Vom Petun oder Tabacks - Kraut.
Er Pktun.ifi eine PfantzeMß welcher derTaback gemacht und ge-l spönnen wird / welche etliche auch /v,50,-^5 und der Königin. .IKraut heissen: Es istdurchgchends in den Inseln/in welchen es^ die alten Einwohner^/, genanthatten/gantz gemein. Die-k, ^„7/. Frantzosen theilen sie in vier Gattungen ein/als in
^-f.99' oder grünen Taback/ Taback der Amazones/
?o^. 2. ^iad ck oder Zungen-Taback.
Der Taback^,»- genant/ist emer wettnidrigernPflantze als alleandern / und übertrifft die Länge seiner Blätter gar selten einen Schuh/welchegkfalten/rauch und sehr ungleich seind/und cine Sp tzk habm gleichwie der Oleander. Die Pfantze ist sehr böß auffzubringen/und wirfttwe-nigBlättervonsich/dieaberallekinenguten Gcruchhaben / der fast demBisem gleich kompt/ja gar selbsten den andern Gattungen ihren Geruchmitzutheilen pfleget/wann er unter dieselben vermenget wird.
Dergrüne Taback hatgemeiniglich Blätter zwey Werckschuh lang,und einem breit/woher auch gekommen / daß man ihn den grossen Petunzu nennen angefangen/ allein cr wird augenscheinlich kleiner, wann er ge-
Der Amazonen-Taback / an statt daß ersöffe spitzige Blätter gleichwie der andere haben/bringt an deren stelle gantz runde he- vor/welche in dergrössebcynahenzweyWerckschuhinsichenthaffcn: Wann ernoch gantzfeisch gearbeitet ist/ist er sehr gefährlich zugebrauchen / undkan man sichdessen nicht eher mit Nutzen und ohne Lebensgefahr bedienen/ als wann erzum wenigsten zwey Jahr alt worden-
DerZungen Taback hak seinen Nahmen von der Gestalt seiner M-ter/ welche stch einer Zungen gleichen/entlehnet. Die Länge ein es jeglichenBlatsistbDnahezweyerW rckschuh/ unddic bretteeimshalben schnchsungefehr. Man legt sich in den Inseln gewaltig auff diese Gattung Pflan-ycn; alldiewciln/tn dem man sie verarbeitet/ sie am allerwenigsten abneh.wen/ man mag ihnen nun die Rippen herausser ziehen / oder dievölligln
Blätter krümmmund zusammen spinnen. ^ ,
Voreiner jeglichen E-ndte oder Emsamlungmuß der Petun oderTaback erstens verfttzetwerden- dann so baldcn man seine Körner/ diemit Ascken(welcherwol fünffbiß sechsmal mehralsKörnerseyn muß) som'an außdenBlättcrn ßcbrant/vermenget/gesecthat/ wird sie wegen derSonnen- Hitze, wann sie etwas hervor geschossen / mit abgehauenen ästenlehr son lästig zugedecket ; und wann man davor hält, daß sie/umb versetztzuwerdemstarck genug gewachsen ftyenn einer feucht und nassenWitterungherauß gegraben/ und in ein neues fast vtereckichtes Feldvon neuem einge-pflantzet. Mannes nun an dem/daß sie Blumen gewinnen sollen/ soschneidttmaneinejedePflantze fast kniehoch ab/ undlästihrnichtmehralsio.bjßin^.Blättcr/ohneeintzigen Nebenschoß übrigstehen. Was
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