37»
Sachsen, Preussen. Altes, sächsisches und schlesischesAdelsgeschlecht, welches nach Einigen aus Meissen nach Schlesien,nach Anderen aus Schlesien nach Meissen gekommen sein soll.Nach Allem dürfte wohl Ersteres der Fall gewesen sein, da diev. Reinsperg schon 1291 in Freiherger Urkunden vorkommen, inSchlesien aher zuerst, um 1452, Hans v. Reinsberg, Herr aufDirschkowitz, auftritt. — Wahrscheinlich verdankt dem Geschlechte— welches Ivnauth, wie folgt, aufführt: „Reinsberg, weiland zuDöhlen hei Dresden gesessen. Deren auch einige im Dom zu Frei-berg begraben. Sonst unter dem Schlesischen Adel" — das SchlossReinsberg bei Freiberg, welches schon seit Anfange des 15. Jahr-hunderts der Familie v. Schönberg zusteht, seine Entstehung. —-Hans v. Reinsperg war von 1448—1451 Voigt zu Senftenberg, undJörg v. Reinsperg von 147(1 — 1475 Hauptmann zu Rochlitz undspäter Hauptmann zu Meissen. Reinhard v. R., kursächs. Jäger-meister, starb 1552 in Folge einer Verletzung, welche ihm unvor-sichtiger Weise bei einem Schiessen mit einem Bolzen zugefügtworden war. Die Angabe, dass er sein Geschlecht beschlossenhabe, bezieht sich wohl nur auf diejenige Linie, aus welcher frühermehrere Sprossen sich in Freiberg aufgehalten hatten, da spätermehrfach noch Glieder des Geschlechts in Sachsen vorkamen, soz. B. Vespasian v. Reinsberg, welcher 1620 unter den kursächsi-schcn Kammerherren aufgeführt wird. Möglich könnte es jedochsein, dass die sächsischen Linien der Familie erloschen wären unddass die neueren Glieder des noch in Sachsen blühenden Ge-schlechts aus der schlesischen Linie, welche ganz dasselbe Wappenführte, stammen. — Von dem oben genannten Hans v. Reinspergauf Dirschkowitz ist die Stammreihe nur bis auf die Urenkel des-selben bekannt, und Gauhe bezweifelte, dass das Geschlecht inSchlesien noch blühe. Dasselbe ist auch im N. Preuss. Adelslexi-con nicht erwähnt worden.
v. Resingen, Ritler.
Schild geviert: 1 und 4 in Gold der Vordertheil eines einwärtsaufspringenden, weiss gezäumten, schwarzen Rosses; 2 und 3 inBlau auf erdigem Boden ein goldener Weinstock mit zwei goldenenTrauben, von welchen die eine sich nach rechts, die andere, welche