Druckschrift 
4 (1857)
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v. Köttsehau (Kötschau, Kötzschau, Közschau).

Im blauen Schilde der rechts gekehrte, unten abgehauene Halsund Kopf eines grauen Wolfes mit rother, ausgeschlagener Zunge.Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm, welcher den Hals undKopf des Wolfes, wie im Schilde, trägt. Die Ilelmdeckc-n sind blauund golden. Abdrücke von Petschaften. Siehmacher, I. 153:v. Kötzau, Meissnisch (die ,,Declaralion" sagt: ein blauer Schild,der Wolfshals grau. Auf dem Helme eine gelbe Krone mit einemgrauen Wolfshalse. Die Helmdecke blau und gelb). Val. König,III. S. 711726: v. Közschau (beschreibt das Wappen, wie folgt:in einem blauen Schilde ein aufrecht gestellter, abgehauener Wolfs-hals mit aufgesperrtem Hachen und roth ausschlagender Zungeund blutigem Fleische von seiner natürlichen Farbe. Aus dem gol-den gekrönten adeligen Turniershelme mit hlau-graulichten und sil-bern melirt herabhängenden Helmdecken erhebt sich ein dergleichen,wie im Schilde beschriebener Wolfshals). Beckmann, VII. Tah. B.No. 7: v. Kötschau, und Desselben Access, bist. Anhalt., S. 594605). v. Hattstein, I. Tah. 347 und 348. Knaulh, S. 524:v. Kötzschaw. Gaulle, I. S. 10681072: v. Kötschau. Bie-dermann, Geschlechfsregister des Ortes Rhön und Werra, Tah. 348und 34 h v. Ilellhach, I. S. 681: v. Kötschau. Freih. v. Le-debur, I. S. 470: v. Kötlschau, Közschau.

Sachsen, Anhalt, Preussen. Altes, sächsisches Adels-geschlecht, welches schon 1430 mit Schaafslädt im jetzigen KreiseMerseburg und 1500 mit O.ber-Schmon im Kreise Querfurt begütertwar. Später wurde die Familie erbgesessen zu Dessau und Zerbst,und Glieder derselben kamen in mehrere andere Länder. Das vonEinigen für das Stammhaus gehaltene Gut Koettzschau hei Merse-burg soll, wie Gauhe annimmt, nie in der Hand der Familie ge-wesen sein. Die ordentliche Stammreihe beginnt mit Heinrich v. K.,Herrn auf Hilndorlf, bischöfl. Merseburg. Rath, dessen beide Söhne,Hans und Curt v. K., noch im Anfange des 16. Jahrhunderls Bün-dorff hesassen. Nicht lange nachher (heilte sich das Geschlecht indie anhaltsche und in die Schaafslädlische und KörbisdorfscheLinie. Der Stifter der anhaltschen Linie war Maximus (I.) v. K.,welcher im Zerbstschen begütert war. Derselbe wurde 1577 filrstl,Rath und Amtstiauptniann zu Rosla und erhielt später die Haupt-mannschaflen zu Nienburg, Zerbst und Plötzke, welche er bis zu sei-nem Tode, 1580, verwaltete. Von seinen Söhnen pflanzte nur der