Druckschrift 
2 (1887) Wappentafel 210 - 384 nebst Text ; E - K
Entstehung
Seite
LIr
Einzelbild herunterladen
 

Fabrice. Das Wappen ist das Stammwappen, nnterHinzufügung der Grafenkrone und der Schildhalter aufArabeske; die Rose ist silbern mit goldenen Butzen undgrünem Bart, an zweiblüttrigem grünem Stengel, ausbraunem Aestclien wachsend, der Kranich natürlich graumit dergleichen Stein, die Sterne golden.

Fabris und Fabris-Isnardis. Anerkennung desMarchesetitels erhielten österreichischerseits: I., 1. A.E.d.d.Troppau 3. November 1820: Franz Anton und Franz M.F.-I. aus Tolmezzo; deren Ahnherr Octavio Fabris ausTolmezzo hatte den Marchesetitel vom König Johann III.von Polen d. d. Warschau 6. August 1673 erhalten.2., Der Sohn des obigen Franz: Alexander M. F.-I., Po-destä zu Porto Gruardo 1. A. E. Wien 10. April 1834.3., Die Descendenz des Marchese Antonio F.-I. und seinerWitwe Catharina, geb. Colombain d. d. 13. September 1834.Wappen (nach Siegel) gespalten, vorn gekrönter schwar-zer Adler in Gold, hinten eine Mauer, darauf zwischenzwei niedrigeren ein höherer Zinnenthurm, auf dem eineTaube (Schwan?) mit Oelzweig im Schnabel. Auf demersten der drei gekrönten Helme der Vogel (hier deut-lich als Schwan). Helm II: vorwärtsgekehrt gelcrüpftsitzender Löwe (Bär?), zwei Fahnen schräghaltend.Helm III: der Adler. Schildhalter: zwei widersehendeLöwen auf Arabeske, mit der oberen Pranke je eine ge-lehnte Fahne haltend, die rechte mit dem Adler, dielinke mit den drei Thürmen und Vogel.

Faedder-Carisins. Das ursprüngliche Wappen istbei der Erhebung in den Grafenstand in Wegfall ge-kommen und dafür das der f beerbten Freiherren vonMarselius acceptirt worden.

Fagan. Im Jahre 1857 starb Sophie, geboreneGräfin Fagan (geb. 2. Mai 1792, vermählt 12. October1812 an Michael Grafen Coronini v. Cronberg, derHauptlinie Cronberg in Krain). Wir haben weder überden Ursprung, noch über das Wappen dieser Familieetwas in Erfahrung bringen können.

Fagnani. Mailändisches Geschlecht, d. d. Mailand4. August 1770 erhielten Don Federico und sein BruderMonsignore Dr. Ambrosio, Marchesen F. die Anerkennungdes Marchesetitels und der Erstere, oder dessen gleich-namiger Sohn eine abermalige k. lc. Oesterreichische Aner-kennung am 16. September 1816. Wappen: in Blau einschräggestellter goldbewehrter silberner Adler. Marchesen-krone. Aus dem blausilbern-bewulsteten Helme mit der-gleichen Decken wächst der Adler, hier aber gekrönt.

De la Faille d'Assenöde, Belgien; dürften erloschensein. Diese Familie, welche einen Wappenbrief bereitsvon Kaiser Rudolf II. d. d. Prag 2. August 1562, denAdelstand durch Erzherzog Albert und Isabella d. d.5- Mai 1614 erhalten hatte, erlangte von Kaiserin MariaTheresia d. d. 14. Mai 1768 den Erbländisch-Niederländi-schen Grafenstand nach dem Erstgeburtsrecht.

Der Sohn des Gegraften erhielt am 16. Februar1780 die Erlaubniss, sich noch bei Lebzeiten des Vatersdes gräflichen Titels bedienen zu dürfen. Der Letzte

des Stammes war Augustin Ghislain Graf d. 1. F. d'A.,geb. 10. August 1786, welcher unvermählt war und noch1866 lebte.

Wappen: in Schwarz ein mit drei aufrechten blauenLilien (I. 2) belegter goldener Sparren, begleitet obenvon zwei zugewendeten, unten von gerade vorwärtsge-kehrtem Löwenköpfen, letzterer mit blauem Ring im Ra-chen. Schildhalter: widersehende gekrönte natürlicheLeoparden, Banner wie der Schild gezeichnet, haltend.

Falier. Alt-Venetianisches Patrizier- und Dogen-geschlecht (Vitale Faliero war 10841096 XXXII. unddessen Sohn Ordolafo Faliero 11021117 XXXIV. Dogevon Venedig). Der Erwerber des Diploms de 1825 warJoseph Falier. Der Ritter hat rothe Helmfedern, dasgoldbegriffte Schwert in goldbeschlagener schwarzerScheide, der Matrose schwarzen Hut mit rother Feder,schwarze Halsbinde, dunkelblaue Jacke mit sieben sil-bernen Knöpfen, rothe Leibschärpe, weite braune Hosenund schwarze Stiefeln.

Falkenberg. Aus dieser deutschen (uclrermärki-schen) Familie (Wappen: Schach) blüht in Schwedenauch ein Zweig im Grafenstande als Falkenberg af B&lby(Nr. 97 der Grafenmatrikel). Der Erwerber des Grafen-standes war Melcher v. F., welchem, nachdem er 24. Ja-nuar 1773 Schwedischer Freiherr geworden war, unterm27. December 1778 das Grafendiplom zu Theil wurde.

Falkenflucht. S. Lippe-F.

Falkenhayn. Der Erwerber des Grafendiplomsde 1689, Friedrich Freiherr v. F., Herr auf Neukirch,hatte bereits vorher, d. d. Wien I. August 1682 den altenHerrenstand, mit Prädicat »Wohlgeboren« und Wappen-vereinigung mit dem der f Holzapfel erhalten, in Folgeseiner Vermählung mit Maria Magdalena v. Holzapfel(geb. 20. November 1663, vermählt 21. Juli 1682, f I. Sep-tember 1721). Bei der Erhebung in den Grafenstandscheint das Wappen der von Nimptsch, aus welchem Ge-schlecht Eva, die Mutter des Gegraften, war, hinzu-gekommen zu sein.

Das Horn (ganz roth) ist das Stammwappen, die»Aepfel« in I und IV das der f Holzapfel, das fisch-geschwänzte Einhorn verwechselter Tinctur mit rotherSchwanzflosse das der v. Nimptsch, der Löwe dürfte derBöhmische sein; die Hörner auf den Helmen sind mitgrauen Reiherbüschen besteckt. (Kneschke gibt dasWappen in mehreren Dingen incorrect.)

Später, d. d. Wien 14. Januar 1736 erlangte nochein wieder erloschener Zweig den Böhmischen Grafen-stand. Derselbe führte lediglich den Stammschild mitGrafenkrone und zwei Helme, deren rechter das Stamm-kleinod, der linke einen rothen Flügel trug.

Tyroff, allg. Wappenbuch, gibt noch ein drittesgräfliches Wappen, welches den Stammschild mit dreiHelmen, auf deren jedem das Stammkleinod erscheint,als das der »Franz Adam'schen Linie«, doch ist darüberNichts bekannt.

Fantini. Karl und Franz, Edle von Fantini inPadua erhielten die k. k. Oesterreichische Bestätigung des

LI