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Vierter Theil (1685) Welcher in sich enthält Das Alte und Neue Europa ...
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Von Luz. 0 !>

kleines Gewerb getrüben wird: Ihre Nahrung bestehet am allermeistenin Leder/ Beltzwerck/ Hanff/Flachs/ Honig und Wachs / welchesdas Land überflüssig von sich gibt - Unter andern Kaussmanns-Gütternso ihnen zugeführet werden / ziehen sie den Wein - Essig / Brandten-wein eec. allen andern vor ; und ist keine eintzige Nation auff dem Erd-boden leckerhafftiger/ als eben die Moscowitische.

Sie seind zwar keines kriegerischen Humors / darneben aber guteSoldaten / wann sie von einem frembdcn Officirer/ der in ihren Diensjlcn/angeführet werden.

Die Pohlen haben das Landöffters verwüstet/ und nahmen ihnenAnno i<5ri. die Stadt Moscau gar hinweg.

Es ist zwar wahr/daß in diesen letztern Zeiten die Moscowiten hin^wiederumb der Cron Pohlen Smolensko genommen / und ihre Er-oberungen so weit in die iittau oder weiß Reussen hinein geführet / daßsie sich auch schon der StadtWilna / als der Haupt-Stadt daselbsten/bemächtiget hatten/ allein es ist dieselbe von gedachten Pohlen so baldenwieder überrumpelt worden. Die Schweden haben sie auch deß Liff-lands undJngrien beraubet / undwerden noch alle Tag von den Tar-taren überfallen.

Im Jahr 1677. haben sie die Türcken bey Czehrin/ welche StadtdieUnglaubigen belagert hielten/ biß auffdas Haupt geschlagen.

Im Jahr 1677. stunden drey Moscowitische Armeen/ eine jeglichevon hundert tausend Mann/auffden Beinen. DieMacht ihrer Ar-meen bestehet meistens auß fremboen Ossicirern und Truppen / welchesie unterhalten. Unter den allcrwichtigsten Mstungendie in Moscauiigen zehlet man diejenigen/soinden Städten Bologda/ Biolickoroac.sich befinden.

Der Groß - Hertzog hält die Königliche Abgesandten an LebenS-M tteln undallm andern Retßbeschwärnüssen/so bald sie auffdie Grän-tz,gekommen/durch sein gantzcs Land frey: Den Bedienten solcher frem-den Ambassadeurs/ist ohne sonderbare Gunst und Verwilligung/im ge-rinssten nicht vergönnet/in der Stadt spatzicren zu gehen/damit sie keineVnständnüß mit ihren Einwohnern machen mögen.

Sie bekennen die Griechische Religion/und sagen daß es derH.A-posielAndreas gcwejen/welcher sie zum Christenthum beruffen. DasOber-Haupt in dem Geistlichen Stand/ führt den Parrtarchen-Tttul;Seit weniger Zeit hat er sich der Bottmäßigkeit deß Patriarchen zu Con-siMitwpel entzogen / welcher zuvor / nachdem er von der Moscowiti-schen Cierisey erwöhlet worden / sich allereist von ihm muste bestät-tigm und conßrmuen lassen; Heut zu Tag haben sich dieses Rechts die

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