Keffenbrinck. Nach dem Diplom ist der Hirschaufrecht, nicht laufend, natürlicher Farbe, desgl. das Geweih.
Keglevich. Wir müssen dies Wappen doppelt geben,da das heutige von dem diplomgemässen zu auffallend ab-weicht. Noch anderweite Abweichungen zeigen Siegel unddie Darstellung in Nagy-Iwans Ungar. Wappenbuch. DieLöwen, Krone und Lanze sind golden, desgl. der Schwertgriff.
Keller. Die Geschmacklosigkeit, drei Helme ohneKle inod auf die Grafenkrone zu setzen, wie sie das Diplomverleiht, glaubten wir durch deren Weglassung vermeidenzu sollen; warum man nicht die Köpfe des Löwen, desAdlers und die Sterne als Helmkleinode verwandte, istvöllig unerfindlich. Die Adler sind goldbewehrt, die Sternegolden, der Löwe silbern, das Postament von violettemMarmor.
Kemeny. Das Diplom erhielt Ladislaus Baron K.aus altem Geschlecht. Erloschen ist die Familie mit Sa-muel junior im Jahre 1861. — Auf dem Herzschilde ruhtder Oesterreichische Erzherzogshut. Die Buchstaben, Kreuz,Stern und sämmtliche Kronen sind golden, ebenso die Lercheauf der silbernen Säule. Der Mond ist silbern, der Hirschnaturfarben.
Kendeffy. Den Grafenstand erhielt Alexius K. d. M.unter Wappenbestätigung.
Kerchove de Denterghem. Constant Gliislain deK. d. D. erhielt am 20. October 1852 den Belgischen Grafen-stand nach dem Erstgeburtsrecht und am 12. December 1864die Ausdehnung desselben auf die Person seines zweitenSohnes Ernst Ghislain. Wappen cfr. Rietstap arm. univ.nouv. ed.
Kesselstatt. Der Drache (»Basilisk«) im Herz-schilde und auf Helm I ist roth, das Rcss rothgezäumt.
Kettler. Hierüber siehe Ivlingspors Baltisches Wap-penbuch. Nach Siegeln finden sich als Schildhalter Löweund Hirsch. Im Weibsstamm soll die Familie erst am27. März 1852 erloschen sein. (?)
Keyserlingk. Alle Adler sind golden-bewehrt undmit goldenen Kleestengeln belegt, alle Sterne golden. Derrothe Löwe hat goldene Zunge.
Khevenhüller. Das Wappen ist wenig heraldischzusammengestellt, denn der Herzschild trägt anstatt des (inFeld I und XII befindlichen) Stammwappens Khevenhüllervorn den flugbereiten, goldbewehrten, silbernen, gekröntenund mit Pfauschweif geschmückten Auff (Eule) der "J vonAuffenstein, hinten den schwarz-gold getheilten, untendurch 12 goldene Quadrate, deren jedes mit goldener Kugelbelegt ist (als »Ofenkacheln« beschrieben) damascirtenSchild der "f v. Mansdorf; ferner gehört Feld II und III,Weissbriach, sowie X und XI zusammen, ebenso Feld IVund V und Feld VIII und IX als das Wappen der f Keller-berg; Feld VI und VII, der goldbewehrte und -gekrönte
schwarze Adler mit goldenem Brustmond, gehört zum Wap-pen der f v. Weissbriach. Helm I desgleichen, II zuKhevenhüller, die übrigen sind selbsterklärlich. Das durchdas Metzsch'sche Wappen 1739 vermehrte und in ein-zelnen Feldern berichtigte Wappen hat in noch unheral-discherer Weise die 5 Felder des Gräflich Metzsch'schenWappens in einem Schildhaupt vereinigt. Der Doppeladlerdes Mittelhelms, sowie die Schildhalter mit ihren überge-stülpten Helmen gehören gleichfalls zu diesem Wappen.Die Weissbriach'schen Straussfedern auf Helm VIII sindhier schwarz, weiss, gold, wechselnd, die Metzsch'schen aufHelm IX golden.
Khuen. In keinem der fünf dem Geschlechte er-theilten Grafendiplome ist ein Wappen verliehen; wir gebendas_Wappen daher nach der ältesten Darstellung bei Sieb-macher I, 26, Nr. 7, sub »Freiherren«, welcher ältere undauch theilweise neuere Siegeldarstellungen entsprechen, wo-gegen die Darstellung bei Kneschke nicht richtig seindürfte. Die laut k. Ungarischen Genehmigungsdiploms vom3. December 1874 dem Grafen Karl Khuen - Belasy, Erbendes (letzten) Grafen Karl Viczay v. Iledervär (s. diese),seines Oheims, ertheilte Erlaubniss, den Namen Graf Khuen-Hedervdry von Hedervar anzunehmen, hatte eine Wappen-vereinigung mit dem der Grafen Viczay nicht zur Folge.Eine andere Linie zu Nostdr in Slavonien führt noch denTitel »Grafen zu Lichtenberg«.
Khuenburg, s. Küenburg.
Kicinski. Das Wappen ist das des WappenstammsRogala; das Diplom de 1806 erhielt Pius, Edler v. K.,ehem. Kastellan von Polaniec, nachm. Senator-Kastellandes Ivgr. Polen, anerkannt von der Senatsdeputation da-selbst 1824; sein Sohn Bruno 1843 in Polen als Graf ein-getragen. Descendenz blüht.
Kielmansegg. Wie hier gegeben ist das Wappennach dem Diplom; Kneschkes Darstellung ist incorrect.Die Devise: Consilio non imperio, sowie die auf Siegelnerscheinende zweite Devise: Prudenter et sincere über demSchilde sind nicht diplomgemäss.
Kinsky. Kneschke gibt das Wappen mit Grafen-krone zwischen Schild und Helm; auf keinem älteren nochneueren Siegel findet sich dieselbe indess; in dem Grafen-diplom ist kein Wappen verliehen.
Kirchbach. Die aus dem rechten Obereck hervor-strahlende Sonne, sowie die Kreuzchen und Schwertgriffesind golden, die Dächer roth.
Kirchberger. Diese noch im Kanton Bern blühendeFamilie erhielt das Grafendiplom in Person des FreiherrnCarl Rudolph v. K. — Die Kirche ganz silbern mit schwarzerThür und Fenstern auf goldenem Dreiberg. Von den beidenschildhaltenden Schweizern hat der rechte rötliliches Haarund Vollbart, die Kleidung ist blau mit weissen, goldbor-dirten Schlitzen, rechter Unterarm und rechte Wade blau,die linken weiss-bekleidet, mit Kniebändern verwechselter
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