383
Schannat, S. 141, wie Siebmacher, I. 134. — v. Ilatlstein, I. S.438 — 451 (beschreibt das Wappen der Linie zu Eisenbach wieoben und theilt dasselbe auch der Cambergischen, 1628 mit PhilippEberhard erloschenen Linie zu). — ITumbracht, Tab. 114—117,giebt, ganz wie erwähnt, nur ein Wappen der Familie, wenn erauch verschiedene Linien derselben auffuhrt. — Oetter (a. a. 0.S. 16) nimmt als Stammwappen einen Eselskopf an, welcher einRiedgras von drei Blättern im Maule hat. S. 65 sagt übrigensOetter: Siegmund Feyerabend dedicirte 1584 seine Sammlung vonReiseheschreibungeil Herrn Philipp Riedesel zu Camberg, der alsJohanniter-Meister und Fürst zu Hildesheim verstarb. Hei dieserDedication ist das Wappen in Holzschnitt, aber sehr fein, vorge-stellt. Der Eselskopf ist in einem weissen Felde schwarz abge-bildet, und eben dies geschieht auf dem Helme. Der Eselskopf hateine Distelblume im Maule, da er sonst ein dreihlätteriges Riedgrashat. Dadurch haben sich — so fährt Oetter fort — die verschie-denen Linien dieses Hauses von einander unterschieden. Bei denanderen war der Schild gelb oder golden. Manchmal war der Esels-kopf auch schwarz; aber auch manchmal in grauer Farbe. In die-ser Linie sah er von der Rechten zur Linken, in der anderen abervon der Linken zur Rechten. Das Helmkleinod war wieder unter-schieden. Eine hatte den blossen Eselskopf zum Helmkleinod, dieandere aber einen doppellen Flug, und in jedem sah man denEselskopf. In alle diese Angaben Oetters kommt erst einiges Lichtdurch das oben über die Siebmacherschen Abbildungen Angeführte.— v. Meding, I. S. 486—489 (beschreibt das Stammwappen, wieOetter, nach einem Stammbaume, nach Schannat, Siebmacher etc.,und macht noch folgende interessante Mittheilung: Matth, a Bappen-haim in tr. de origine Domin. de Calatin. Cap. 78, bildet das'Wap-pen ab, wie es zu Pappenheim befindlich und um 1284 geführtsein soll. Das Feld ist gelb, der Eselskopf mit dem Halse ist rechtsgekehrt und kommt aus der linken Ecke des Schildes hervor. DieBlätter im Maule fehlen). — Nachrichten über die Familie gehen:Gleichenstein, Tab. 67. — Gauhe, I. S. 1885—1887. — Zedier,XXXI. S. 1533 u. 1534. — Biedermann, Geschlechtsreg. d. OrtesRhein u. Werra, Tab. 121 — 139.- — v. Hellbach, II. S. 320. — N.Preuss. Adels!., V. S. 380. — Gen. Taschenb. d. freih. Häuser, 1855.S. 475, und 1856. S. 545 u. 546 (giebt das Wappen, wie folgt, an:quadrirt und mit einem Mittelschilde, darin in Schwarz drei [1 und2] silberne Zinnenthürme mit offenen, rolhejn Thoren. 1 und 4 in