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Vierter Theil (1685) Welcher in sich enthält Das Alte und Neue Europa ...
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Der Sultan ist einer mittelmäßigen Leibs-grösse/ein wenig gebückt/sehr zarten Natur / eines schwartzbraunen Angesichts / auff dem lm-cken Backen miteiner Narben gezeichnet/welche ihm eine Maulscheöeundder Streich eines Demants/den fein Vatteran dem Finger batte / alsereinsmahls diesen seinen Sohn im Zorn geschlagen/verursachet; undwird von einem Bruch/so ihm vom überauß vielfältigen Jagen/dem ermit einer solchen Begierde die fast unglaublich/ ergeben ist/ dergestalten/daß auch dieMißvergnügten daherGelegenheitgenommen/und thu zumGespöttmitdem Zunahmen ^"^,da6isteinesJägcrs/ beschencket ha-ben/hergekommen/sehr übeler liebt den Krieg überallemasssen gewaltig, und wann ihn nichtseine Favoriten oder Hoffgünstlingefast täglich erinnerten und davon abhielten / that er feine Armeen inselbst eigner Person csmm^,ren. Man hat ihn wegen ein und andererUrsachen dahin bewogen/daß er sich endlich entschlossen von Adrianopelniemahln zu entfernen / damit er allezeit theils auff die übelbefriedigte/-theils aufdie Anschläge feiner Brüder/und dan auff die Verwaltung derSchatzkammer/ein destowachtfamersAugehaben möchte: woher auchgekommen / daß er von daraußgebiettt/und seine Befehl manchmahl»zur Wiedervergeltung/ manchmahl» aber auch zur Abstraffung der jeni-gen/ welche in seinen Diensten sich befinden / ergehen last. Man be-schuldigt ihn über dises/daß er mürrisch / verdrießlich/gewaltig ungedultig/und absonderlich sehr geitzig gegen seine Bedienten seye.

Er hat wegen den Eroberungen Neuheusel/Candien und Kaminieckden Christen eine grosse Furcht eingejagt/und auch den Frieden mit denMoscowiten geschlossen / welche im Jahr 1677. seine Truppen vor derVesiung Czechrin völlig ruinirt hatten.

Von den vornehm - und rühmlichsten Merckzeichen/welche bey den Türcken/ umb die Würden undHoheiten zu unterscheiden/im Gebrauch seind.

As Türckische Stamm-Wappen ist bey ihnen sechsten gantz un-- 7-bekant; Auffihren Standarten findet man bißwcilcn den Na-mm Gottes/ öffters auch deß MahomelS seinen / mit grossen A- ^rabischen Buchliaben geschrieben; und führen ste neben demTuk ^ ,auch noch dengrossm Reichs-Standart.

Der grosse Reichs - Standart ist eine gewisse Art eines Fabnens /welcher , auß Ursach weiln die Türcken vorgeben / daß ihr GesetzgeberMahomet seine Hand darein eingedruckt / mit höchster Sorgfältigkeitin dem Gerrail verwahret wird.

Der Tuk ist nichts anders als ein blosser Roßschweiff/der zu End einer

L ist halben