Erlach. Das "Wappen dieses d. d. Frankfurt a. M.6. October 1745 in Person des Hieronymus E., Kaiserl.Feldmarschall-Lieutenants und Kämmerers, Gutsbesitzerszu Bern, in dem bereits 1712 ihm verliehenen Reichs-grafenstande bestätigten, uralt-Schweizerischen Geschlechtsist bisher nur bei Siebmacher, Supplement IX, 2, abernur sehr unvollständig publicirt; wir geben es hier genaunach dem Diplom. Die Jungfrau hat goldenes Haar undKrone, der Greif ist goldbewehrt, silbern, der Spitzhutund der auf dem Kopfe des Mannes hat goldenen Knopfund schwarze Hahnfedern, der Mann hat ein »dunkeles«(Zigeuner-) Gesicht, schwarzes Haar und Bart. Die beidenäusseren Helme sind silbern, die drei mittleren golden.Neuerdings wird als Devise: Nasci laborare mori und dieHelme direct auf dem Schilde, um das Ganze dann einaus Grafenkrone herabwallender rother "Wappenmantelmit weissem oder Hermelinfutter geführt.
Errembault de Dudzeele en d'Onoi (Niederlande,Belgien). Den Erbländisch-Niederländischen Grafenstanderhielt Antoine Joseph Gaston E. d. d. 24. Juni 1774vom Kaiser, die Königl. Niederländische Anerkennungd. d. 17. October 1822 sein Sohn Eduard Wilhelm, ferneram 25. Juni 1868 Anton Gaillard Joseph Gaston E. d. D.den Königl. Belgischen persönlichen Grafenstand, aus-gedehnt am 18. Juni 1878 auf seine gesammte Descendenz.Wappen: in Schwarz ein oben von zwei silbernen Lilienbegleiteter goldener Balken (cfr. Rietstap, armorial genüral,nouvelle üdition).
d'Escars. Der spätere Französische Generallieute-nant und Herzog d'E. (f nach 1822) diente 1798—1806als Graf d'E. in der Preussischen Armee. Wappen: inRoth ein mit fünf übereinandergestürzten blauen Eichen-hütlein belegter silberner Pfahl. Grafenkrone, gehalten vonzwei wilden Männern mit Keulen.
Escherny. Siebmacher, Supplement, XI, 9, giebtdies Wappen ungenau. Die Löwen haben rothe Krallen;ein Helm ist nicht verliehen.
d'Espiennes. Joseph Gabriel Ghislain d'E., auseinem am 1. September 1690 mit Adelsbestätigung ver-sehenen Geschlechte, erlangte am 7. October 1822 denNiederländischen Grafenstand. "Wappen: in Silber ein,drei (2. 1) schwarze Kleeblätter einschliessender, schwarzerSparren, cfr. Rietstap, armorial general, nouvelle ddition.
d'Esquilles. Joseph Marquis d'E., k. lt. Oester-reichischer Hauptmann a. D., geb. zu Pau in Frank-reich 1782, lebte noch 1854. — Wir haben vergeblichversucht, das Wappen dieses Geschlechtes zu ermitteln.
Essen. Ausser dem bekannten, 1809 in den Schwe-dischen Grafenstand erhobenen Geschlechte mit der Euleim Herzschild giebt oder gab es in Russland nocheine andere gräfliche Familie d. H., deren Wappen mitkeiner der vielen Familien von Essen irgendwelche Aelin-lichkeit hat und über deren Ursprung nichts bekannt ist.Diese anno 1832 in den Russischen Grafenstand erhobene
I'amilie führt folgendes Wappen: Schild quergetheilt, obenwachsend der Kaiserlich Russische dreifach-Kaiserlich ge-krönte schwarze Adler in Gold, auf der Brust ein oben ineine Spitze gezogenes silbernbordirtes, rothes herzförmigesBrustschildchen mit der goldenen Initiale Kaiser Nico-laus' I. tragend, unten in Silber ein auf grünem Bodenvor dergleichen Tannenbaum laufendes silbernes Einhorn.Grafenkrone mit drei (der mittlere gräflich-) gekröntenHelmen, mit rechts roth-goldenen, links blau-silbernenDecken, von denen I und III je drei silberne Sirauss-federn, II das Einhorn wachsend trägt. Schildhalter zweiRömisch-geharnischte Ritter mit Lanzen.
Eszterhazy. Nach dem Diplom sind keine Schild-halter verliehen, finden sich aber in Gestalt zweier un-gekrönter goldener, auf goldener Arabeske stehenderGreifen. Der Greif mit dem Schwerte war schon in denältesten Zeiten das ursprüngliche Geschlechtswappen derervon Estoras, und dasselbe wurde von Andreas II. Königvon Ungarn in einem dem Mathias von Estoras ertheiltenPrivilegium d. d. Budae 1225 bestätigt und mit den dreiRosen und der beigefügten Krone vermehrt.
Eulenburg. Das alte schöne Geschlechtswappenist eines der wenigen, welches auch im Grafendiplomnicht durch die Grafenkrone zwischen Helm und Schildverunziert worden ist. Koehne giebt es insofern unrichtig,als er anstatt schwarzgold, wie im Diplom, die Helmdeckenblaugolden tingirt. Die Familie hat dem alten Herren-stande angehört.
Eyben, im Diplom: Eiben. Dies Wappen giebtKneschke sehr incorrect. Der pfauartige Adler im Schildeund ganzer Figur (nicht wachsend) auf dem mittlerenHelme, sowie der Flügel auf dem dritten Helme sind blau,nicht schwarz, ebenso der Adlerkopf auf der Mitte desDanebrogkreuzes in der rechten Fahne; hier haben wirihn, heraldischer Regel entsprechend, der Stange zuge-kehrt, auch dein Ganzen die in allen Dänischen Diplomenunheraldischer Weise fehlenden Helmdecken hinzugefügt.Im Diplom ist der Yogel als »blauer Adler, auf demHaupte drei Nägel und ebenso auf jedem der Flügel«zwar beschrieben, aber so wie hier abgebildet. Die »dreiNägel« dürften wohl ursprünglich eine Krone und dieKleeblätter zwischen den Flügeln Kleestängel auf denFlügeln gewesen sein.
Ezdorf. Der am 10. Februar 1807 geborene, am26. März 1838 in den Bayerischen Grafenstand erhobeneGraf Joseph Wilhelm Carl war ein am 10. März 1838vom König von Bayern legitimirter Sohn des GrafenJoseph Maria, Sohnes des am 19. August 1790 in denReichs- und Kurpfalzbayerischen Grafenstand erhobenenGrafen Gottlieb v. E., und erhielt durch das Grafendiplomganz seines "Vaters Wappen. Dies ist im Diplom so wiehier gegeben; Siebmacher, Supplement XII, 20, giebt esincorrect; die Figur in I und IV ist ein Rehbock, diein II und III ein Streitkolben. Die rechte Fahne be-deutet das Reichsvicariat, die linke Kurpfalz. Das Frei-herrendiplom d. d. Wien 23. Juli 1682 hatte dasselbeWappen, nur den Adler gekrönt und ohne die Schildhalter.