Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
Seite
421
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teil Hieronymus v. U. umfasst, führt Sinapius an, dass dieselbe denBeinamen Nimptsch geführt habe, und nennt von derselben zuerstden Christoph v. Ullersdorf und Nimptsch, welcher vier Sühne hin-terlassen habe. Von dem Einen dieser Sühne, Christoph v. U. u. N.,stammte, unter anderen Kindern, Wilhelm Otto v. U. u. N., kais.Oberst und später k. Kriegs-Kreis-Hauptmann in Mähren, von wel-chem, neben anderen Nachkommen, Ferdinand Bohuslav, 1730Domherr zu Brünn etc., und Christoph Wilhelm v. U. u. N. enl-sprossten. Der Sohn des Letzteren, Johann Joseph, war, wie Gauheangiebt, noch 1732 fürstl. Ollrüützscher Rath und Lehnrechts-Bei-sitzer. Von der oben angeführten schlesischen Linie des Ge-schlechts, welche im Reichenhachschen mit Ullersdorf!' angesessenwar, wird zuerst ein v. Ullersdorf 1550 angeführt; Ernst und Chri-stoph, Gebrüder v. U., besassen dieses Gut 1626, und Ernst Georgv. U., aus dieser Linie stammend, Herr auf Lauterbach, kommt1660 als kais. Oberstiieutenant vor. Neuere Nachrichten über dasGeschlecht fehlen. Das N. Preuss. Adelslexicon erwähnt dasselbenicht, auch findet sich der Name der Familie nicht in dem Bd. I.S. 3033 gegebenen Verzeichniss des in neuester Zeit in Schlesienansässigen Adels.

XJnderainer v. Underain (Underreiner v. Underrain),

Ritter.

Schild geviert mit Mittelschilde. Miltelschild gekrünt und quergetheilt: oben in Blau ein nach der rechten Seite aufwachsenderHirsch mit achtendigem Geweihe von natürlicher Farbe; unten vonRolh und Silber viermal quer gestreift. 1 und 4 in Silber eineinwärtssehender, schwarzer Adler, dessen Brust mit einem silber-nen Kreuze belegt ist, und 2 und 3 ebenfalls in Silber zwei schräg-rechte, rothe Balken. Auf dem Schilde stehen zwei gekrünte Helme.Der rechte Helm trägt einwärts gekehrt den aufwachsenden Hirschdes Mittelschildes, und der linke einen die Sachsen einwärts keh-renden, halb geschlossenen Adlersflug, dessen rechter, hinterer Flü-gel von Silber und Roth, der linke, vordere aber von Roth undSilber quer getheilt ist. Die Decken des rechten Helmes sind blauund silbern, die des linken rolli und silbern. Handzeichnungund handschriftliche Notizen: Underainer v. Underain. Megerle