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2 (1887) Wappentafel 210 - 384 nebst Text ; E - K
Entstehung
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XLVIIIBr
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wappen-itlbum

der

Gräflichen Familien Deutschlands, Oesterreich-Ungarns etc.

Erläuterungen.

II. Band.

d'Eccheli. Das hier gegebene Wappen nach demDiplom de 1838 ist dem de 1790 fast gleich; letzteresweicht nur in Folgendem ab: der Löwe ist mit fünf-zackiger Krone gekrönt, der Stern achtstrahlig, der Bergganz grün, die Säulen im silbernen Felde, der Löwe aufdem gräflichgekrönten Helm II nicht gekrönt, die Adlerganz schwarz.

Wir haben die in beiden Diplomen unheraldischeDarstellung der auf Helm I und III auswärtssehenden (!)Adler verbessert.

Eckart, cfr. Gritzner, Standeserhebungen und Gnaden-acte deutscher Landesfürsten, S. 192/3.

Eckart v. d. Mühle, cfr. das bei Du Moulin-EckartGesagte; im Uebrigen cfr. Goth. Gräfl. Taschenbuch.

Eckbrecht. Das Wappen nach dem Reichsgrafen-diplom de 1764 ist lediglich der von Grafenkrone be-deckte Stammschild ohne Helm; die Figur ist beschriebenals »zwei aneinander gelegte Flitsch- oder Pfeilbogen ohneSehnen«, dürfte aber, gleich der Figur im Wappen derBreidenbach zu Breidenstein und Hatzfeldt, weiter nichtssein als ein Maueranker, Feuerbock oder »doppelte Wolf-rangel«. Das Wappen der Grafen Montmarin ist ohnebesonderes Diplom zu dem ihrigen angenommen worden;der Adler ist rothbewehrt, die Straussfedern golden undroth wechselnd.

Edla. Die gegrafte Dame ist die Gemahlin desKönigs Ferdinand von Portugal, geborene Elise Hensler.

Egger. So wie hier ist das Wappen diplomgemäss;Kneschke giebt dasselbe nicht ganz correct.

Egloffstein. Die Helme haben nach dem Diplomsilberne (statt wie sonst goldene) Bügel und Ein-fassungen; der Bärenkopf ist braun, »abgerissen«; denPreussischen Adler in ein goldenes Feld zu stellen,ist nicht allein höchst unkritisch, sondern auch in diesemFalle gänzlich nutzlos, da man anstatt der beabsichtigtenVermeidung von vier silbernen Feldern in einem Schildenunmehr doch in denselben Fehler verfallen ist, indemman vier Felder von Metall nebeneinander bekommen hat;durch die einfache Einschiebung eines die vier Feldertrennenden rothen oder schwarzen Kreuzes hätte manden Lapsus sehr wohl vermeiden können!

Eickstedt. Die Rosen sind ganz golden, der Eber-kopf silbernbewehrt, der Papagei hat goldenen Halsringund goldenen Ring im Schnabel; die auf Siegeln er-scheinenden Schildhalter, zwei widersehende goldene Löwen,

sind (mit fast gleichem Wappen) nur der f älteren, nichtaber dieser Linie verliehen.

Einsiedel. Beil und Iverst Stahlfarben, beider Griffebraun, der Rosenkranz roth; der Adler goldbewehrt, dieHelme silbern, Löwen naturfarben.

Elmpt. Name und Wappen sind auf die Grafen Anrep-Elmpt (s. d.) übergegangen; die Sittiche haben keine Hals-ringe und sind im Diplom gegeneinander gekehrt.

Eitz. Die Löwen haben blaue Zungen und Krallen,die Bänder der im Uebrigen rothen goldverzierten Kaiser-krone sind (siel) golden; Feld V und Helm III sind dasanererbte Wappen der f Faust von Stromberg. Die Dar-stellung bei Kneschke ist incomplet und uncorrect. ImDiplom de 1733 fehlten das eingeschobene Feld V unddie die vier Felder durchziehenden Balken, der Adler inI und IV war einköpfig, gekrönt, einwärtssehend, der llerz-schild ungekrönt; auf dem Schilde einfache Grafenkronemit drei Helmen, von denen I den Adler aus I, II denHut mit Löwe und Flügeln, III den Greif trug; die Löwenwaren ungekrönt.

Emilj (Italien). Peter E. aus Verona erhielt d. d.Wien 16. November 1819 die k. k. Oesterreichische Be-stätigung des seinem Vorfahren Johann E. vom KaiserMaxi, anno 1516, unter Verleihung des Schlosses Maraticaals Lehen, ertheilten Grafenstandes. Wappen: cfr. Riet-stap, armorial general, nouvelle edition.

Emo. Das Wappen nach dem Diplom d. d. Wien26. December 1819 enthält nur die Schrägtheilung imSchilde; auf letzterem die Grafenkrone. Schildhalter: zweiwidersehende Löwen. Das Wappen der Capodilista (derHirsch) wird aber schon seit Anfang dieses Jahrhundertsgeführt, nachdem Leonhard Emo, Patricier von Venedig,(f 6. August 1804), die Beatrix Gräfin C. (aus einem d. d.Venedig 1. August 1654 durch den Dogen Franz Molin ge-graften Geschlechte) unter dem 6. October 1783 geheiratethatte und deren Vater als ultimus stirpis gestorben war.

Engestroem. Lars v. E. (geb. 1751), Sohn des am22. November 1751 in den Schwedischen Adelsstand er-hobenen Dr. theol. Bischofs von Lund, Unterkanzlers undProfessors an der dortigen Universität, Jan v. E. und derMargaretha von Benzelstierna, Erbherrin auf Refvelster,erhielt nach Erwerbung von Gütern in Polen am 21. Juni1791 das Polnische Indigenat, am 29. Juni 1809 denSchwedischen Freiherren- und am 20. October 1814 nachdem Erstgeburtsrecht den Schwedischen Grafenstand undstarb als Kanzler der Krone Schweden 1826. Sein Enkel

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