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Fünffter Theil (1685) Welcher in sich enthält Die fernere Fortsetzung deß Alten und Neuen Europae ...
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lein/deren Blatter von aussen heran der Farbe den Loorberblättern gleichftind / in wendig aber oder unten her seind sie Silberfarb / und darne-ben in allem nicht viel grösser als der Nagel deß -Ohren-Fingers. Weitersso trägt solchVaumlein langeHülssen gleich als eine gewöhnliche Steckna-del / die aber alle sehr subttl unddünn in welchen ein kleines Körnlein /so sich an Färb den Oliven gleichet/enthalten ist.

Die Art dieselbige zu pflantzen geschihet auff solche weiß ; man er-wählt ersilichen ein sehr reines und von den Küsselsteinen gantz gesäubertesErdreich/und eine seichte Wtterung/ welche die Fortpflantzung desto leich-terer machel/darzu. Das Körnlein steckt man darauff m kleine mit denFingern gemachte Löchletn/jeein schuh weit einesvon dem andern, welcheman mit Erdm wiederumb zuscharret; wann nun die folgende Zeit feuchtund es ein gutes Erdreich hat/so kommen sie in vier oder fünff Tagen her-vor/und können innerhalb einerViertheil-jahrszeit abgeschnitten werden.

Der Entig wird Hernachmahls an gewissen Oertern/ welche sie 1»^-oder Entig-Hütten nennen/auffolgende art und weise darauß zu-bereitet eine jedwedere ist mit einem sehr grossen Becken/zweveKüssen/welche man ^«?/?o^,Einweichungs- Gefäß/ einem andern sooder Schlagbütre/und noch einem andern/ das sie ^0/^ oderRuhezubkr heissen/versehcn und zugerichtet. Alle diese Gefäße seind gleich-sam als in Gtockwercke eingetheilet/ und stehet je das eine höher als dasandere. Man nagt darauffdie Pflantzen zusammen/legt sie fein ordent^lich in unterschiedliche Bett- oder Lager in dmEintauchungs-Zuber/undtritt sie mit Füssen; gleich nach diesem thut man eine Rahm darüber/da-mit sie inOrdnung ligen vei bleiben/alsdann läst man dasWasser so langauß dem grossen Becken darauff fallen/ biß daß es die höhe der auffgclegtenRahm erreichet: Dieses Wasser nach dem es m etwas erwärmet / sängetan auffzugierm und fast zu sieden/ da es dann auß der Pflantzen die Ma-ttn hcrausserzichet/auß welcher der Entig gemachet wird- Auß dem Ein-weichungs Gefäß läst man hiernächst das Wasser in den Zuber die schlag-bütte oder Batteriegmant/ »inen/ in welcher ein sechs- eckichtes stück Holtzligt welches miteinerHandhab damit mans hin und wieder bewegen kamund sechs länglicht runden Eymern/ gleich als die an vielen Or-ten durchlöchert sind, versehen ist. Gemeldtes Wasser nun in dem schlag-zuber/indem es zugleich bewegt/in die höhe gezogen und zu vielmahl durchdieEymersofichan demsechscckichten Holtzbefinden/wieder hinunterge-lassen wird/säubert und reinigt sich gantz und gar/und steige auch auß dem-selben solche böse und ungesundeDämpffe hervor/die gar össcers die Arbei-.ter zulersticken pflegen.Wann es nun ein geraume Zeit über also gestampfftund geschlagen worden/ so wird fast eine dicke Materi/ gleichsam als dieWeinhefen darauß/welche man in leinene Säcke auffhängt/da dann dasWasser dergestalten herauß fleust/daß darinnen nichts als der Entig übrigverbleibet/den man in kleine Küstlein einfüllet / und alsdann in die Ge-wölber und Vorraths- Kammern bringen läßt.

Lünfjter Theil. Z Sie

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