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2 (1887) Wappentafel 210 - 384 nebst Text ; E - K
Entstehung
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gekrönten Helme ein gekrönter doppelschweifiger, wachsendergoldener Löwe mitTürkensäbel zwischen offenem roth-silbern gold-blau getheiltem Fluge. Decken, blaugolden roth-silbern, wissen wir nicht unterzubringen, denn das Diplomde 1753 zeigt das von uns gegebene Wappen. Der Bogenund der Flitsch des braunbeschafteten silber - bespitztenPfeiles auf grünem Dreiberg des Herzschildes sind golden,der Adler hat eine goldene Brustbinde. Der Kranich istrothbewehrt, silbern mit silberner Kugel.

Klot-Trautvetter. Die Familie stammt aus Liv-land, wo sie als: »Klot a. d. PI. Heidenfeldt« eingetragen ist;der Herzschild ist das v. Iv.'sche, der Riickschild das Frei-herrlich von Trautvettersche anererbte Wappen. Die Strauss-federn in den Büffelhörnern sind golden, schwarz, golden,silbern. Die Helmfedern der braunbärtigen Ritter silbern, die !Schärpen roth, die Sporen (mit braunen Anschnallledern)golden, desgl. Griff und Beschlag der Schwerter in schwar- |zen Scheiden, Harnische eisenfarbig mit goldenen Verzie-rangen, Lanzen nebst Spitzen golden.

Klotz v. Rosenburg, s. Clotz.

Knuth-Knuthenborg. Das Wappen der Diplomede 1714 und 1811 zeigt im Herzschilde das v. K.'scheStammwappen, in Feld I und IV das Wappen der v. Lerche;die Pfeile und Krone in Feld II sind golden, der halbe ]Adler in Feld III goldbewehrt, die Straussfedem auf Helm Igolden, blau, silbern, blau, golden, die Spiesse der Fahnensilbern. Wir haben die nach dänischer Sitte oder vielmehrunheraldischer Sitte hier wie bei den anderen Wappen fort- Igelassenen Ilelmdecken ergänzt.

Knuth-Christiansdal. Das Wappen de 1810 zeigtin Feld I das Lerche'sche, in Feld II das Below'sche, inFeld III das Reventlow'sche Wappen.

Knuth-Gyldensteen. Die Entstehung dieser Com-bination ist uns unbekannt, das Wappen jedoch nach Sie-geln constatirt, und wolle man den Artikel Bernstorff-Gyl-densteen, wo das Nöthige über die Gyldensteen gesagt ist,vergleichen.

Koenigsacker. Das bei Kneschke gegebene Wappenist gänzlich falsch, wogegen wir dasselbe nach dem Diplomgeben. Die Lilie ist golden, das L schwarz. Die Familieist sub N.(euhauss) im Goth. Gräfl. Kalender zu finden.

Koenigsdorff. Während die allein noch blühendeLinie zu Lohe das d. d. 12. Februar 1705 bei der Er-hebung des Samuel Regius in den Böhmischen Ritterstandals »v. K.« verliehene Wappen, nur vermehrt durch dieGrafenkrone, führt, erhielten die beiden anderen Linien einim Grossen und Ganzen ähnliches, aber doch abweichen-des Wappen und zwar enthält dasselbe in Feld V und VIdas Wappen des Cantons Genf, dessen Ehrenbürgerrecht dieFamilie besass. Die Wappen der erloschenen Linien zuICoberwitz und Peterwitz unterscheiden sich vornehmlich da-durch, dass im Wappen der letzteren Feld VI roth statt

blau, auf Ilelm I statt der 6 silbernen nur 2 schwarzeStraussfedem, der Adler auf Helm III und im HerzschildKöniglich-gekrönt, auf dem Helme ohne Scepter und Reichs-apfel, das Postament holzfarben, statt von blauem Mar-mor ist.

Koenigsegg. Beide Linien führen das alte schöneStammwappen ohne den Zusatz der modernen Grafenkrone.Die der Linie Boisschot-Erps laut Diplom d. d. 2. October1720 unter Bestätigung des Grafenstandes dem Karl Fer-dinand Grafen v. K. de Rothenfels (geb. 1696, "j" 1759),Gemahl der Erbtochter Gräfin v. Boisschot-Erps, nebst Wap-penvermehrung ertheilte und demselben durch ferneres Diplom(auf die Herrschaft Bygaerd) d. d. II. November 1741 nebstWappenbesserung (Mantel mit Hermelin) verliehene Mar-quiswürde ist mit dem Erhobenen, der ohne Kinder starb,wieder erloschen.

Koenigsfeld. Im Grafendiplom ist zwar ebenso-wenig wie im Freiherrendiplom ein Wappen verliehen, je-doch ist dasselbe nach älteren Abbildungen, so wie hiergegeben, richtig. Die Kragen aller vier Mannsrümpfe sindsilbern; der in Feld I und IV trägt einen Fürstenhut mitgoldenen Bügeln und Reichsapfel (ohne Perlen).

Koenigsfels. Ueber diese in Kurland ansässige, inden Französischen Grafenstand erhobene Familie cfr. Ivling-spor, Baltisches Wappenbuch.

Koenigsmarck. Das Wappen nach dem PreussischenDiplome gleicht dem nach dem Schwedischen Grafendiplome(für die f Linie) in fast Allem. Die gepflasterte Brückemit dem Thorthurm in Feld III (als roth beschrieben, alsbraun gemalt) soll zum Andenken an die durch JohannChristoph v. K. im Juli 1648 bewirkte Eroberung der Klein-seite von Prag verliehen worden sein. Leider sind alleFehler des Wappens aus dem Schwedischen Diplom auchin das Preussische übernommen worden, so die Krönungder Helme mit Grafenkronen, welche umsoweniger nöthigwar, als das Preussische Diplom, abweichend vom Schwe-dischen, noch eine Grafenkrone zwischen Schild und Helmegeschoben hat; wir haben wenigstens den groben heral-dischen Schnitzer verbessern zu sollen geglaubt, welchendas Diplom begeht, indem es den Löwen auf Helm I rechtskehrt. Die Löwen sind alle golden, Schlüssel und Kreuzsilbern; der Ritter in Feld II auf einem Schimmel mitbraunem Zügel, goldbeschlagenem braunen Pistolenhalftermit goldbefranster purpurner Decke und goldbesäumter pur-purner Schabracke, ist stahlgeharnischt und hält einen gol-denen (sie!) Marschallsstab; sein mit goldenem Halskleinodund Beschlägen versehener Helm ist mit 3 Federn: purpurn,silbern, purpurn, versehen. Die Jungfrau auf Helm II, ganzsilbern gekleidet, mit blondem Haar und 3 gefüllten (sie!)silbernen Rosen an grünen Blätterstielen trägt nach derZeichnung eine (vierte!) Grafenkrone, von der die Beschrei-bung indess Nichts sagt; der Ritter auf Helm III hält einerotlie Standarte an goldbespitztem, braunem Spiess, Harnischund Helm ist Stahlfarben und goldverziert, letzterer mitgoldenem Halskleinod und 3 Federn roth, silber, roth.

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