Marchesetitels 1. A. E. Wien 28. April (Decret d. d. Wien4. Mai) 1832. Dieser Marchesetitel war d. d. Korn 22. No-vember 1778 dem Alois F., dessen Bruder Franz derintimus cubicularius des Papstes Benedict XIII. gewesenwar, nebst seiner männlichen Nachkommenschaft von Sr.Heiligkeit Papst Pius VI. verliehen und d. d. Venedig31. März 1782 von der dortigen Regierung dem Alois F.,nebst Söhnen Franz, Anton, Johann Peter und Karl F.,unter Eintragung in das Titulaturbuch, anerkannt worden.Wappen: in Blau ein mit sechsblättriger goldbesaamterrother Rose belegter goldener Balken zwischen zweiübereinander im Visir gestellten naturfarbenen Elefanten-köpfen. Die gräfliche Familie F. mit dem in SiebmacherSupplement XII, Tafel 21 abgebildeten Wappen istdurchaus anderen Ursprungs, welcher nicht bekannt ist.
Fantoni. Jacob Graf F. aus Pavia erhielt, aufGrund eines d. d. Wien 19. August 1724 dem Don Gia-como ertlieilten Mailändischen Grafen- (Conte-) Diplomsüber seine Lehen Nivolta und Calvignano, d. d. Wien10. Februar 1817 die Bestätigung seines alten Adels alseines Oesterreichischen, sowie des Grafentitels nach demRechte der männlichen Erstgeburt. Er dürfte vielleichtidentisch sein mit jenem Don Giacomo Conte F., welcherd. d. Mailand 22. Februar 1785 laut Decret als MailänderGraf anerkannt wurde und dessen Wappen nach demMailänder Codex einen blauen Schild (mit goldenemSchildhaupt, darin ein schwarzer Adler) zeigt, worin aufgrünem Boden ein geharnischter Jüngling mit rothemHelmbusch steht, welcher einen eisernen Morgensternauf die rechte Hüfte gestützt hält. Das Wappen eineranderen gräflichen Familie Fantoni gibt Tyroff,allg. Wappenbuch III, Tafel 63, Nr. 2: in Blau zweidurch goldene Kronen gekreuzte gestürzte Degen; überden Ursprung dieses Geschlechtes ist nichts bekannt.
Favancourt. S. Bernay.
Favagrossa. Alois und Robert, Gebrüder Grafen F.aus Casalmaggiore, erhielten d. d. Wien 25. November 1816die Bestätigung des alten Adels und, nach dem männ-lichen Erstgeburtsrecht, auch die des ihrem Geschlechtd. d. 21. Mai 1744 vom Herzog von Guastalla ertheiltenund d. d. 3. December 1770 vom Senat zu Mailand an-erkannten Grafenstandes. Eine andere Linie dürfte die-jenige gewesen sein, welche d. d. Mailand 2. October17841 in Person der Gebrüder Don Luigi und Don An-tonio, die Anerkennung des Mailänder Grafentitels er-halten hatte. Deren Wappen war: Unter goldenemSchildhaupt, worin ein schwarzer Adler, in Roth aufgrünem Rasen vier nebeneinander wachsende grüneBohnenstauden. Grafenkrone. Aus dem gekrönten Helmemit rothgoldenen Decken wächst der Adler.
Faverge. Unbekannten Ursprungs und Wappensist der 1781 zu Cliambery geborene und 1839 verstorbeneGraf Heinrich v. F., k. k. Oesterreichischer Major etc.
Federigotti. S. Bossi.
Fekete de Galäntha. Das Grafendiplom erhieltGeorg F. d. G. aus uraltem Ungarischen Adelsgeschlecht.Der Arm ist blaugekleidet, die Pfeile haben braunenSchaft, eiserne Spitzen und silbernes Gefieder. Die gol-denen Löwen im Schilde schwingen goldbegriffte Schwer-ter. Die Adler sind golden. Die Familie ist im Manns-stamm im ersten Drittel dieses Jahrhunderts erloschen.
Fenaroli. Das Oesterreichische Grafendiplom er-hielt Bartholomäus nobile F., k. lc. Kämmerer und Po-destä der Stadt Brescia, auch adeliger Deputirter bei derdortigen Provinz-Congregation, und s. Bruder Hippolit,stammend aus altadeligem Geschlecht in Bergamo. Ausder Mailändisclien Linie hatte bereits d. d. Mailand6. Februar 1772 Don Francesco F., herzoglicher Senatorzu Mailand, und Bruder Bartolomeo den MailändischenContetitel erhalten, mit demselben Wappen wie nachdem Oesterreichischen Diplom, nur auf dem (ungekrönten)Helme mit rothsilbernen Decken der Adler wachsend.Ein neueres Siegel, anscheinend der letzteren Linie an-gehörig, zeigt das Wappen wie folgt vermehrt: geviert,mit gespaltenem Herzschild, darin vorn das obige Wappen,hinten getheilt, oben in Roth zwei Paar schräg aus denSchildrändern hervorgehende Arme, von denen die obereneinen Kranz, die unteren eine dreizackige Krone halten,unten von Silber über Blau schräglinks mit (5) Stufengetheilt. In Feld I des Hauptschildes in Roth eine zwei-zipflige Fahne, deren Tuch belegt ist mit zwei durchgoldene Kronen gekreuzten Palmzweigen. Feld II und III:in Gold ein gekrönter schwarzer Adler. Feld IV: inBlau auf grünem Boden ein grüner Baum. Grafenkrone.Helm: der der Mailändischen Linie.
Fernemont. Die diversen Incorrectheiten der Dar-stellung bei Koehue sind hier nach dem Diplom ver-bessert; der im Diplom nur irrig auswärtsspringend ge-zeichnete Löwe ist hier heraldisch richtig gestellt; dieJagdhörner in IV sind nicht schwarz, sondern Stahlfarben.Das weisse Rococo-Postament ist goldbordirt. DieGreifen haben merkwürdiger Weise hier, wie bei nochanderen Grafendiplomen aus der Zeit Friedrich II. nichtHinterpranken, sondern Kuhbeine (mit Spalthuf) (sie!)
Ferral-Bourke. Eduard Ferral, der Schwester- undAdoptivsohn des Grafen Edmund af Bourke (s. diesenArtikel) erhielt unter obigem Namen und mit des OheimsWappen am 31. Mai 1843 den dänischen Grafenstand fürseine Person und starb am 1. Juli 1868.
Ferrari, Ferraris. Ueber diese Familie wird unsin Kneschke's Grafenhäuser ganz Unglaubliches aufge-tischt: der Verfasser hat, natürlich ohne es zu wollen,Alles durcheinander gemischt, was überhaupt überdiese Familien existirt. Wir wollen es versuchen, hierWahrheit und Remedur eintreten zu lassen:
Wir haben hier zunächst drei total verschiedeneFamilien, Ferrari, respective Ferraris zu unterscheiden.
I. Die erstere stammt ab von Graf Joseph Ferrari,geboren 20. April 1726 zu Luneville, gestorben I. April1814. Derselbe, stammend aus einem wohl von Lothringenoder Frankreich gegraften Geschlechte, kam mit Franz
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