Vokb ^ K. I
welche nahe bey der ^mie ycy vefinoen. Uno obwohl» es das Ansehen hat/als wann sie einer lappisch- und einfältigen Naturwären / so fählet ihnendoch nichts am Verstand/sie seind undanckbar/ verräther und sehr wan-ckelmüthig / haben weder Ehr noch Schande/ absonderlich diejenigen/welche auf den ebene Ländern wohnen/dann man in acht genommen/ daßdie Bergleuthe etwas scharffsinnig und kluger seind. Die Weiber seinvschön daselbst/auch gar diejenigen/welche sich in dem Gebürg auffhalten/haben «in sehr weisses Angesicht. JhrKopffist auff dem Wirbel etwas zu-gespitzt/welches ihnen zwar keine Verhindcrnuß gibt/daß sie nicht sollenmehren gehalten werden; Sie arbeiten auch in den allerhärt und gröbstensachen/fasteben soviel/als die Männer.
Die allervortrefflich und berühmtesten auß dem Adel / erhalten da-sechsten auch noch ihre alte Eigenschafft der Incas oder der Caciqucs .-die-ses waren die Nahmel^wclche die Könige/nebens denjenigen/die in ihremNahmen regieret / wegen Hoheit an sich genommen und geführet hatten.D-e Oerrschafften dieser ersten Zeiten,war daselbst sanfflmüthig undgüiig/Und kam den Römisch Bürgerlichen Gcsätzen und Ordnungen in etwasbey. Diese Laciques wohnen auff dem Feld/in ihren Häussern ; die Spa-nier haben sie/außForcht daß sie selbige nicht erzürnen und zu einerAuffruhrbewegen möchten / bey dem meisten Theil ihrer alten Freyheiten gelassen.
Ehe dieSpanier dahin gekommen/war nichts gemeiners als die Ab-götterei) / und sahe man absonderlichen ein und andere Tempel/welche derSonnen und dem Mond gewidmet waren: DieKriegs-Gefangenewur-
dea falschen Gottheiten aufgeopfert: doch hatten sie neben diesem Aberglauben gleich»wohln einige dunckle E--kantauß von Erschaffung der Welt/der Gü adfluth / und demletzieru Untergang/mit welchem der Erden einmabln gedroheu ist. Heut zu Tag ist diekatholische Religion unter der Anffficht vieler Prälaten an allen Orthen daselbst einge»führet/obschon noch die Abgöttcrcy bey einer kleinen Anzahl Montagnards oder B.rg-leuthen q.fu 'den/und angetroffen wird.
Der K ölig in Spanien lö st daß Land durch einen V ce König Gsuvernireo/wel-cher beständig unterschiedliche Compagnien itzi Feld haltch muß/damit er den bißweilnvorhabenden Abschlägen etlicher ühcl befriedttcn Cacjquen / die nichts anders als dieGelegenheit suchen/umhstch der GpamscheaRrgiernngzu entziehen/vorkommen undin allem Fall sich denselben beyzeiten widersetzen möge.
Aas Vm. Captttl-/«Vom Königreich der Amazoninnen und dem Zustande und
' Bes chaffenheit der Landsthafft.
z,««». Vom Königreich der Amazoninnen.
. e>sN diesen Namen schleust man fast alleLandschafften ein/welche sich^/a„s« südwärts bey dem Mittelkreiß/und in der mitte deß mittägigen A-«K/s kl.,- e>Züuierica befinden. Man gibt ihnen zu schiedgräntzen gegen Mitter-^ ^ deß Gold-Cast'lliensund Gujana;gegen Auffgang
Brasilien gegen Mittag die Länder /welche umb den Fluß Plata liegen/und gegen Niedergang das KönigretchPeru.
Her Name Amazones isi allen Ländern welche sich in denen allererst be-Grantzen besinvsn/insgemlm gegeben worden/nachdemFranctscus