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Vierter Theil (1685) Welcher in sich enthält Das Alte und Neue Europa ...
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Von eu«.o?z.

Bon der Insel Korfu / und den kleinern /.welchedieselbe umbgeben.

^T^Jese Insel war vor Zeiten unter dem Nahmen Phäacia und^^Z ZCorcyra bekant. Ihre vornehmsten Vorgebürge seind ^/

oder das weisse Vorgebürg / welches gegen Norden ligt/und das Vorgebürg /.-«ck/ttsdas von etlichen auch 0/>c-genennet wird.

Sie ist in den Kriegs, Verrichtungen vor diesem zu Waffer sehrmächtig und berühmtgewesen/und ligt von mehr nicht als z.Meil.wegs/ hat Nordwms zu ein ebenes Land/das gegen Süden mit Bergenhin und wieder angefüllet. Es fliesten auch etliche kleine Bächlein da-durch/die gutes Wasser haben/ von denen die besten seind/der H.Barba,ra/ Pinisa/ und der Bach Euripegenant.

Die gantze Insel wird von den Venetianern in vier Herrschafftenabgethellet/welche sie Baglia oder Reggimento heiffen/zuwiffen/in toros»Dimezo oder der Mitlen/Archiro und ieuchimo.

Die Hauptstatt die nach ihrem Nahmen genant/ist mit GriechischenInwohnern besetzt/ ligt gegen Auffgang/und zu äusserst einer HalbJnsel,ihr Seehaven / als cher gegenNord- und -Osten sihet/ über allemassen gut/und wegen der Insel Malpara von allen Mitternächtigen Winden be-freyet. Die Häuter seind zwar sehr wohl/ aber die Gasten gantz schmal undeng gebauen: man hat jedoch schon einen guten Anfang gemacht / diesel-ben nach und nach zuerweitern.

Es ist ein Bäpstlicber Ertz>Bischoff darinnen/ dessen DommKtrchesehr prächtig auffgcführet. Die Griechen / die sich in guter Anzahl alldarbefinden/haben keinen Prälaten/ und ist die gantze GeistlicheVerwaltunggleichsam als einem Stadchalter und Verweser/ den sie Protopapa nen,nen/unterworffen- Sie halten den Leichnam deß H.Spiridions/wel-cher noch nicht verwesen/in sehr hohen Ehren.

Obwohln auch schon die Veuediger unterschiedliche Posten inbe-meldter Insel beveftigtn lassen/als ist doch kein eintziger darunter anzutref-fen/ der den Fortificationswercken der StadtCorfu beykommcn/noch mitdmselben verglichen werden könte. JhreMauren seind sehr gut und miteinem auffgeführtcn Wall gantz wohl versehen/welcher so breit ist/daß manim Fall der Noth ihn noch zimlich abschneiden kan. Die Artillerie ist ineinem guten Stand/ und werden die Provianthäuser gantz sorgfältiglichm it aller Nothwendigkeit versehen. Die Stadt stehet wischen zweyen Ve-. stungen. Die Alte befindet sich an der Einfahrt ihres Seehavens/ und istMll allem dem/was zu einerVestunggehüret/ die einen gut und langenWiderstand zu thun gesinnet/wohl versorget. Von dar auß kan mandurch einen verborgenen Gang unter der Erden in eine andere Burg ^ /<-<7^^,oder der Glocken genant/so auff der Spitze einer Stein-Klippenligt/und mit dreyfachen Mauren umbgeben ist/ kommen und gelangen.