Lorenz, welcher auch im Posen'schen unter AnderemOstrowiecko besass, nahm den Namen seiner Urgross-mutter an (als Graf Benzelstierna-Engestroem!). Gegen-wärtig nur noch in Schweden begütert. "Wappen cfr.Schwed. Wpb. und Rietstap, armorial günüral, nonvelleEdition.
Engl. Der "Wolf mit dem dazugehörigen Helm IIist das Wappen der f von Wichsenstein, welcher insofernunrichtig ist, als diese Familie den Wolf roth, nicht blauführte. Im Grafendiplom ist kein Wappen verliehen, dasvermehrte Wappen daher von der Familie ohne diesesacceptirt. Uebrigens kommen auch Siegel vor, welchezwischen Schild und Flelmen die Grafenkrone, die Tincturenin Feld I und IV, sowie die der Büffelhörner verwechseltzeigen. Kneschke giebt, anscheinend wohl nach Tyroff,A. Wpb., II, 50, statt der goldbehalsbandeten WindhundeRüden und den auf Helm I aus blauem Dreiberg wach-send; hiermit stimmt indess keines der uns vorliegendenSiegel überein.
Englshaus. Krainer Adelsgeschlecht; die Dar-stellung im Neuen Siebmacher, Krainer Adel, Tafel 6,ist nicht ganz correct; hier nach Siegeln und einer Ab-bildung im Adelsarchiv zu Wien, da im Diplom ein Wappennicht verliehen; das Scepter ist golden, der Stern, derFels und die Schuhe silbern, das Kleid golden.
d'Ennetiöres et des Mottes, d'Ennetiöres van Hust.
Philipp Fran5ois Baron d'E. et des M., dessen Vater d. d.Madrid 23. Mai 1664 den Spanischen Baronstand erhaltenhatte, wurde von König Karl von Spanien d. d. Madrid16. September 1680 in den Spanischen Marquisstand er-hoben; ein Sohn Jacques Francis Hippolyte, vermähltmit Alex. Fran^oise Reichsgräfin von Basta, Gräfin vanHust, nahm den Titel »Graf von Hust« an. Sein UrenkelJoseph Marie Edouard Baudri d'E. v. H. starb unvermählt21. October 1786, worauf das Marquisat auf seinen BruderJoseph Marie Balthasar Alexander überging, dessen SohneFriedrich Joseph (geb. 178g) der Marquisstand vom Königder Niederlande am 1. October 1822 bestätigt wurde. Erlebte noch 1866, hatte aber nur eine Tochter.
Am I. October 1822 wurde auch einer zweitenLinie, nämlich dem Bruderssohn des Joseph Marie Baltha-sar: Camillo Friedrich, vom König der Niederlande seinRang, und zwar der Grafenstand bestätigt; auch erlebte noch 1866. Das Wappen beider Linien cfr. Riet-stap, armorial güneral, nouvelle üdition.
Enzenberg. Der Gemsbock ist natürlicher Farbeund ist das Stammwappen, Feld II und III das der Ur-ahngrossmutter (aus dem Geschlechte der von Fragner) desin den Reichsritterstand Erhobenen. Bei der Freiung1671 kam der Herzschild mit dem Wappen der Schwä-bischen von Enzberg (in Blau ein goldener Ring mitrothem Stein), mit welchem Geschlecht die Enzenbergabsolut nichts gemein haben, hinzu; bei der Erhebungin den Grafenstand wurde der Gemsbock, der ursprüng-lich zwischen den Büffelhörnern des Stammhelmes stand,auf besonderen Helm gesetzt und die Schildhalter hinzu-gefügt. In allen Abbildungen (ausgenommen bei Leupold,
Oesterr. Adelsarchiv) wird der Bock auf Helm II nunmehrwachsend, statt wie früher ganz geführt, weshalb auchwir ihn so abgebildet haben; die Darstellung bei Tyroff,A. Wpb., II, 92, ist in vielen Punkten incorrect.
Erba-Odescalchi. Die k. k. Oesterreichische Be-stätigung des Adels- und Marchesestandes nach dem Rechteder männlichen Erstgeburt erhielt Anton Marchese E.-O.— Näheres über die Familie cfr. Neuer Siebmacher, HoherAdel, III. Reihe, Reichsfürsten.
Erbach. Die Linien zu Schönberg und zuFürstenau führen den von Erbach (drei Sterne) undBreuberg (2 Balken) gevierten Schild mit zwei Helmen,wie dies auch Kneschke richtig abbildet. Statt des Helmeskommt oft ein gewöhnlicher Fürstenhut oder eine fünf-blättrige Krone, auch wohl ein aus derselben herabwallen-der hermelingefütteter Mantel, als Schildhalter wider-sehende silberne Löwen vor.
Die Linie zu Erbach-Erbach (früher Reichen-berg genannt) führt laut Diplom de 1755 das Wappen,wie wir es hier abgebildet; dazu (aber nicht verliehen)nach Siegeln zwei widersehende Löwen als Schildhalterund als Devise: pro rege et lege. Das Ganze umgebenvon einem aus fünfblättriger Krone mit Mütze und Reichs-apfel herabwallenden hermelingefütterten rothen Wappen-mantel.
Nachdem Ludwig Reichsgraf (Kolbe) von Warten-berg d. d. Wien 18. Januar 1806 die Erhebung der ihm(als Entschädigung für verlorene linksseitige rheinischeBesitzungen) am 2. März 1803 verliehenen ReichsabteiRoth zu einer unmittelbaren gefreiten Reichsgrafschaft»Wartenberg-Roth« erhalten hatte, wurde seinenAdoptivsöhnen (seit 4. December 1804) Karl und FranzGrafen von Erbach-Erbach unterm 20. Januar 1806 dieKaiserliche Erlaubniss zu Theil, sich Grafen zu Erbachund Wartenberg-Roth zu schreiben und ihr Wappen mitdem ihres Adoptivvaters zu vereinigen. Es ist demnach:Feld I und IV und Herzschild aus dem Erbach-Erbach-schen Wappen, Feld III das der Kolbe und Wartenberg,Feld II das der ehemaligen Abtei Roth. Der rechteSchildhalter ist der Erbach'sche, der linke der Warten-berg'sche.
Erdödy. Wir geben das Wappen, der Abbildungim Ungarischen Wappenbuch und bei Siebmacher, Supple-ment III, 30,6, am meisten entsprechend, nach dem Diplom;Kneschke giebt dasselbe sehr incorrect, wahrscheinlichnach schlechten Siegeln. Der Hirsch und die Lanze derFahne ist braun, das Rad golden ohne Berg, die Mauersteinfarben. Neuere Siegel zeigen als Schildhalter zweiwidersehende Löwen und die Devise: Juste et sincere.
Erizzo. Die eigenthümliche Figur unterhalb des»bräunlichen« Igels im Schrägbalken wird im Diplom als»Gürtelschnalle« angesprochen, ist aber ursprünglich nurein alterthümliches E gewesen. Das Grafenstandsdiplomist dem Nicolaus II. Guido Erizzo, Patricier von Venedig,ertheilt; bereits vorher, am 6. März 1816, hatte Nicolaus I.Andreas Erizzo den Oesterreichischen Fürstenstand nachdem Erstgeburtsrecht erhalten.
XLIX