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3 (1856)
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462
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Siebmacher, V. 72 u. 168. Hartknoch, Altes und NeuesPreussen, S. 331. Gauhe, I. S. 2917 u. 2918. Zedier, LVUI.3. Grundmanu, S. 308. Brilggemann, I. 181. v. llell-bacli, II. S. 767. N. Preuss. Adelslexicon, IV. S. 347. Bag-mihl sah übrigens auf einer bestätigten v. Münchowschen Ahnen-tafel von 1762 ein gemaltes Wappen, welches auf dem Helme dreiblaue heraldische Lilien auf grünen, beblätterten Stielen zeigte, unddiese Helmzier, doch ohne Andeutung der Farben, ergaben aucheinige ältere Siegelabdrücke.

Preussen. Altes, pommersches Adelsgeschlecht, welchesfrüher Wobbeser und Wobser geschrieben wurde. Als Stammvaterder Familie wird Thesslaw (Teslaw) Wobser, welcher um 1270lebte, genannt. Claus Wobeser soll bereits 1300 das Gut Wobeserbesessen haben, was, wenn auch das Geschlecht mit demselben, soviel aufzulinden ist, zuerst 1457 belehnt wurde, nicht unwahr-scheinlich ist. 1484 belehnte Herzog BogislaviX. die von Wobesermit Silkow. Im Laufe der Zeit mehrte sich der Grundbesitz derFamilie in Pommern sehr, wechselte aber auch mehrfach, wie dieNachweise zu dem Pomm. Wappenbuche ergeben. Im 18. Jahr-hunderte kam das Geschlecht nach der Lausitz, in die Neumarkund nach Preussen. Der Kammerherr Jacob Eckart v. W. erwarbals Landeshauptmann, Kammer- und Bergrath der Oberlausitz dieGüter Räkelwitz und Lauer; Ernst Bogislav v. W. starb 1748 alsHerr der Güter Beilin, Gossow und Belgern in der Neumark, welchederselbe zuerst erworben hatte, und in Preussen hatte sich dieFamilie im Anfange des 18. Jahrhunderts mit Glommen, Tikrigeh-nen, Cämmershüfen und Wangeniken bei Königsberg sesshal't ge-macht, doch wurden die drei letzteren, nachdem noch Altenschlageim Rummelsburger Kreise dazu gekommen war, 1752 wieder ver-kauft. Später, 1762, gelangten jedoch noch Gross-Stogentin undLabuhn an die Familie. Von älteren Gliedern des Geschlechtswird namentlich Jacob v. W. mit grosser Auszeichnung genannt.Derselbe besuchte mit dem Herzoge Barnim IX. die UniversitätWittenberg und war 1529 Hofmarschall desselben und Hauptmannzu Lauenburg, verwaltete auch gleichzeitig das Canzleramt. Einanderer, gleichnamiger Sprosse des Geschlechts, Jacob IL, war 1573Rath und Hauptmann zu Colbatz, nach dem Tode des HerzogsBarnim Hauptmann zu Lauenburg, und später, 1620, Hofmarschalldes Herzogs Johann Friedrich. Später sind mehrere Glieder desGeschlechts, namentlich in konigl. preussischen Kriegsdiensten, zu