Druckschrift 
4 (1857)
Entstehung
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Flügel von Schwarz und Silber mit gewechselten Farben quer ge-theilt sind, die Beschreibung setzt dagegen auf den Hehn einen,wie angegeben, gelheilten und tingirten, olfenen Flug). Die frei-herrliche Familie führt jetzt oft statt des freiherrlichen Wappensnur das Stammwappen. N. geneal. Handbuch 1778, II. S. 281,und Nachtrag, I. S. 148 und 149. v Hellbach, I. S. 454. Geneal. Taschenbuch der freiherrl. Häuser, 1853. S. 154156,und 1857. S. 258 und 259. Freiherr v. Ledebur, I. S. 279:v. Graes, Graas, Grass.

Nassau, Hessen, Preussen. Altes, seit der Mitte des13. Jahrhunderts bekanntes geldernsches und westpbälisches Adels-geschlecbt, welches sich früher Graes lausgesprochen Gras), späteraber, nach Hessen verpflanzt, der dortigen Aussprache gemäss,Grass schrieb. In Geldern besass die Familie bis in das 16. Jahr-hundert das in der Grafschaft Ztttphcn gelegene Gut Pleckenpoel,welches in der genannten Zeit durch Vermählung an die Familiev. Erde kam, und in Westphalen breitete sich das Geschlecht ausden Häusern Lobburg und Iliepenbrock im Mtlnsterlande aus, nach-dem, wie Nieserl, Münster. Urkundenbuch, 11. S. 368, angiebt, schon1268ortwinus de Gras miles et castrensis in Ahns" genannt wird.Nachgeborene Solme des Hauses Lobburg wendeten sich in dieMark, ins Colnische und ins Hessische. Der märkische und Col-niscbe Zweig gehörte durch seine Besitzungen zur Beichsritlerschaftam Niederrhein, der hessische aber zur mittelrheinischen, hessischenund trierseben Ritterschaft. Der letzlere Zweig, welcher seit 1677mit dem freiherrlichen Character vorkommt, schied sich durch dreiSohne des Albert v. Grass, gest. 1682, Johann Albert, gest. 1713,Heinrich Wohllärt, gest. 1741, und Gottlieb Eberhard, gest. 1723,in drei Aeste, den älteren, mittleren und jüngeren Ast. Der ältereAst erlosch schon mit des Stifters jüngerem Sohne, Friedrich Leo-pold, welcher 1775 als holländischer Generalmajor starb, der mitt-lere Ast, der Ast zu Staufenberg, ist seit 1810 in Nassau bedienstet,und der Freiherrenstand desselben ist in Nassau 1843 anerkanntworden, und der jüngere Ast wendete sich nach Preussen undOesterreich. Was den mittleren, hier besonders in Betracht kom-menden Ast anlangt, so stammte vom Stifter desselben, dem obengenannten Freiherrn Heinrich Wohllärt, aus der Ehe mit Elisabethv. Steinwehr, Freiherr Gottlieb, gest. 1783, holländischer Oberst,vermählt mit Henrielte Marie Freiin v. Boden. Aus dieser Eheentspross Freiherr Carl, gest. 1808, Major bei dem rheinischen