Konarski. Der Greif ist goldenbewehrt silbern, dasHorn roth mit goldenem Mündungsreif. Die Familie stammtaus Kleinpolen und ist vermuthlich eines Stammes mit denf Grafen von Ruszcza - Branicki und den f Mielecki. DasWappen Swoboda (richtiger Name anstatt Jaxa und Gryf).
Korda. Der rothgekleidete Ungarische Reiter mitrothem abfliegenden Dolman und Kaipak und weissenSchnüren und Busch im goldenen Herzschilde, mit goldenenStiefeln, schwingt in der Rechten einen Säbel, auf den einTürkenkopf gespiesst ist; der Schimmel hat goldgesäumtegrüne Schabracke. Der Hirsch ist golden, der ihn durch-bohrende Pfeil hat silberne Spitze, braunen Schaft undrothen Flitsch; der Stern ist golden, der Mond silbern, derBock schwarz, Palmbaum grün, Greif (gekrönt mit drei-zackiger Krone, aus fiinfperliger Krone wachsend) golden,Schlange und Reichsapfel, Posthorn und Löwe mit Fisch-schweif golden, die Rosen, die derselbe hält, gleichfalls,ebenso die Schildhalter. Die rechte goldbefranste rothcFahne an silberbespitztem braunem Spiess enthält den mitFürstenhut gekrönten von Alt- und Neu-Ungarn (4 sil-berne Balken in Roth, silbernes Patriarchenkreuz aus gol-dener Krone auf grünem Dreiberg in Roth) gespaltenenSchild mit goldenem Cartouchebord, die linke goldbefransteblaue den von Königskrone bedeckten Schild von Sieben-bürgen (durch rothen Balken von blau über Gold ge-theilt, oben ein rechts oben von goldener Sonne, links vonabnehmendem, silbernem Monde begleiteter wachsendergoldbewehrter schwarzer Adler, unten 7 goldene dreizinnigeThiirme (7 Burgen) mit blauem Thor und Fenstern.
Korff. Die Meerjungfrauen haben blondes Haar undblaugrüne Fischschwänze mit rothen Flossen f Lilien undSterne sind golden, die rothen Rosen im blauen Schräg-balken der K.-S.-K.: goldbesaamt. Ausser den hier ge-gebenen blüht noch eine dritte Gräfliche Linie in Russland(K. Russ. Diplom vom 1./13. Januar 1872), worüber beiKlingspor, Baltisches Wappenbuch, das Nähere zu findenist. Die beiden Linien in Preussen K. gen. v. S. u. K. gen.S.-K. stammen von zwei Brüdern Maximilian und Franz,deren Vater, der erste Graf Clemens August, in Folge derKerssenbrock'schen Erbschaft bereits d. d. Pressburg 23. Juni1802 vom Kaiser die Namen- und Wappenverbindung mitKerssenbrock erhalten hatte. Die »schwebenden« Sternesind selbstredend verbessert.
Komis. Das Freiherrndiplom hatte das Einhornwachsend aus goldener Krone auf grünem Dreiberg. AlsSchildhalter kommen auf Siegeln (jedoch nicht diplomge-mäss) ein Kaiserlicher und ein Ungarischer Herold (wie beiPejacsevich s. d.) vor.
