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2 (1887) Wappentafel 210 - 384 nebst Text ; E - K
Entstehung
Seite
LXXXVIIr
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tigung seines Adels-Wappens [Nowina] und Beinamens er-halten hatte«), ist das Wappen wie hier gegeben (Stamm-wappen Nowina), das Bein aber nur bis einschliesslich desKnies stahlgeharnischt, von da ab ein hoher schwarzerStiefel (sie I) mit silbernem Sporn. Dagegen zeigen särnmt-liche Siegel den Schild quergetheilt, oben Nowina, untendas Wappen Prus II: in Roth 2 unten durch ein goldenesSeil verbundene, oben mit den Spitzen gekreuzte silberneSensenklingen, auf deren Kreuzung ein goldenes Doppel-kreuz mit fehlendem rechten Unterarm steht. Die Stamm-reihe dieses alten Masowischen Geschlechts des StammesPrus beginnt Abraham 1409 auf Jeziora (heute Jeziorna) beiWarschau. Dessen Urenkel hiess allerdings Thomas, dieskann aber nicht der Obenerwähnte gewesen sein, vielmehrhat zu Sobieskis Zeiten ein Abraham J. gelebt, welcher imJahre 1606 nach Podlachien übersiedelte, sich mit der Erbinvon Golabki aus einer dem Stamme Nowina angeliörigenFamilie vermählte und Namen undWappen mit dem seinigenvereinte. Doch wurde sehr bald nur das Wappen Nowinageführt und auch lediglich im Grafendiplom verliehen, nach-mals aber scheint das Wappen Prus II wieder aufgenom-men zu sein. Die Enkel des 1801 gegraften, 1805 f Hya-cinth (Söhne Karls): Johann (f 1858), Stanislaus (f 1837)und Hyacinth (f 18 . .) wurden in den zwanziger Jahren vonder Senatsdeputation des Königreichs Polen als Grafen an-erkannt und Ersterer, nebst des Stanislaus Söhnen Karl,Mierislaus und Ladislaus 1842 als Gräflich eingetragen.

Joner. Siegel zeigen das silberne Hirschhorn mitnur 4 Zinken; so wie hier gegeben ist das Wappen aberdiplomgemäss.

de Jonghe d'Ardoye. Louis Jos. Ghislain Vicomtede J. d'A., aus einer am 12. December 1772 in den Erb-ländisch- Niederländischen Vicomtenstand erhobenen Familie,erhielt am 31. Juli 1875 vom König der Belgier den (un-beschränkten) Grafenstand. Näheres cfr. Poplimont la Bel-gique heraldique und das Wappen Rietstap armorial gene-ral nouv. ed.

JundzilL Unter dem 5. Juni 1798 erhob (bei derErbhul digung) König Friedrich Wilhelm III. den Franz J.auf llolyrika etc. in den Preussischen Grafenstand. Der-selbe entstammte einem Lithauischen, seit 1438 unter diesemNamen erwähnten Geschlechte, abstammend agnatisch voneinem 1413 zu Ilorodlo in den Wappenstamm Dunin reci-pirten gewissen Gdigund. Da das Diplom niemals ausge-löst worden ist (wohl weil durch den Frieden von Tilsitder neue Graf aufhörte Preussischer Unterthan zu sein), soist die Erhebung nicht rechtskräftig. Dessen ungeachtet be-dient sich die noch blühende Descendenz des Erhobenendes Grafentitels.

Kageneck. Die Darstellung bei Kneschke ist sehrvi elfach unrichtig, obwohl Siebm. Suppl. XI, 2. 7 das Wappenannähernd richtig dargestellt hatte. Nach dem Diplom istdas Wappen wie wir es geben. Der Mannsrumpf auf dem(ungekrönten) I. Helme hat blonden Bart und an der Mützegoldene Troddel. Die Ritter haben rothe Schärpen und

drei rothe Helmfedern, die Schwerter schwarze goldbe-schlagene Scheiden und goldene Griffe. Die Fahnen habenschwarze Stangen und goldene Spitzen. In der rechtenblauen erscheinen 3 in Adlerstellung gestellte goldene Ler-chen (denen wir die heraldisch allein richtige Kopfwendungnach der Fahnenstange zu gegeben haben), in der linkengoldenen ein schwarzer Doppeladler mit blauem Brustschild-chen, darin 3 goldene Römer (Trinkgläser).

