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Varianten vor. — Siebmacher, I. tiO: v. Zettritz, Schlesiscli, stelltin den von Silber und Hol Ii der Länge nach getheilten Schild einenvorvvärtssehenden Ochsenkopf von gewechselten Farben und auf dengekrönten Helm zwei in den Griffen gekreuzte Messer. Die „De-claration" sagt: ein getheilter Schild, der vordere Theil weiss, derOchsenkopf roth, der andere Theil rolh, der Ochsenkopf weiss.Auf dem Helme eine gelbe Krone, die Messer eisenfarben, die Be-schläge gelb, die Helle roth. Die Helmdecken roth und weiss.Tyrolf, II. 240: F. II. v. Czettritz, tingirt in dem von Silber undRoth der Länge nach gelheilten Schilde den ganzen Ochsenkopfsilbern und gieht auch die in den Griffen gekreuzten Messer aufdem Helme silbern an. Abdrücke von Petschaften zeigen auch denSchild von Roth und Silber der Länge nach gelheilt, die Messerauf dem Helme bald gekreuzt und gestürzt, bald nicht gekreuzt,sondern aufrecht und auswärts neben einander gestellt etc.
Preussen. Die Vereinigung der Namen und Wappen deralten schlesischen Adelsfamilien v. Dyherrn und v. Czettritz ist durchErbschaft entstanden, welche aus letzterer Familie in erstere kam.Das Haus Czeltrilz-Neukauss erlosch 3. Jan. 1782 mit Ernst Hein-rich Freiherrn v. Czettritz, k. preuss. Generallieutenant und Chefeines Dragoner-Regiments, und die Burg und Herrschaft Neubausbei Waldenburg fiel an den Neffen desselben, den Freiherrn v. Dy-herrn-Herzogswalde, welcher mit künigl. Erlaubniss vom 3. April1782 mit seinem Namen und Wappen Namen und Wappen seinesErblassers vereinigle. Als später der letzte Besitzer dieser ansehn-lichen Güter ohne Nachkommen starb, fielen dieselben an den Neffendes letzteren, den Freiherrn Julius v. Dyherrn, nachher k. preuss.Landrath, welcher, 14. Aug. 1825, die künigl. Bestätigung zur Fort-führung des Namens und Wappens seines Oheims erhielt. Ueberdie Familie v. Czettritz findet sich übrigens Näheres Bd. 11. S. 101—103, die Familie v. Dyherrn aber, welche später besprochen wer-den wird, ist eine der ältesten und angesehensten Familien in Schle-sien, welche sich später in der Lausitz und in Böhmen ausbreitete.Dieselbe wurde früher: Der, Dyr, Dilir, Dyhr etc. geschrieben undkommt urkundlich schon zu Ende des 13. Jahrhunderts und imAnfange des 14. Jahrhunderts vor. In Schlesien bildeten sich zeitigzwei Hauptlinien; die Glogauische und die Oelsnisehe. Ersteregründete Peter v. Dyhr um das Jahr 1334, letztere aber, welcheauch unter dem Namen der Linie zu Schönau aufgeführt wird, stif-tete Georg v. Dyhr um das Jahr 1426. Der Freiherrenstand kam