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Gold ein vorwärts gekehrter, natürlicher Eselskopf mit drei Dislcl-blättern iin Maule (Stammwappen); 2 und 3 in Roth zwei gekreuzte,silberne Turnierlanzen mit aufgerichteten, goldenen Spitzen [Eisen-bach], Freiherrenkrone und zwei gekrönte Helme. Der erste mitschwarz-goldener Decke trägt einen offenen, schwarzen Flug, aufdessen beiden Flügeln je ein kleiner, goldener Schild angebrachtist, in welchem sich der Eselskopf wiederholt, und der zweite mitroth-silberner Decke trägt auf seiner lvrone die beiden gekreuztenTurnierlanzen).
Hessen, Sachsen-Weima r, Prenssen, Württem-berg. Johann, Volpert, Hermann, Georg und Georg der Aelterev. Riedesel zu Eisenbach wurden vom Kaiser Leopold I., 22. Oct.1680, in den Reichsfreiherrenstand erhoben. — Altes, seit dem12. Jahrhunderte bekanntes, hessisches Adelsgeschlecht, welchessich in Hessen, am Rheine, in Thüringen etc. ausgebreitet, und ineiner Linie, der zu Eisenbach, in der ersten Hälfte des 15. Jahr-hunderts (s. unten) das Erbmarschall-Amt in Hessen und später,wie angegeben, den Reichsfreiherrenstand erlangt hat. Die Stannn-reihe der Gesammtfamilie Riedesel wird von llumbracht (a. a. 0.),welchem spätere Schriftsteller meist gefolgt sind, mit Conrad be-gonnen, welcher um 1165 lebte und dessen Enkel, Hermann (I.),1269 starb. Von den sechs Sühnen, welche Letzterer hinterliess,pflanzten drei den Stamm fort und stifteten die Linien zu Bellers-heim, zu Camberg und zu Eisenbach. Der Name des Stifters derLinie zu Bellersheim ist auf die spätere Zeit nicht gekommen, manfindet nur, dass der Sohn des Stifters der genannten Linie, Hein-rich, sich mit einer v. Verse vermählt habe und dass, wie Einigesagen, die Nachkommen desselben sich theils v. Verse und Josbach,theils'v. Bellersheim, oder auch nur, wie llumbracht angiebt, v. Bel-lersheim genannt hätten. Die Bellersheimer Linie erlosch nach llum-bracht 1639 mit Gottfried v. Riedesel, Kriegs-Obersten, währendv. Hattstein anführt, dass Johann Gottfried v. Riedesel dieselbe1640 geschlossen habe. — Die Linie zu Camberg wurde von Her-manns (I.) zweitem Sohne, Gilbrecht, um 1319 gestiftet. Von denNachkommen desselben war Philipp von 1594—1598 Jolianniter-Ordens-Meister, Hans Engelbrecht aber fürstl. Speierischer Gross-liofmeister etc. Von den beiden Söhnen des Letzteren starb derjüngere, Adam Andreas, fürstl. Speierischer Rath und Ober-Landes-Hauptmann, 1626 ohne männliche Nachkommen, von dem älterenaber, Marquard Philipp, stammte Philipp Eberhard, welcher später