Kager v. Globen, Kager v. Stampach. Eine dieserbeiden Gräflichen Familien soll noch im Jahre 1835 inOesterreich angesessen gewesen sein; wir geben daher diedarauf bezüglichen Diploms-Excerpte hierunter chrono-logisch :

1. Jaroslaw Ernst Freiherr v. Stampach, Kais. Rath,Böhmischer Grafenstand als »Kager, Gf. v. St. und Schku-tul« d. d. Wien 29. Januar 1676 (ohne Wappen).

2. Johann Kager, Freiherr von Globen, Kurpfäl-zischer Kämmerer und Kavalier, Böhmischer Grafenstandals »Kager Graf v. Globen« d. d. Wien 20. Juni 1705.Wappen: im von goldenem Cartouchebord umrahmten ovalenrothen Schilde ein mit 3 (1.2.) goldbesaamten vierblätte-rigen rothen Rosen belegter eingebogener silberner Sparren(Schleife). Auf dem gekrönten Helme mit rothsilbernenDecken der Sparren angestemmt zwischen 2 schwarzen,aussen mit je 3 roth-silber-rothen Straussfedern bestecktenBüffelhörnern.

3. Karl Kager Freiherr von Stampach, Kais.General der Cavallerie, Sohn des Jaroslaus Freiherrn v. St.nebst den minderjährigen Söhnen Johann und Franz seines•j" Bruders, des Kreishauptmanns des Saatzer Kreises in Böh-men, Wenzel K. Freiherr v. St., aus der Ehe mit einer gebore-nen v. Haugwitz, erhielten d. d. Wien 4. August 1756 von IC.Maria Theresia den Grafenstand für Böhmische und Oester-reichische Erblande, mit Prädikat »Hoch- undWohlgeboren«.Wappen (cfr. Siebm. Suppl. VI, 10; Nr. 11) geviert mitrothem Herzschild, darin der Sparren mit den Rosen (s. oben).

1 und IV: in Gold ein rechtsgekehrter rothgefütterter gold-verzierter Spangenhelm (mit Kamm); II und III: in Silbereine schrägrechte rothe Lanze mit goldbefranstem rothemStandartentuch, worin ein goldener Doppeladler. Grafen-krone mit 4 gekrönten Helmen. Helm I: 4 goldbefransterechtswehende rothe Standarten, von denen die I. (rechts)mit dem Doppeladler. Helm II: der Rosensparren zwischen

2 Büffelhörnern silbern-roth, aussen je besteckt mit 3 Strauss-federn, rechts roth - weiss - roth — links weiss-roth-weiss.Helm III: wachsender geharnischter Mann mit Kammlielm,in der Rechten ein Schwert mit dem Eisen an die Schulterhaltend. Helm IV: schwarzer Flügel. Decken: rothgolden-rothsilbern. Schildhalter: 2 goldene Greife.

Kaiserstein. Diese Familie, welche erst im Jahre1856 (?) erloschen sein soll, hat zwei Kaiserliche Grafen-diplome erhalten und zwar: 1) Clement Freih. v. IC., Kais.Kämmerer und Landrath in Kärnthen, d. d. Wien 26. April1698 für Reich und Erblande, mit Prädikat »Hoch- undWohlgeboren«, und 2) Johann Franz Freih. v. IC., denBöhmischen Grafenstand d. d. Laxenburg 13. Mai 1724.Letzerer war der Urenkel des Tobias Freih. v. K., Kais.

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