Korzensky (im Diplom: ICorschensky Graf von There-schau). Aus dieser Familie, welche noch im Jahre 1835, viel-leicht auch später geblüht hat, erhielt Johann Anton IC.,Freih. v: T. d. d. Wien 5. October 1705 mit Titel »Hoch-und Wohlgeboren« den Böhmischen Grafenstand, er warSohn des Wenzel Franz und Enkel des Johann v. IC., ausuraltem Böhmischen Geschlecht. Des Erhobenen Sohn (?)Rudolf K. Grf. v. T. erhielt d. d. Wien 13. Mai 1724 vom
Kaiser Carl VI. die Vereinigung der Insignien des Erbamteseines Panierherrn im Königreich Böhmen für sich und seinganzes Geschlecht. — Das Wappen de 1709 zeigt einenschräglinksgetheilten Schild, in dessen oberer silbernerHälfte ein mit Edelkrone zwischen den Köpfen gekrönterschwarzer Doppeladler, in der unteren goldenen ein schrei-tender schwarzer Hahn mit rothem Kamm und Lappensteht. Auf dem Schilde direkt ein gekrönter Helm mit demAdler des Schildes (bei Siebm., Suppl. VI, S. 5 noch mitGrafenkrone zwischen Schild und Helm). Durch das Diplomde 1724 wurde das Wappen dergestalt verändert, dass (nachBeschreibung ohne Zeichnung) hinter dem Schilde sich zweigekreuzte Fahnen befinden. Die rechte zeigt innerhalbgrünen Lorbeerkranzes das Bildniss des Heil. Wenzel, dielinke innerhalb grünen Lorbeerkranzes in Roth den Böh-mischen (doppelschweifigen goldgekrönten silbernen) Löwen;ausserhalb des Kranzes in den Ecken oben rechts Mähren(goldgekrönter und -bewehrter rothsilbern geschachter Adlerin Blau), links Schlesien (goldgekrönter und -bewehrterschwarzer Adler mit silbernem Brustmond und Kreuzchendarin in Gold), unten rechts Nieder-Lausitz (schreiten-der goldbewehrter rother Stier in Silber) und Glatz (2 ge-bogene goldene linke Schrägbalken in Roth).
Koskull. Unsere Darstellung ist die allein diplom-gemässe; eigenthümliclier Weise ist das Feld sonst blau.
Kospoth. Das Preussische Diplom erhielt CarlChristian August Freih. v. K., Kgl. Preussischer Rittmeister,dessen Vatersbruder Friedrich August Freih. v. K., Kur-bayrischer wirkl. Oberst des Grenadier-ä-cheval-Regiments,bereits d. d. Wien 20. August 17 51 mit demselben Wappenund Titel »Hoch- und Wohlgeboren« den Reichs - Grafen-stand erhalten hatte, aber kinderlos gestorben war. Einedritte Erhebung (für eine erloschene Linie in Schlesien) warbereits vom Kursächsischen Reichsvicariat 13. Juli 1711 mitgleichfalls dem abgebildeten Wappen (cfr. Gritzner, Stan-deserhebungen und Guadenacte deutscher LandesfürstenS. 681) ertheilt worden. Eine vierte Erhebung erfolgte durchdas Kursächsische Reichsvicariat 1790 mit anderem Wappen;auch diese Linie ist erloschen; cfr. Gritzner a. a. O. S. 735.
Kossakowski. Altes Masovisches weitverzweigtesGeschlecht des Wappenstammes Slepowron*). Der erstebekannte Stammvater der K. war Mroczek von Kossaki1436, dessen Nachkomme Stanislaus (im 3. Gliede) Stanis-laus Truchsess von toniza war. Von dessen Söhnen Martinund Lorenz entsprossten zwei Linien. Die Erstere erhieltd. d. Wien 3. Juni 1784 von Kaiser Joseph II. den Gali-zischen Grafenstand mit Titel »Hoch- und Wohlgeboren«in Person der geb. Gräfin Katharina Potoclca (f 1801), ver-mählt an den bereits 1760 verstorbenen Stanislaus v. K.,aus welcher Ehe Kinder nicht hervorgegangen waren. Die
*) Dies Wappen hiess ursprünglich, bis 15. und 16. Saec.:•Buyno«, möglicher Weise war es auch ursprünglich verschieden vonSlepowron, seit dem 16. Saec. aber werden beide als identisch be-zeichnet; der Beiname Korwin oder Corvin, den fast alle »her-bowni« des Wappens S. jetzt führen, wurde etwa Ende des 15. Saec.adoptirt, ist aber historisch durchaus unbegründet.
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