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reiche und kostbarsten Waaren/die irgendwo in der Stadt anzutreffen / vtr»kaufte und seil gebotten werden.
Der Btiirckbemeldten Platzes istzumOchsen-Hetzenbeflimtidiesesist
ein berühmter Kampff/undbluttger streit/ so etliche Tag aneinander wahr« /und geschiehet gemeiniglich auff eines Heiligen Fest / oder wann eine HeyralhederGebmtStag einiges FürstenS / der auß Königlichem Geblüch emsprun-gen/ begangen und gehalten wird.
Der König sampt vielen andern Personen / welche aus dem KöniglichenStamm herkommen / sitzen in den Galerien eines gewissen Palastes/ den sieel Consistorio hcissen/ anwesende H.H. Abgesandten müdem grossen Pony,alsviel ihnen möglich ist in einem andern grad gegen über.
Die Kämpfferoder Streidende/so alle vornehmeStandsPersonen/seindan felbiegemTag schwartz angezogen/un chreCreados oderLakeyen die ihnen fol.gen/gar öffters nach türcktscher art/Morisch,oder wie die wilden gehen/aufdaskostbarste bekleidet ; es wird nur ein Ochs auf einmahl loß gelassen/den auchnicht mehr als ein Streiter oder mit einem Speer oder Resionnes, also nen-nen sie die «urff Spieß/angrnffen darff.
Der Streit erhebt sich gemeiniglich zwischen drey odervier UhrdeßAbendsundprasimirt sich der KampfferauffdemRenn-P!atzzuPferd/mit/nach deßLandes are/ dermassen zusammen gezogenen Beinen/ daß auch di, Füsse deßPferds seine Brust zu beyden Seilen berühren. Dieser Ritter nnn den seineCreades begleiten / macht erstens eine sehr liesse Rwerentz vor dem Konig / undbegrüsst gantz höfflich darauf die aüervornehmstcn Damen/so zugegen setnd/in dem man indessen den Ochsen/der zu ende deß Platzes in einer Hünen ringe,schloffen erhützet / und wann er wütig worden hcraußen springen käst. DerCavalter weicht alsdann dem Ochsen ein wenig auß / und bemühet sich im vor-beylauffen demselbigen einen Stich mit dem Speer oder wurssfpteß in den !Halß zn versetzen /welchesderallersicherste Ortihn aufeinenetntzigen Streichzu fällen/wie ich solches vom Graffen St.IeanzuLtsbona mit meinen Au-gen gesehen habe. Wann der Ochs Todt/führet man etliche sehr reich undkostbar bedeckte Maulchter auf den Platz/ die ihn unter dem Trompeten undHeerpaucken schall heraußer ziehen; solle es aber geschehen daß deß KämpffersPferd in dem er dem Ochsen den Streich versetzen will/verwundtt/oder er garsechsten auß dtm Sattel zufälliger weiss« vom selbigen gehoben wird/ist er ver,bunden auffderErden zuverbleiben/undihm mit einem Sabel.strcich den sieEmpeno nennen/ den garaus zumachen. In dergleichen begebenheittn aberkomen deß Kampffers fiine CreadeSneöens andern frembden ihm sobalden zuHülffe und greiften den Ochsen mit aller Gewalt an/ der dann ojftermahln /in dem er sich wehret,noch ein und andern umb das Leben bringt, Es beifinden sich zu dem Ende auch gantz gering und schlechte Leuche / welche dieSpannier Taureades heissm / die in Hoffnung ein Tranck.geld zu verdtes- nen/aufden wütenden Ochsen alSdannzu Fuß loßlauffen / und demselben da-mit seihn an den Hörnern aufhalten und zu Boden bringen mögen / einenMantel über die Augen zuwerffen pflegen.
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