Jan Krasinski, 15 5°auf Krasne, hatte zwei Söhne: Woyciech, Kastellan vonSierpy, und Stanislaus (f 1617), Palatin von Plock. Er-st er er soll 1573 oder 1578 den Reichsgrafenstand erhaltenhaben. Die Söhne seines Ascendenten Josef auf Modly:Peter (f 1866), Leopold (f 1848) und August (f 1856)erhielten die Oesterreichischen Grafenstandsbestätigungen de1848 resp. 1856. Stanislaus Linie theilte sich mitden Söhnen seines Sohnes Ludwig in zwei Zweige. DerZwe'g des jüngeren Sohnes Anton erlangte die Oester-reichische Bestätigung de 1882, wunderbarer Weise mit demvermehrten Wappen nach dem Napoleonischen Diplome de1811 (s. folgenden Zweig). Der Zweig des älteren Sohnesdes Stanislaus: Ludwig, wurde durch dessen Söhne wie-derum in zwei Zweige getheilt. Von diesen erhielt der desFelix in Person seines Nachkommen Vincenz (1811) denKais. Französischen Grafenstand und blüht mit RussischerBestätigung vom 17. März 1837 in Russland; der des Do-minik ebenfalls in Person eines Nachkommen Kasimir,Krongrosswachtmeisters, den Preussischen Grafenstand am5. Juni 1798 und des Letzteren Sohn Josef (obwohl dasDiplom nicht ausgelöst worden war) die Kais. RussischeBestätigung. Das Diplom de 1848 und 1856, sowie dasPreussische Diplom de 1798 verleihen das Stammwappen;das nach Letzterem weicht insofern ab, als der Gräflich-gekrönte Helm mit rothsilbernen (sie!) Decken direkt aufdem (ovalen) Schilde ruht und auf der Krone zunächst dasgoldene Kreuzchen und auf diesem der Rabe mit Ringsteht. Nach dem Napoleonischen Diplom ist der Schildwie nach dem Oesterreichischen de 1882/3. Die Schwertersind goldbegrifft, Kreuz und Ringe (mit Rubin) golden,Helm stahlfarben mit rothem Futter.

Krassow. Der Balken, die Kleeblätter, Löwe undStern, sowie die Borde der zweizipfligen Fähnlein, dieGriffe der Sicheln und des Wedels, auch die von demLöwen gehaltene Krone und der von der naturfarbenen Eulegehaltene Zweig sind golden, die Pfeile silbern mit schwar-zem Flitsch.

Kreith. Die Weinkerste sind silbern.

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