Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
Seite
264
Einzelbild herunterladen
 

264

rechts roth und golden und links grün und silbern. Wappenb.der Preuss. Monarchie, III. 88. v. Hellhach, I. S. 61. N.Preuss. Adelslexic., III. S. 6 und S. 281284. Freiherr v. Le-debur, II. S. 47.

Preussen. D. Justus Christian Loder, k. preuss. Geh. Me-dicinalrath, Professor, Leiharzt etc., wurde vom Könige FriedrichWilhelm III. von Preussen, 27. Nov. 1809, zur Belohnung für treugeleistete Dienste, in den Adelsstand des Königreichs Preussen er-hoben. Derselbe, ein Sohn des Pastors und Consistorial-AssessorsLoder zu Riga, war 1753 geboren, studirte in Güttingen, wurde1778 Doctor und bald nachher Professor der Medicin an der Uni-versität Jena, zu deren berühmtesten Practikern und Lehrern der-selbe, weit bekannt durch sein grosses Werk: Anatomische Kupfer-tafeln, Weimar 17941804, bis 1803 gehörte, in welchem Jahreer einen Ruf an die Universität Halle annahm. Nachdem Halle andas Königreich Westphalen gefallen war, schlug er den Antrag, indie Dienste dieses Staates zu treten, aus, wurde 1808 k. preuss.Leibarzt zu Königsberg und privatisirte später, nach Obigem schonin den preuss. Adelsstand erhoben, zu Petersburg und Moskau.Die mehrfach vorkommende Angahe, dass sein Adel sich auf ein k.russ. Diplom gegründet habe, ist also unrichtig. 1810 wurde v. Lo-der k. russ. Staatsrath und Leibarzt, und wählte, da ihm gestattetworden war, seinen Aufenthaltsort nach Belieben zu bestimmen,Moskau als Wohnsitz, that hier für die Spitäler etc. sehr viel, er-richtete auf kaiserliche Kosten, 1818, das grosse anatomische Mu-seum, lehrte als Ehrenprofessor an der Universität, wurde, ohneeigentliche Praxis, als Hausfreund von den höchsten und reichstenFamilien zu Moskau consultirt und starb 16. April 1832 als Arzt,welcher durch Wissenschaft und Kunst zu grosser Ehre und zugrossem Reichthum gelangt war.

v. Loewenich.

Im golden eingefassten, blauen Schilde ein aufrecht stehender,nach der rechten Seite sehender, gekrönter, goldener Lüwe mit vorsich geworfenen Pranken, rother, ausgeschlagener Zunge und übersich geworfenem Schweife, welcher von drei sechsstrahligen, golde-nen Sternen, der eine rechts oben, der andere links oben und der