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Vierter Theil (1685) Welcher in sich enthält Das Alte und Neue Europa ...
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sonen gestaltet / und ob sie schon unfruchtbahrer als andere ihres Ge-schlcchtS /darneben aber sehr klug und verstandig seind/so befinden sich dochgltichwohln gewaltig eyferstchtige Männer/sonderlich diejenige / welcheein und andere frembdeLänder durchreiset haben/unter ihnen.

Das Land ist nicht sonderlich volckmch/es kan seyn wegen UnftuchtBbarkeit der Weiber, oder wegen der beständigen Kriege/ mit welchen siebald von den auffrührischen Sosacken, bald von den Türcken/Moscowi,tern /Schwedenund Teutschen heimgesucht und belästiget werden. DasVolck sehr arm, und bekümmert sich wenig umb die Handlung. DieFrembde handle» von ihnen nichts als Wachs/Honig und Beltzwerck.

Der Adel gewaltig kriegerisch/ und bedient sich mit gleichem Vor-theil zu Feld sowohl deß Geschosses als auch deß Bogens; auch weilnerTagundNachtdarnachstrebet/umb niemanden unterwo-ffen zuseyn/und ihm das freye Leben am allermeisten angelegen feynläst, als ist ebendie Quelle seines Unglücks auß diesem Ehrgeitz allein entsprungen,welchenichts als Mißverständnis undZertrennungen unter sie außgegossen/sodenFrcmbden zimlichen Anlaß gegeben/sich ihrer allerbesten Landschafftenzu bemächtigen- Die Stadt Caminieck/als Haupr-Sl«ot inPodo-lien, welche nunmehr dem Groß- Herrn unterworffen / war der eintzigeveste Ortb / den die Poh ln bevkstigt: dieser schiene wegen seines iagers vonNatur / und auch wegen deß sich bedienten Vortheils der Kunst, vor derBelägerung fast unüberwindlich zu seyn- Der Adel, dieweil» er denVorzug einen König suerwöhln sich vorbehalten will, duldet keine Ve,siungen in dem Reich, sintemahln er beförchtet, daß die Commendante»derselbtgen sich bey Absterben eines Königs der freyen Wahl bemusternmöchten.

Die Papistische Religion hat die Oberhand in dem gantzen König-reich/ ob schon das den Griechen / Evangelischen und etlichabsonderlichen Secten/gestattet und zugelassen ist. Die Papisten seindunter der Geistlichen Auffsicht der Ertz-Bischöffe von Gncsna und^eopo-lis/die eine gute Anzahl Weyh-Bischöffe/welche wir droben benahmset,unter sich haben.

Die Könige werden von den drey Standen daselbst auffden Thronerhoben / die allezeit einen so der päbstlichen Religion zugethan, zuer--wühlen pflegen: In den allerwicktig-und importantesien Geschaffte»mußdieKöniglicheHoheit mit der Rathherren Stimme überein komme.Die Könige ernennen die Bischöffe/Aepttjmd Prälaten, machen die

Reichs.Graffen und Rathherrm / und theilen auch nach ihremBelieben die vornehmsten Aempter deß König»reiche auß.

Das