den Hals des Löwen nebst Kette ist golden, die des Grafensilbern, die Devise golden auf rotbern Bande, die Arabeskegolden.
Karnicki. Das Wappen ist das Stammwappen Strze-gonia; der Fuchs natürlicher Farbe; warum die Decken linksblausilbern, ist unerfindlich.
Kärolyi. Kneschke gibt dies Wappen ausnahmsweiseziemlich correct. Der Hirsch ist goldbewehrt braun, derAdler goldbewehrt, der Löwe golden mit silber-rotli ge-theiltem Fähnlein an goldenem Spiess, der Seraphinkopfgolden, die Sirene naturfarben mit silber - roth getheiltenFlügeln, der gekrönte Drache, welcher den llerzschild um-fasst, ist goldgrün und hat 4 Füsse; in Letzterem auf grünemDreiberg in Blau eine goldbewehrte naturfarbene (braune)flugbereite Lerche, mit rothem Herz in der erhobenen Kralle.Der Ritter ist stahlgeharnischt, alle Löwen golden, der Greifmit Säbel und 3 goldbesaamten rotlien Rosen an grünemBlätterstiel (Eszterhazy) silbern. Die Lanzen sind braun, dieArabeske bronzefarben.
Karsnicki. Anton von Karsnice-Karsnicki , Erbherrauf Hrechow, k. k. Ritter a. D., erhielt das Grafendiplom.Der Herzschild zeigt das (missverstandene) Stammwappen —statt des Hufeisens 2 goldene Biiflelhörner, dazwischenKreuzchen — Jastrz^biec, daher die Annahme, er habeeigentlich aus einem anderen Geschlecht K. des StammesLeliwa gestammt, nicht unwahrscheinlich ist. Der grüneZweig im I. Felde hat 3 grüne, ein weisses und ein rothesBlatt (bei TyroiT, Oesterr. Wpb. VII, 33 ist die Darstellungfalsch); Feld II, die Streitaxt mit braunem Stiel, ist WappenTopor, Feld III Wappen Koziel II., Feld IV der (hierbraune) Stierkopf das Wappen Wieniawa. Auf Helm II er-scheint statt des Habichts mit dem Schildzeichen eine gold-bewehrte schwarze Taube (sie!). Die Rosen an den spitzenBlättern auf Helm I sind beide goldbesaamt. Die adligeLinie blüht noch weitverzweigt.
Kaunitz. Ueber die Genealogie dieses Geschlechtsist im neuen Siebmacher, Abtli. Hoher Adel, I. Reihe, Alleszu finden.
Kavanagh. Diese Familie, welche im Mannsstammmit dem k. k. Oberst Graf Sigmund Heinrich v. K., k. k.Oberst, erlosch, aber im Weibsstamm noch blühen soll, er-hielt den Erbländischen Grafenstand mit Titel »Hoch- undWohlgeboren« nebst Incolat, im Königreich Böhmen etc.von IC. Maria Theresia d. d. Wien 18. August 1768 in Per-son des Joh. Baptist Freili. v. IC., aus Irischem Geschlechtmit folgendem Wappen: In Blau ein schreitender silbernerLöwe, dessen linke Vorder- und Hinterpranke je auf einemlinksliin gebildeten, steigenden silbernen Monde ruht. Aufdem Schilde die Grafenkrone mit 3 gekrönten Helmen, vondenen der rechte einen ruhenden stahlgeharnischten, gold-bordirten Arm, einen Reiterdegen haltend, der mittlere eineaus Mond wie unten wachsende goldene Korngarbe, derlinke zwischen 2 grünen Oelzweigen eine graue Steinpyra-
mide, auf deren Spitze eine grüne Ewigkeitsschlange, trägt.Decken: blausilbern. Schildhalter: 2 widersehende goldeneLöwen. Devise schwarz auf silbernem Bande: MEA GLO-RIA FIDES.
Kazianer. Wie abgebildet erscheint das Wappenim Diplom vom 10. Januar 1615, wogegen das hierher ge-hörige Grafendiplom de 1665 kein Wappen verleiht. Esdürfte dasselbe indess so geblieben sein, zumal das Wappen,speziell der silbernbespitzte goldene Pfeil und das Rad,Wappen des f Geschlechts der Ilöffer zu Höfflein undHarsperg, dem Georg Andreas lChazianer zu lChaczen-stain und Flednickh als das seines Schwagers Georg II. z. II.u. IL (aus d. d. 25. October 1558 geadeltem Geschlecht,welches mit ihm erlosch) 1615 ertheilt worden war. Feld Iund IV ist das Stammwappen IC., Feld II und III der gol-dene Wolf das der Grafen von Zips, die Hans IC. aus Un-garn vertrieben hatte (ihm verliehen d. d. 13. April 1532).Der Mittelschild: ein goldbewehrter natürlicher Geier mitschwarzer Maus in den Krallen, und Helm I die Fahnenvon Oesterreich, Castilien (goldener Thurm mit blauemThor und Fenster) und Burgund (zehnmal blau-goldenschräggestreift) an rothem, goldenem, blauem, je silbernbe-spitztem Spiesse, dürften als Kaiserliche Gnadenzeichen ver-liehen sein. Alle Helme sind golden und im Diplom — aller-dings selten vorkommend— je zwei und zwei sich zugewendet.In den meisten Abbildungen sind alle 6 Felder gleich gross,dies ist indess nicht diplomgemäss, auch findet man denGeier gekrönt, das Rad nur vierspeichig, statt des Wolfeseine gekrönte mit Leibgurt versehene Katze, die Fliigel undFahnen umgekehrt gestellt, statt der Maus ein Lamm u. dgl.,lauter im Laufe der Zeit entstandene Unrichtigkeiten, wo-gegen unsere Darstellung bis auf eine geringfügige Unter-scheidung übereinstimmt mit dem Original-Siegel des GrafenChristoph Adam K. v. IC. Die Empfänger des Grafendiplomswaren übrigens Folgende: Johann Weickhard Freih. Kazia-ner von Katzenstein zu Fledtnick, Pibersbach und Steinhauss,Kais. Kämmerer, Verordneter in Oesterreich ob der Enns;Johann Ilerrwardt, ICais. Kämmerer, Landesverweser undVerordneter in Krain; Sigmund Ferdinand, Ferdinand Ilel-fried, Georg Sigmund, Kais. Kämmerer, und Hans Jacob,Gebrüder, und ihre Vettern Plans Sigmund, Wolf Jacob undWeickhardt IC. Freih. v. IC., von denen der Erstere nebstseinem ganzen Geschlecht bereits d. d. Wien 18. März 1656das Prädikat »Wohlgeboren«. Nach Hübners Geneal. Ta-bellen dagegen stellt sich das Verwandtscliaftsverhältniss so,dass Georg Andreas, Diplomempfängers de 1615 Söhne:Johann Sigismund, Weickhard und Wolf Jacob;Johann Sigismund hatte als Söhne: Georg Sigismund (hin-terliess nur eine Tochter), Johann Weickhard (hinterliesskeine dauernde Descendenz) und Ferdinand Helfried (hatteviele Descendenz). Weickhard hatte nur einen Sohn Jo-hann Jacob, Wolf Jacob (f 1630) hatte zwei Söhne: Jo-hann Herward und Sigismund Ferdinand, welche sämmtlichkinderlos verstarben. Der Stammvater aller späteren Grafen',die sich in eine Oesterreichische und eine Steyerische Linietheilten, war daher Ferdinand Helfried. Die Steyerischeerlosch zuletzt und zwar im Mannsstamm mit Graf JosephIC. v. K. 10. December 1823.
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