Kammerpräsidenten, und Enkel des Job. Franz Freih. v. K.,Kais. Geh. Raths und General-Feldzeugmeisters, Comman-danten der Stadt Frag. Das Wappen nach dem Diplomede 1724. ist ein gevierter Schild mit von Roth und Silbergespaltenem Herzschild, darin eine Lilie verwechselter Tinc-tur. I und IV: in Silber 3 rothe Schrägbalken, II und III:in Schwarz ein doppelschweifiger goldener Löwe. Auf derGrafenkrone zwei gekrönte Helme, von denen der rechtemit rothsilbernen Decken einen von Gold über Schwarz ge-theilten Flug, der linke mit schwarzgoldenen Decken denLöwen aus II, aber wachsend und gekrönt trägt. Im Di-plom de 169S ist ein Wappen nicht verliehen, doch zeigtder Entwurf eines bei dem Diplom liegenden und wohlauch geführten Wappens den Schild wie nach dem Diplomde 1724, mit dem Unterschiede, dass Feld I und IV vonSilber und Roth fünfmal schräg getheilt, die Löwen ge-krönt, der Herzschild von Silber und Roth gespalten undzwischen den beiden Helmen (Helm III mit Zinkenkronegekrönt) ein dritter Helm mit einem Pfauwedel eingescho-ben ist.
Kalckreuth. Koehne und nach ihm Kneschke gebendas Wappen incorrect; nach dem Diplom sind Kronen undKugeln golden, die Krone auf dem Ilerzschild siebenperlig,der linke Zweig auf Helm I ein Oel- (nicht Lorbeer-) Zweig;der linke Flügel auf Helm III silbern (nicht schwarz).
Kalinowski. Das Stammwappen Kalinowa, der end-gesp altene silberne, mit goldenen Sternen besetzte Pfeil er-scheint im Herzschilde. Feld I: der stahlgeharnischte, mitgoldenen Beschlägen versehene schwertschwingende Arm (Po-gonia polska), Feld II (Zadora), Feld III (Pilawa) und FeldIV (Waga) sind die vier Ahnenwappen des Gegraften. Dieser,Severin v. K., ehemaliger Starost von Dobrohoslaw, Mit-glied der Galizischen Stände, aus einem Rothreussischen,zum Theil noch Husiatyn-Kalinowski geschriebenen Ge-schlechte, hinterliess Descendenz, die in Galizien blüht. SeinUrenkel Martin, k. k. General, führt in Folge Adoptionden Beinamen »Jablowski«.
Kainein. Die goldenen Leoparden springen auf demHelme nicht aus dem Stamme des Palmbaumes, sondernaus dem Laube hervor. Siegel ergeben als Schildhalterrechts einen Bären, links einen einwärtssehenden wildenMann mit Keule auf Postament.
Kalnoky. Wir geben das Wappen hier nach demDiplome. Greif, Reichsapfel, Stern und sämmtliche Pfeil-schäfte, sowie der goldene Brustschild mit dem schwarzenL auf der Brust des Doppeladlers sind golden; Mond,Schlange und Pelikan silbern; Bein, Bären und Hirsch na-turfarben. Das Gefieder der die Bären durchbohrendenPfeile ist silbern, das der beiden anderen roth, alle Spitzenweiss. Se. Excellenz der Minister Graf Kalnoky dagegenführt das Wappen (nach der Beschreibung im GräflichenTaschenbuch de 186S) so, dass im Herzschild der Bär, inder Spitze der Doppeladler steht. ICneschke's Darstellungist vielfach incorrect. Nach älteren Siegeln und der Dar-stellung im Ungarischen Wappenbuch fehlt die Spitze mit
dem Bären überhaupt gänzlich und sind noch anderweiteAbweichungen vorhanden.
Kamarowsky. Das Grafendiplom erhielt der Kais.Russische Generalmajor und General-Adjutant Ergraw v. K.;seine Descendenz blüht in Russland. Er stammt angeblichaus dem Polnischen Geschlecht der Komar (Wappen Ko-mar), welche, ursprünglich angeblich aus der Ukraine, im15. Saec. in Rothreussen und Volhynien auftreten. DasWappen Komar (Kreuz, dessen Fuss in eine Gleve ausgeht)ist hier durch Unverständniss in eine goldene Korngarbeverwandelt. Die goldene Mücke darüber ist eine Namens-anspielung (Komar i. e. die Mücke). Zu bemerken ist, dassdie Aussprache des Namens im Russischen Kamarowski lau-tet, Letzterer aber Ivomarowski geschrieben wird. Die Rittersind stahlgeharnischt, haben rothe Helmfedern, braune Lanzenmit goldenem Knopf und silberner Spitze und Degen mitgoldbeschlagenen schwarzen Scheiden.
Kameke. Die Wappenfigur ist eigentlich ein Bocks-kopf (kein Gems- oder Ziegenkopf). Die Jagdspiesse silbern,goldgestielt, das Postament braun.
Kanitz. Koehne gibt das Wappen nicht ganz cor-rect; nach dem Diplom sind die Rosen roth mit goldenenEutzen und grünem Bart, das Rad fünfspeichig auf purpur-ner Mütze, der Hut auf Ilelm III mit goldenem Knopf,darauf 3 Straussfedern roth, gold, weiss, und braunem Pelz-stulp. Die Ritter haben (von innen an gerechnet) 4 blau,gold, roth, schwarze Helmstraussfedern, gelbe Lederhand-schuhe, goldbeschlagene braune Schwertscheiden und brauneLanzen mit goldener Troddel und silberner Spitze; ihreHarnische sind Stahlfarben, goldverziert, und der Schwertgurtroth mit goldener Schnalle.
Karaiczay v. Wallesaky (nicht Karacsay v. Walje-Szaka) ist die Schreibart des Diploms, laut dessen AndreasFreih. von Karaiczay, k.k. Generalmajor mit Prädikat »Iloch-und Wohlgeboren« in den Erbländischen Grafenstand er-hoben wurde. Die Abbildung des Wappens bei Kneschkeist incorrect, wogegen die unserige diplomgemäss ist. DieRitter und die Hufeisen sind stalilfarben, die Strausse natur-farben; der Ungar auf Helm III trägt braunen Kaipak mitrothem Lappen und hält in der Linken ein goldenes Pas-sionstatzenkreuz. Der Adler und die Stämme der brennen-den Bäume sind braun.
Karätsonyi. Beide Diplome verleihen dasselbe Wap-pen. Die Sirene hat blondes Haar und goldene Krone,sonst ist sie und das Kreuz silbern, der Stier silbern mitgoldenen Waffen, Schweifspitze und Mauerkrone um denIlals, der Bär braun. Der feuerschnaubende gekrönte blauePanther mit lorbeerumwundenem Schwert und Türkenkopfist das Wappen der Mutter des Gegraften (Maria AbysiaGräfin Starhemberg). Der gekrönte Doppeladler mit demBalken der schwarzen Wagschale im rothsilbern getheiltenHerzschilde deutet auf die von der Familie in schwererZeit dem Staate gebrachten Geldopfer. Die Mauerkrone um
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