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Vierter Theil (1685) Welcher in sich enthält Das Alte und Neue Europa ...
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»8» VON L U k. 0 ? ä.

Platz, waselbsten Julius Cäsar, nachdem er sich über eineStatuam,dle Alexandrum den Grossen repräsmtiret, und noch unterschiedlich ande-re absonderliche Gedächtnüß-Zeichen von diesem tapftern Helden, hüch,stens verwundert, alldieweiln sich sein Ruhm nicht eben so hoch erbaben,und er dem unmäßigen Ehrgeitz, der ihn zu solch wichtigen Eroberungenangerettzct / bey sich verdoppelt verspürte,auß Schmertzcn bitterlich zu wei-nen angefangen hatte,gehalten haben.

Ihre Länge belaufst sich ungefähr auff sieben Meil, und bestehet diegeringste Breite tn einer/ die allcrgröste aber in drey Meilwegs. jsjdurch eine Brücke, die man die Gacks - Brücke nennet / mit dem vestmLand veremigct. Ihr Erdreich theils eben,theils bergicht, und obne eini-ge Spring,Brunnen/ welcher Mangel lhr mit einer guten AnzahlZieh-brunnen ersetzet worden.

Auff daß man aber glücklich in die Enge oder Meer - Busem vonCadiz emlauffen mag/ muß man sich vor den zwey höchst- gefahrlichenSleinklippm le D-amantoder der Demant / und LosPuerosoder derKnaben genant, mit sonderbarem Flciß hüten und fürschen. Der StadtSee Haven ligtgegen Auffgang/unv die Stadt an sich felbsten , welcheeine gute Anzahl sehr reicherKauffleuthe/bey denen man die allerschönst-und allervollkommenjie Kauffmanns-Gewölber in gantz Europa findenwird/bewohnen, auff einer Höhe. Eben allhier pflegen die SeeFlot-tcn/und Occidentalisch Indianische Galeeren Ancker zuwerffen und daSGold und Silber, das die Spanier auß America ziehen / aus zuladen.Das Arsenal oder Zeughauß istgewaleigschön/und mit aller Hand Kriegs-Rüstungm wohl versehen. Die Burg von den Mohren erbauet, undseit wenigZeet in einen guten Defensions- stand gesetzet worden. DieVestung St-Sebastian hat man der Ursachen halben angelegt, daß siedie Einfahrt deß Golfo beschützn/unddieSchantzSt.Phstlppus/denSce-Haven verlhädigcn solle. Die Stadt, welche Anno >596 dieEngelländerverwustet, ist / auffdaß man dergleichen Unglücktfällcn inskünfflig vorkommen möge/seit der Zeir mit guten Bevestigungswercksn,die man noch von Tag zu Tag zu verbessern trachtet / so auß zwey gewal,lig grossen Pasteyen bestehen, derer Gräben dermaßen liess serno, daß sievielmehr einer Insel in der Insel sechsten, als einem Graben ähnlich schei-nen/gantz wohl versehen worden.

Sieträgt denBischofflichcnTitul/und ist die DcmKirche auffeincmerhabenen Hügel aufgeführet. Unter einer guten anzahl vieler andererKirchen, muß man sich absonderlich über die K-rch zu unser lieben Frauendeß Volcksgenant, deß H.Dominicusundder P.P.Jesuiten ihrem,wundern; die letztere hat ein Gewölbvon Quatersiücken, welches wohlzubeobachtcn, und gantz überauß kostbar ist.

Das Erdreich in der Insel ist scbwartzlicht, und einer so gut'undfetten Weide, daß auch das Vieb darvon zerbersten sötte, wann manes mcht davon abhielte und vor oasselbige Sorg trüge, ihm alle Monat

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