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4 (1857)
Entstehung
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neuerungsdiplom des Adels halten. Ueber das Fortblühen des Ge-schlechts fehlen zwar genauere Nachrichten, doch dürfte dasselbeausgegangen sein. Die hier in Rede stellende alte pfälzischeAdelsfamilie v. Sperl ist übrigens mit einer neueren gleichnamigenbayerischen Adelsfamilie, über welche der nachstehende ArtikelNachricht ertheilt, nicht zu verwechseln.

v. Sperl (Sperl v. Trevesen, v. Sperl auf Altenbach).

Im silbernen Schilde auf der Mitte eines grünen Dreibergesein oben mit einem Querstücke versehener, silberner Ast, auf wel-chem ein nach der rechten Seite gekehrter, schwarzer Rabe sitzt.Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm, welcher, zwischen zweischwarzen ßüffelshörnern, den auf dem Aste sitzenden Raben desSchildes trägt. Die Helmdecken sind schwarz und silbern.Wappenbuch des Königreichs Bayern, VIII. 83: v. Sperl auf Alten-bach. v. Ilefner, II. 142 und S. 11G: Sperl v. Trevesen (derRabe im Schilde und auf dem Helme ist in der Beschreibung rothgekrönt angegeben).

Bayern. Franz Bernhard Sperl, Besitzer des Rittergutes Tre-vesen (Treffesen) in der oberen Pfalz, wurde vom Könige Maximilian I.Joseph von Bayern, 9. Mai 1821, in den Adelsstand des KönigreichsBayern erhoben. Das demselben verliehene, oben beschriebeneWappen ist, wie v. Hefner sagt, offenbar dem Wappen der altenHerren v. Sperl (s. den vorstehenden Artikel) nachgebildet, dochdarf, was diese Annahme anlangt, nicht übersehen werden, dass injenem Wappen in einem blauen Schilde auf einem goldenen Asteein goldener Falke, in dem hier in Rede stehenden Wappen aberim silbernen Schilde auf einem silbernen Asle ein schwarzer Rabesitzt. Auf dem Helme der alten Herren v. Sperl wiederholt sicheinlach das Wappenbild, welches hier zwischen zwei schwarzenBüffelshörnern erscheint. Jedenfalls muss auflallen, dass beide Fa-milien v. Sperl im Wappen auf einem Dreiberge einen Ast und aufdiesem einen sitzenden Vogel führen, und diese Aehnlichkeit beiderWappen Hesse wohl die Vermulhung zu, dass zwischen beiden Fa-milien ein ursprünglicher Zusammenhang sich vorfinden könnte,wenn nicht, als das Wappen zu dem oben erwähnten Diplome von